Engagiert für Natur und Umwelt im Stadtteil

Der Umweltpreis wurde im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße verliehen. Foto: S. Sallmann
Der Umweltpreis wurde im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße verliehen. Foto: S. Sallmann

Scheren sich die Weddinger um die Umwelt? Einige schon – und die tun das mit besonders viel Engagement und Kreativität. Das Bezirksamt hat zwölf dieser Projekte ausgewählt und mit dem Umweltpreis Mitte ausgezeichnet. Die Projekte präsentierten sich am 11. Juni im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße. Wie das Bezirksamt in einer Pressemitteilung zur Preisverleihung bemerkte, waren die 25 Einreichungen durch eine große Vielfalt gekennzeichnet. Von Projekten zur Abfallvermeidung über Schulgärten und Stadtgärtnern bis hin zu künstlerischen Arbeiten war alles vertreten.

Ein Rundgang mit dem Platzdienst vom Leo

Der Platzdienst vom Leopoldplatz
Der Platzdienst vom Leopoldplatz setzt auf Kommunikation und Moderation. Foto: Andrei Schnell

Es ist ein feuchter Nachmittag Ende November. Auf dem hinteren Leopoldplatz stehen Männer in schwere Parkas gewickelt. Sie haben sich getroffen, um statt warmem Tee gemeinsam ein paar kalte Biere zu trinken. Einer bemerkt die Kamera und löst sich aus der Gruppe. Er schnauzt: „Ey, habt ihr uns gefilmt?“ – Trotz des barschen Tones seines Gegenübers lächeln die beiden Mitarbeiter vom Platzdienst: „Nein. Wir haben nur ein Foto von uns selbst gemacht. Nicht von Ihnen.“ Der Platzdienst mit den blauen Wetterjacken dreht seit wenigen Monaten auf dem Leopoldplatz seine Runden. Der Platzdienst wird von der Firma Urbanus Concept betrieben, einem Unternehmen, das sich als Sicherheitsdienst der anderen Art sieht. Der Weddingweiser ist eine Runde mitgelaufen.

Machtablösung im Bezirk

Vier von fünf Stadträten. Von links Ephraim Gothe, Stephan von Dassel, Sabine Weißler, Carsten Spallek. Foto Andrei Schnell.
Vier von fünf Stadträten. Von links Ephraim Gothe, Stephan von Dassel, Sabine Weißler, Carsten Spallek. Foto: Andrei Schnell

Die Kämpfe um die Posten im Bezirk Mitte sind fast beendet. Am 27. Oktober wurde das neue Bezirksamt gewählt. (Das Bezirksamt, das grob als eine Art Bezirksregierung verstanden werden kann, ist nicht zu verwechseln mit dem landläufigen Begriff vom „Amt“.) Es besteht aus fünf Stadträten, die die Bezirkspolitik in Mitte maßgeblich beeinflussen. Welcher der fünf Stadträte den größten Einfluss haben wird, wird sich in den nächsten Jahren erweisen. Hier eine Vorstellung der zukünftig politisch fünf einflussreichsten Menschen in Mitte.

Die Kolumne: Viele Fragen offen

Stattbad TerrasseUngereimtheiten in Sachen Stattbad

Das Stattbad ist dicht. Nach einer anonymen Anzeige und der Begehung durch die zuständigen Stellen des Bezirksamtes wurde der komplette Gebäudekomplex geschlossen. Für die dort arbeitenden Firmen und Künstler eine die Existenz bedrohende Maßnahme. Die beiden Stattbad-Betreiber klagten darüber, „in vollem Umfang attackiert“ worden zu sein. Ihnen allerdings sollte unser Mitgefühl nicht gelten.

Weddingwoche #40: Fragen kostet doch was!

Wann hat sich das Bezirksamt das letzte Mal seinen Internetauftritt „Betroffenenvertretung und Bürgerinitiativen“ angesehen, und ist ihm dabei eventuell aufgefallen, dass die Darstellung zum Teil seit Jahren veraltet ist? Wann hat sich das Bezirksamt das letzte Mal seinen Internetauftritt „Quartiersmanagement im Bezirk Mitte“ angesehen, und ist ihm dabei eventuell aufgefallen, dass die Darstellung seit 2011 veraltet ist? Diese und vier andere Fragen zum teilweise katastrophalen Internetauftritt des Bezirksamtes beinhaltete eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion. Die wurde jetzt vom Bezirksbürgermeister mehr oder weniger ausweichend beantwortet. Ein Dankeschön dafür, dass ein beschämender Zustand erkannt wurde, gab’s nicht. Dafür den Hinweis, dass durch die Beantwortung der Anfrage Kosten in Höhe von 206,40 Euro entstanden sind. Was kostet eigentlich verspielte Glaubwürdigkeit?

Autor: Ulf Teichert

Unsere Kolumne “Weddingweisers Woche” erscheint jeden Samstag in der Bezirksausgabe Wedding des Berliner Abendblatts.

Weddingwoche #30: Die Mauer muss weg!

Wegweiser Richtung WeddingJetzt haben wir den Salat! Da richten wir uns über Jahre in unserem kuschlig-kaputten Wedding ein, beginnen sogar, ihn wirklich ganz doll zu mögen und entdecken immer mehr auch seine liebenswerten Seiten. Die wir natürlich für uns behalten, damit nicht noch mehr gentrifizierendes Fremdvolk diesen einmaligen, schaurig-schönen Bezirk überrollt. Und nun das: Es wird ein Kulturfestival geben, das den Wedding und Moabit für drei Tage im September vereinen soll. Fundamentalisten auf beiden Seiten werden aufheulen und den Tag verfluchen, an dem im Bezirksamt Mitte dieser perfide Plan von einem gemeinsamen Kulturfest ausgeheckt wurde. Mir jedoch gefällt gut, was ich da in der Amtsmitteilung lesen konnte. Dass unter anderem mit dem Stattbad und dem Kulturnetzwerk ausgewiesene Wedding-Enthusiasten ans organisatorische Werk gehen, dass durchs Festival Stadt, Kultur und Nachbarschaft miteinander verbunden werden. Ich bin mir sicher: Wenn gelingt, was da geplant wird, wird’s ein fröhlicher Septemberanfang. Mit alten neuen Nachbarn, die wir danach besser kennen und verstehen. Also: Auf in die Turmstraße…!

Autor: Ulf Teichert

Unsere Kolumne gibt es auch an jedem Wochenende im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.