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Das Wichtigste der Woche im Wedding

Foto: Samu­el Orsenne

Im Moment wird unser aller Leben ganz schön durch­ein­an­der­ge­wir­belt. Schließ­lich gibt es kaum noch ande­re Nach­rich­ten als die, die sich um die Aus­wir­kun­gen des Shut­downs in Ber­lin dre­hen. Scheib­chen­wei­se wird das öffent­li­che Leben her­un­ter­ge­fah­ren, Eltern mit Kin­dern in die Woh­nun­gen ver­bannt und das Geschäfts­le­ben auf das Not­wen­digs­te redu­ziert. Für Gas­tro­no­men ist jetzt die Umstel­lung auf Take-away und Lie­fer­ser­vice angesagt. 
Das Kul­tur­le­ben ist voll­stän­dig zum Erlie­gen gekom­men. Das ist gra­vie­rend und für vie­le Kul­tur­ein­rich­tun­gen und Selbst­stän­di­ge exis­tenz­be­dro­hend. Immer­hin ent­ste­hen aus die­ser Not her­aus auch gute Ideen, wie Live-Streams bei­spiels­wei­se der Kiez­poe­ten und der Brauseboys.Wir hal­ten euch dazu auf dem Blog auf dem Lau­fen­den, wo wir schon vie­le Ideen in der Pipe­line haben. Unter ande­rem könnt ihr euch auf eine Fort­set­zungs­ge­schich­te freuen.

Doch was ist mit Hilfs­be­dürf­ti­gen? Inzwi­schen wur­de der Publi­kums­ver­kehr im Amt für Sozia­les Mit­te in den Räu­men des Rat­hau­ses Wed­ding ein­ge­schränkt, und zwar vor­aus­sicht­lich bis zum 19. April 2020. Eine Sprech­stun­de ist von Mon­tag bis Frei­tag täg­lich in der Zeit von 9 bis 11 Uhr ein­ge­rich­tet für:
• Fäl­le von Mit­tel­lo­sig­keit und
• aku­te Fäl­le von Wohnungsnot/Obdachlosigkeit zur Unter­brin­gung in einer Unterkunft
Die Sprech­stun­de fin­det in den Räu­men der Bezirks­ga­le­rie im Erd­ge­schoss des Rat­hau­ses Wed­ding in der Mül­ler­stra­ße 146 statt (Ein­gang von außen).

Auch Tages­stät­ten und Not­un­ter­künf­te wie “Evas Hal­te­stel­le” sehen sich in die­sen Tagen einer beson­de­ren Rat­lo­sig­keit aus­ge­setzt. Die Ange­bo­te sind bereits begrenzt und es steht in Fra­ge, in wie fern der all­täg­li­che Betrieb auf­recht­erhal­ten blei­ben kann.

Die Aus­ga­be­stel­len der Ber­li­ner Tafel im Rah­men von “LAIB UND SEEL” sind geschlos­sen, aber die Tafel arbei­tet an einem Kri­sen­plan. “Jede hel­fen­de Hand wird gebraucht”, schreibt der Ver­ein auf sei­ner Web­site.

Es gibt aber auch ein­fach älte­re Mit­bür­ger, chro­nisch Kran­ke, behin­der­te Men­schen – viel­leicht sogar in eurem Haus? Im Moment orga­ni­sie­ren sich vie­le Nachbar:innen über Platt­for­men, die ver­su­chen, Hil­fe­leis­ten­de und Hilfs­be­dürf­ti­ge mög­lichst opti­mal zu ver­net­zen. Die inter­es­san­tes­te dürf­te “Wed­ding Soli­da­risch” sein, die sich bei uns auf dem Blog selbst vor­ge­stellt hat.

Unsere Corona-Blogschau

Wie vie­le arbei­ten eigent­lich im Home Office? Wir haben unse­re Leser:innen gefragt!

Wie umge­hen mit der Coro­na-Kri­se? Gedan­ken unse­rer Autorin Charleen.

Und ein biss­chen Spaß muss trotz­dem sein.

Kita zu – und jetzt?

Tage­buch aus der Quarantäne

Aus gege­be­nem Anlass: Von uns allen wird nun vor allem Acht­sam­keit und Soli­da­ri­tät ver­langt. Durch die­se Zeit beglei­ten wir die Men­schen im Wed­ding. Mit Arti­keln, Ser­vice­bei­trä­gen und ganz kon­kre­ten Tipps, die der Ver­ein­sa­mung, Ver­un­si­che­rung und auch Falsch­in­for­ma­ti­on ent­ge­gen­wir­ken sol­len. Denn in solch außer­ge­wöhn­li­chen Situa­tio­nen kann Bericht­erstat­tung einen beson­ders wich­ti­gen Bei­trag leis­ten. Wir neh­men den Coro­na-Virus ernst und erken­nen die indi­vi­du­el­len Her­aus­for­de­run­gen, die alle Kon­se­quen­zen mit sich zie­hen. Trotz­dem raten wir dazu, den Ent­schei­dun­gen der Bun­des­re­gie­rung zu fol­gen und sozia­le Kon­tak­te und Akti­vi­tä­ten soweit wie mög­lich ein­zu­schrän­ken. Hier fin­det ihr unser Statement. 


Nur Coro­na macht einen auch irgend­wann bal­la bal­la im Kopf. Den­ken wir schon jetzt an den Herbst. Dann soll es wie­der eine Open Air-Aus­stel­lung auf dem Mit­tel­strei­fen der Mül­ler­stra­ße geben. Und das Bes­te ist: Jeder kann mitmachen!

Preu­ßi­sche Spi­ri­tuo­sen­ma­nu­fak­tur. Das klingt nach Tra­di­ti­on und Geschich­te und in die­sem Fal­le Gin. Die­ser wur­de nicht erst vor eini­gen Jah­re von eini­gen Mit­te­hip­s­tern erfun­den, son­dern Mit­te des 17. Jahr­hun­derts vom deut­schen Arzt Franz de le Boë in den Nie­der­lan­den. (Quel­le) Der ers­te deut­sche Gin ent­stand dage­gen 1874 in einer Ber­li­ner Destil­le und seit 2005 wird die dama­li­ge Gin-Rich­tung, denn es gibt hun­der­te, wie­der in Ber­lin, genau­er an der See­stra­ße in der Spi­ri­tuosn­ma­nu­fak­tur gebrannt. Über 60 Sor­ten wer­den hier mitt­ler­wei­le her­ge­stellt. Nicht nur Gin, son­dern bei­spiels­wei­se auch Vod­ka. Die Wie­ge des Gin in Wed­ding. Füh­run­gen gibt es auch, momen­tan natür­lich nicht.

Sel­ber kochen ist ja momen­tan gezwun­ge­ner­ma­ßen wie­der ange­sagt. Neben Gewür­zen darf zu einem lecke­ren Essen meist auch Salat nicht feh­len. Damit die­ser nicht immer auf gro­ßen Fel­dern ange­baut, geern­tet und in die Stadt gebracht wird ent­stand die Idee des Ver­ti­cal Far­ming. “Pflan­zen tief unten im Kel­ler, alten Lager­hal­len oder auf Hoch­haus­dä­chern? Los­ge­löst vom Mut­ter­bo­den, unab­hän­gig von Wit­te­rung und Flä­che bie­tet Hydro­po­nik eine Ant­wort auf die Fra­ge „Was essen wir zukünf­tig?“ […]. Das Lebens­mit­tel­ma­ga­zin hat sich solch eine “Farm” ein­mal ange­schaut und wie soll­te es anders sein, die­se liegt im Wedding.

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

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