Mitmachen bei „Mein Wedding 2020“

 

Die Müllerstraße "Mein Wedding 2019" (c) Foto von Susanne Haun

Um ein Haar hätte es die beliebte und etablierte Open Air-Ausstellung „Mein Wedding“ auf dem Mittelstreifen der Müllerstraße in diesem Jahr nicht mehr gegeben – wenn sie nicht auf Privatinitiative hin gerettet worden wäre. Und außerdem gibt es diesmal sogar ein Preisgeld für die drei Gewinner-Entwürfe. Es gibt also viele Gründe, sich über diesen Aufruf zu freuen – und mitzumachen.

Ein Ozean zum Entdecken und Mitmachen

Blick in die Ausstellungshalle des Kindermuseums. (c) Labyrinth Kindermuseum Berlin, Foto: Ragnar Schmuck

Das Labyrinth Kindermuseum in der Osloer Straße 12 ist im Meer versunken. Die große Ausstellungshalle, einst eine Fabrik für Zündholzmaschinen, ist blau gestrichen worden. Bis fast zur Decke reicht das Wasser aus blauer Farbe. Darin tummelt sich ein riesiger Wal. Doch das ist nicht das einzige Tier in der neuen Ausstellung „Natürlich heute! Mitmachen für morgen“. Im ältesten Kindermuseum Berlins hat kürzlich eine neue Erlebnisausstellung für Kinder eröffnet. Bis August 2021 können Drei- bis Elfjährige in den Ozean eintauschen, im Wald spazieren gehen und ganz viel ausprobieren und lernen.

2 Tage Wedding 2019: Kulturfestival abseits vom Mainstream

Kunstpostkarte für das Kulturfestival
Kunstpostkarte vom Nordufer

Um den Wedding in seiner ganzen kulturellen Vielfalt kennenzulernen, sollte man sich das Wochenende am 7. und 8. September 2019 freihalten. Das von Künstlern und Gewerbetreibenden selbst organisierte Kulturfestival „2 Tage Wedding“ findet zum vierten Mal statt. Wer Zeit und Interesse hat, kann in Ruhe abseits des Mainstreams Kiezkultur im Wedding tanken oder sich kulinarisch verwöhnen lassen. Wir haben die Höhepunkte einmal Kiez für Kiez zusammengefasst.

Was, wann, wo Wedding (17. Woche)

Foto: S-Bahn-Museum

Das letzte Aprilwochenende und ein Feiertag nächste Woche stehen vor der Tür. Ein besonderes Highlight findet am Montag statt: eine kostenlose Führung und eine Filmvorführung in der Kletterhalle Magic Mountain im Rahmen der Reihe „Süß + Salzig“. Außerdem leuchtet der Schriftzug „Gesundbrunnen“ vom früheren S-Bahnhof wieder, und das nur am Samstag!

69. Berlinale in der neuen Betonhalle im silent green Kulturquartier

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke
69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

Wer die Berlinale ohne Anstehen und feste Vorstellungszeiten besuchen möchte, der kann noch bis zum 17. Februar bzw. 9. März in der fertiggestellten Betonhalle des silent green Kulturquartier, Gerichtstr. 35, das 14. Forum Expanded: ANTIKINO (THE SIREN’S ECHO CHAMBER) genießen. Die Ausstellung und das Screening im Rahmen der 69. Berlinale bereichern die Kulturwelt des Weddings.

Kurze und langfristige Hilfe bei drohender Obdachlosigkeit

Leopoldplatz, Simit Evi, hier findet die Suppenküche am 7.11.18 statt, Foto von Susanne Haun
Hier findet die Suppenküche am 7. November statt,;Foto:  Susanne Haun

Am Mittwoch, den 7. November findet auf dem Platz vor dem Simit Evi in der Müllerstr. 147 ab 14 Uhr eine Suppenküche statt. Organisiert haben diese Verkostung die beiden Künstlerinnen Susanne Haun und Gabriele D.R. Guenther im Rahmen ihrer Ausstellung Querbrüche Obdachlos, der Weddingweiser berichtete bereits. Özlem Özmen-Eren, die Besitzerin des Simit Evi hat den beiden für diese Aktion ihre Küche und den Vorplatz vor dem Café zur Verfügung gestellt.

Obdachlos – eine Ausstellung mitten im Wedding

Einer der vielen leerstehenden Läden rund um die Müllerstraße (c) Foto von Susanne Haun
Einer der vielen leerstehenden Läden rund um die Müllerstraße – doch eine Zwischennutzung für die Ausstellung war nicht möglich. Foto: Susanne Haun

Obdachlosigkeit gehört auch im Wedding dazu, die Obdachlosen vom Leopoldplatz erinnern jeden Tag daran. Doch gesprochen wird über dieses Thema selten. Nach langer Planung findet am 2. November ab 19 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Querbrüche – Obdachlos“ im Café Motte  statt.  Die Organisation der Ausstellung war nicht einfach, umso mehr freuen sich die beiden Künstlerinnen über die Hilfe vom Bezirk Mitte.