Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knappHalb­zeit im zwei­ten Lock­down. Wäh­rend die Gewer­be­trei­ben­den in der Mül­ler­stra­ße, im Spren­gel­kiez oder in der Bad­stra­ße mit redu­zier­ten Pro­gramm arbei­ten und teil­wei­se mit gro­ßen finan­zi­el­len Ein­bu­ßen zurecht kom­men müs­sen, ist die Nach­rich­ten­la­ge im Wed­ding sta­bil. Sie­ben Mel­dun­gen sind zwar nicht das gan­ze Gesche­hen, aber eine Aus­wahl ist in die­sen unüber­sicht­li­chen und medi­al dich­ten Zei­ten viel­leicht auch nicht schlecht. Hier ist unsere:

Wedding kurz & knapp

Passt das aktu­el­le Gesche­hen der Woche im Wed­ding in 20 Mel­dun­gen? Alle zwei Wochen ist das beim Zusam­men­stel­len von „Wed­ding kurz & knapp“ die Fra­ge der Fra­gen. Hier kommt die Ant­wort nebst Ergeb­nis der neu­es­ten Nach­rich­ten­schau. Es ist eine Moment­auf­nah­me aus den Berei­chen Poli­tik, Wirt­schaft, Kul­tur, Frei­zeit, Unter­hal­tung – die­ses Mal sogar mit ein wenig Sport und etwas mehr Herbstferienvorschau.

Flohmarkt am Pankeufer auf den Nettelbeckplatz?

Es gibt Floh­märk­te, die sind ech­te Insti­tu­tio­nen und die ste­hen in jedem Rei­se­füh­rer. So wie der Floh­markt im Mau­er­park direkt an der Gren­ze zum Wed­ding, der Scha­ren von Tou­ris­ten aus der gan­zen Welt anlockt. Und dann gibt es immer wie­der die­se Geheim­tipps, die plötz­lich da sind und die mit ihrem beson­de­ren Charme rasch Floh­markt­fans von Temp­fel­hof bis Pan­kow anzie­hen. Zu die­ser Kate­go­rie gehört der Floh­markt am Pan­keufer. Begon­nen hat die­se Wed­din­ger Floh­markt­ge­schich­te vor drei Jah­ren am Ufer der Pan­ke und in den Gerichts­hö­fen. Nur acht Tische stan­den damals idyl­lisch zwi­schen alten Back­stein­bau­ten und Pan­ke­grün­zug. Jetzt steht der drit­te Umzug an.

Straßenumbenennungen: Widerspruch ist teuer!

Maji-Maji-Allee, Anna-Mun­gun­da-Allee, Man­ga-Bell-Platz und Cor­ne­li­us-Fre­de­ricks-Stra­ße statt Peter­s­al­lee, Nach­tig­al­platz und Lüde­ritz­stra­ße? Las­sen wir an die­ser Stel­le die längst abge­schlos­se­ne Dis­kus­si­on über die Not­wen­dig­keit der Umbe­nen­nun­gen von Stra­ßen im Afri­ka­ni­schen Vier­tel ein­mal bei­sei­te. Das Ver­fah­ren ist inzwi­schen fast zum Abschluss gekom­men – der vor­erst letz­te Akt war die Ertei­lung von 127 Wider­spruchs­be­schei­den an Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner. Für die ent­hielt das Schrei­ben des Bezirks­amts vom 22. Dezem­ber eine böse Überraschung.

Engagiert für Natur und Umwelt im Stadtteil

Der Umweltpreis wurde im Schul-Umwelt-Zentrum in der Scharnweberstraße verliehen. Foto: S. Sallmann
Der Umwelt­preis wur­de im Schul-Umwelt-Zen­trum in der Scharn­we­ber­stra­ße ver­lie­hen. Foto: S. Sallmann

Sche­ren sich die Wed­din­ger um die Umwelt? Eini­ge schon – und die tun das mit beson­ders viel Enga­ge­ment und Krea­ti­vi­tät. Das Bezirks­amt hat zwölf die­ser Pro­jek­te aus­ge­wählt und mit dem Umwelt­preis Mit­te aus­ge­zeich­net. Die Pro­jek­te prä­sen­tier­ten sich am 11. Juni im Schul-Umwelt-Zen­trum in der Scharn­we­ber­stra­ße. Wie das Bezirks­amt in einer Pres­se­mit­tei­lung zur Preis­ver­lei­hung bemerk­te, waren die 25 Ein­rei­chun­gen durch eine gro­ße Viel­falt gekenn­zeich­net. Von Pro­jek­ten zur Abfall­ver­mei­dung über Schul­gär­ten und Stadt­gärt­nern bis hin zu künst­le­ri­schen Arbei­ten war alles vertreten.

Ein Rundgang mit dem Platzdienst vom Leo

Der Platzdienst vom Leopoldplatz
Der Platz­dienst vom Leo­pold­platz setzt auf Kom­mu­ni­ka­ti­on und Mode­ra­ti­on. Foto: And­rei Schnell

Es ist ein feuch­ter Nach­mit­tag Ende Novem­ber. Auf dem hin­te­ren Leo­pold­platz ste­hen Män­ner in schwe­re Par­kas gewi­ckelt. Sie haben sich getrof­fen, um statt war­mem Tee gemein­sam ein paar kal­te Bie­re zu trin­ken. Einer bemerkt die Kame­ra und löst sich aus der Grup­pe. Er schnauzt: „Ey, habt ihr uns gefilmt?“ – Trotz des bar­schen Tones sei­nes Gegen­übers lächeln die bei­den Mit­ar­bei­ter vom Platz­dienst: „Nein. Wir haben nur ein Foto von uns selbst gemacht. Nicht von Ihnen.“ Der Platz­dienst mit den blau­en Wet­ter­ja­cken dreht seit weni­gen Mona­ten auf dem Leo­pold­platz sei­ne Run­den. Der Platz­dienst wird von der Fir­ma Urba­nus Con­cept betrie­ben, einem Unter­neh­men, das sich als Sicher­heits­dienst der ande­ren Art sieht. Der Wed­ding­wei­ser ist eine Run­de mitgelaufen.

Machtablösung im Bezirk

Vier von fünf Stadträten. Von links Ephraim Gothe, Stephan von Dassel, Sabine Weißler, Carsten Spallek. Foto Andrei Schnell.
Vier von fünf Stadt­rä­ten. Von links Ephraim Gothe, Ste­phan von Das­sel, Sabi­ne Weiß­ler, Cars­ten Spal­lek. Foto: And­rei Schnell

Die Kämp­fe um die Pos­ten im Bezirk Mit­te sind fast been­det. Am 27. Okto­ber wur­de das neue Bezirks­amt gewählt. (Das Bezirks­amt, das grob als eine Art Bezirks­re­gie­rung ver­stan­den wer­den kann, ist nicht zu ver­wech­seln mit dem land­läu­fi­gen Begriff vom “Amt”.) Es besteht aus fünf Stadt­rä­ten, die die Bezirks­po­li­tik in Mit­te maß­geb­lich beein­flus­sen. Wel­cher der fünf Stadt­rä­te den größ­ten Ein­fluss haben wird, wird sich in den nächs­ten Jah­ren erwei­sen. Hier eine Vor­stel­lung der zukünf­tig poli­tisch fünf ein­fluss­reichs­ten Men­schen in Mitte.

Die Kolumne: Viele Fragen offen

Stattbad TerrasseUnge­reimt­hei­ten in Sachen Stattbad

Das Statt­bad ist dicht. Nach einer anony­men Anzei­ge und der Bege­hung durch die zustän­di­gen Stel­len des Bezirks­am­tes wur­de der kom­plet­te Gebäu­de­kom­plex geschlos­sen. Für die dort arbei­ten­den Fir­men und Künst­ler eine die Exis­tenz bedro­hen­de Maß­nah­me. Die bei­den Statt­bad-Betrei­ber klag­ten dar­über, „in vol­lem Umfang atta­ckiert“ wor­den zu sein. Ihnen aller­dings soll­te unser Mit­ge­fühl nicht gelten.