Weddingmelder-Wochenschau #3/18

Amma65
Das Amma65 in der Amsterdamer Straße Ecke Malplaquetstraße. Foto: Toni Karge

Guten Morgen. Kurzer Blick aus dem Fenster, ob über Nacht das Haus unterm Bett weg verkauft wurde. Nein, die Gnadenfrist läuft also noch. Die lässt sich mit der Wochenschau nutzen, die nach Friedrichshain-Kreuzberg blickt. Wenn dort in einem Milieuschutzgebiet ein Mietshaus verkauft wird, dann prüft der Stadtrat genau, ob er ein so genanntes Vorkaufsrecht nutzen soll. Bereits mehrmals hat er auf diese Weise Immobiliendeals platzen lassen. In Mitte hätte das Mietshaus in der Weddinger Amsterdamer Ecke Malplaquetstraße Premiere sein können. Doch geplatzt ist bloß der Traum der Bewohner des Haues. Im Wedding bleibt Geschäft eben Geschäft. Denn der Investor, die Mähren AG, hat eine Abwendungserklärung unterschrieben, wie das Bezirksamt erklärt. Was das nun wieder ist und die Vorgeschichte dazu und überhaupt alles erklären wir am Montag. Bis dahin: was war sonst noch so im Wedding los?

Weddingmelder-Wochenschau #2/18

Vineta-Grundschule. Foto: Dominique Hensel
Nachmittags „Volkslehrer“, vormittags Grundschullehrer an der Vineta-Grundschule. Foto: Andrei Schnell

Guten Morgen liebe Weddinger, wünscht der Weddingmelder. Gleich ein paar schlechte gute Morgen scheint der selbsternannte „Volkslehrer“ gehabt zu haben. (Weniger bekannt als Nikolai N.). Tagsüber lehrt er in der Vineta-Grundschule am Gesundbrunnen. Ob Rahmenlehrplan, Grundgesetz oder der „rassistische Tagesspiegel“ – über vieles verbreitet er abends die wahre Wahrheit. Also die Wahrheit, die jetzt wirklich stimmt. Dazu nutzer seinem YouTube-Kanal, bei dem fast 7.000 Wissbegierige lauschen. Endlose Monologe (geübt in jahrelangem Frontalunterrricht wie in der guten alten Zeit?) schrecken sie nicht ab. Die fast 60 Filmchen haben nun ihrerseits der Senatsverwaltung für Bildung ihre Morgen verdorben. Sie hat Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Nachzulesen bei Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Morgenpost. Wobei rbb24 sagt, wie man Verschwörungstheorien wieder los wird.  – Und sonst so …

Weddingmelder-Wochenschau #1/18

Eine Woche Silvester: Sobald die ersten Feuerwerkskörper verkauft werden, rummst es bis weit nach Neujahr im Wedding. Doch war es dieses Jahr auch so? Gefühlt gab es in diesem Jahr weniger Geknalle. Wie habt ihr es erlebt? – Die ersten Nordmänner harren schon am Straßenrand der Abholung. „Und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder“, heißt es im NDW-Song der Fehlfarben. Dieser besungene Tag ist dieses Jahr im Ortsteil Wedding der 10. und 17. Januar, im Ortsteil Gesundbrunnen der 12. und 19. Januar. Und was macht die BSR mit den rund 350.000 abgetakelten Tannen? Grüne Energie. Und sonst? Es steht in der Wochenschau.

Ein Auf und ab: Das Jahr 2017 im Wedding

Bunter Wedding: Farbbeutel fliegen auf neue Fassaden. Lebendiger Wedding: Ob Droschkenpferde, ein Designmarkt oder Honigbienen, alles ist bei uns in Bewegung. Glanzvoller Wedding: Die Berlinale, der neue Zeppelinplatz oder ein Kulturfestival, unser Stadtteil braucht sich nicht zu verstecken. Schließlich scheint der Rathausvorplatz, der weiterhin keinen Namen haben wird, noch vor dem BER fertig zu werden.

Das Jahr aus Sicht der Brauseboys (Teil 2)

Blick auf die Müllerstr. Foto: D_Kori

In ihrem zwölften Jahresrückblick stellen die Brauseboys erstmals positive Nachrichten ins Zentrum: Berlin hat neue Pandas! Orkantief Xavier sorgt für Vollbeschäftigung in der Forstwirtschaft! Air Berlin senkt seine Klima-Emissionen auf Null! Trumps Frisur hat das ganze Jahr gehalten! Weder er noch Kim Jong-Un haben den 3. Weltkrieg begonnen! Noch nie wollten so viele Parteien in Deutschland nicht regieren! Im zweiten Teil präsentieren wir hier Texte aus dem Herbst und dem Winter.

Das Jahr aus Sicht der Brauseboys (Teil 1)

Frühling im Wedding

In ihrem zwölften Jahresrückblick stellen die Brauseboys erstmals positive Nachrichten ins Zentrum: Berlin hat neue Pandas! Orkantief Xavier sorgt für Vollbeschäftigung in der Forstwirtschaft! Air Berlin senkt seine Klima-Emissionen auf Null! Trumps Frisur hat das ganze Jahr gehalten! Weder er noch Kim Jong-Un haben den 3. Weltkrieg begonnen! Noch nie wollten so viele Parteien in Deutschland nicht regieren! Im ersten Teil präsentieren wir hier Texte aus dem Frühling und Sommer.

Weddingmelder Wochenschau #41/17

Spielen auf eigene Gefahr
Spielen auf eigene Gefahr. Manno, warum soll man selbst auf sich aufpassen?

Es ist eigentlich zu dumm, dass nicht andere für einen lernen können. Und auch Verantwortung soll man selber tragen. Wirklich zu blöd. Ja muss man denn alles alleine machen? Ach, wie schön war es doch während der Schulzeit. Da war wenigstens der Lehrer schuld, wenn man nix kapierte. Aber im Wedding ist es wie im richtigen Leben: Es kommt immer auf einen selber an. Was zum Beispiel in den letzten Tagen zu lernen war und was in der nächsten Woche zu lernen sein wird, das steht im Weddingmelder.

Weddingmelder Wochenschau #40/17

Ast abgebrochen
Xavier bricht einen Ast vom Baum. Foto: Andrei Schnell

Irgendwie auch gemütlich. Man liest den Kindern gerade „Robinson Crusoe“ vor, wie das Schiff wie ein Nussschale hüpft, die Rah bricht und der Kaventsmann alles und alle über Deck schmeißt. Und dann schauen die Kleinen aus dem Fenster: „So wie bei dem Baum, wo gerade der Ast abbricht?“ – „Ja, genau so. Aber jetzt mache ich uns erst einmal einen Tee, aber Euren ohne Rum!“ Wie es anderen Weddingern mit Xavier erging, verraten diese Kommentare auf Facebook. Was sonst noch wichtig war und wird, das steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #39/17

Erdrutsch
So sieht ein Erdrutsch aus. Foto: Wikimedia

Alt und neu. Eben noch war alles gemütlich, plötzlich kommt alles ins Rutschen. Gerade noch war der Wedding einfach bunt, nun zeigt sich nach dem Wahlabend eine unschöne weitere Farbe. Alt auch: Man sagt nicht mehr Armut. Erklärte jemand, der sich engagiert um Arme kümmert. Du Armer, du, das sei nicht nett. Dafür müsse man freundlichere Worte finden. Klingt einleuchtend. Obwohl es natürlich besser wäre, statt der Worte die Haltung zu ändern. Die wäre bei richtigen und bei falschen Worten gleichermaßen zu spüren. Dumm wäre es ja, wenn der Arme zwar korrekt angeredet wird, aber gar nicht merkte, dass er gemeint ist. Denn dann freuen sich nach Bundestagswahlen jene, die ohne Umschreibung sagen, was sie meinen. Und wer zeigte nun zuletzt Haltung? Und wie? Es steht im Weddingmelder.