Café Moccachino: Das Beste aus zwei Welten

Moccachino Filiale Schwyzer Straße

Aus dem Türkischen den „Mocca“, vom italienischen „Cappuccino“ den zweiten Namensteil, und für die Kunden das Essen, das ihnen aus jeder Küche am besten schmeckt: So kann man das Konzept der beiden Café-Restaurants namens „Moccachino“ beschreiben. Ob in einem früheren Blumengeschäft am Friedhof Seestraße oder im Neubau an der Ecke Schwyzer/Barfusstraße: Jede Filiale hat eine gemeinsame Speisekarte, passt sich aber flexibel an die Bedürfnisse der Nachbarschaft an.

Frühstückshaus „Simit Hane“: Aus gutem Grund familiär

GözlemeMehr als nur einer der vielen Backshops, aber auch nicht einfach ein Café: vor allem an der Müllerstraße gibt es immer mehr Frühstückshäuser. Stellvertretend für die vielen Frühstückscafés mit türkischem „kahvalti“-Angebot haben wir uns einmal im „Lara“ an der oberen Müllerstraße umgesehen…

Moccachino: Kurz mal woanders sein…

 

Filiale Schwyzer Straße
Filiale Schwyzer Straße

Der Aufsteller auf der Müllerstraße zog uns magisch an: „heiße Schokolade, weiß oder braun“. Bei winterlichen Temperaturen funktioniert diese Werbebotschaft erst recht. Früher führte der Bürgersteig zwischen der Ungarn- und der Seestraße gegenüber dem Alhambra-Kino ja einfach nur am Urnenfriedhof entlang, doch seit gut zwei Jahren befindet sich an der Stelle des früheren Blumengeschäfts ein Café. Das unscheinbare 70er-Jahre-Gebäude ist ziemlich untypisch für die ansonsten von hohen Gebäuden geprägte Gegend und passt eher in ein Dorf. Ein Grund mehr, sich darauf einzulassen. Unter dem mit Holzlatten verkleideten Giebel, der mit einem Kronleuchter akzentuiert wird, haben die Betreiber ein in Weiß- und Brauntönen gehaltenes Kaffeehaus eingerichtet. Eine große Kuchentheke hält auf der linken Seite eine riesige Auswahl an Torten und Gebäck bereit. Auf der rechten Seite gibt es herzhaftes türkisches Backwerk.

„Sofra“: Döner und Börek für Gourmets

Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)
Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)

Kann sein, dass ich ein bisschen sensibel bin. Aber eine nette Begrüßung ist anders. Dennoch, es geht beim Essen ja nicht ausschließlich ums Nettsein, sondern auch darum, wie’s schmeckt. Und ja, zugestanden: Der Döner im Sofra ist einfach einer der tollsten der Stadt. Ich weiß, das sagt man über viele Döner, insbesondere jene aus der eigenen Ecke, aber ich komme, erstens, gar nicht aus Wedding, sondern aus Mitte und ich vertraue, zweitens, auch auf eine nach der Kindheit (die essensmäßig dem Diktat meiner Mutter folgte) erworbene, mittlerweile 24-jährige Expertise in dieser Angelegenheit. Und wo gibt’s denn bitteschön mageres Fleisch, das man als solches auch erkennt und selbstgebackenes Dönerbrot? Richtig. Fast nirgends. Deshalb ist Sofra einer meiner absoluten Favoriten. Ab jetzt. Ab dem ersten Mal. Keine Eingewöhnung, sondern toll im ersten Anlauf. Drei Euro sind Standard (zumindest in Berlin) und dass da kein Rotkohl drin ist, stört mich, obwohl ich den sehr mag, kein bisschen. Und die Soßen: Die haben Geschmack, der über fettig hinausgeht. Stilecht gab’s Schwarztee dazu.

Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)
Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)

Ich hatte ziemlich großen Hunger, deshalb gab’s zum Nachtisch noch einen Börek mit Fleisch und alleine dafür hätte sich das Kommen schon gelohnt. Natürlich auch selbst gemacht, ordentlich gewürzt, nicht zu viel Hack und – genau – selbstgebacken in selbstgemachtem Teig. Träumchen. Unbedingt empfehlenswert. Einfach mit der U8 zur Pankstraße und drei Minuten die Prinzenallee hoch laufen. Oder hier gucken. Denn das Sofra hat tatsächlich eine Facebookseite.

Und eins noch: Zu meiner zweiten Bestellung gab es ein sehr herzliches Lächeln inklusive. Also vielleicht doch nur etwas sensibel.

SOFRA

Bellermannstr. 99 Ecke Prinzenallee (Gesundbrunnen)

 

Autor: Christoph Knappe, Anschluss-Berlin (Blog)