WWW – Das Wichtigste der Woche im Wedding

Foto: Lucas Gerrits

Gelb stinkt nicht, schreibt die BVG auf ihre Elektrobusse, aber ihre Beschäftigten fordern auch bessere Bezahlung. Dafür haben sie am Freitag gestreikt, was die Weddinger genutzt haben, um Fahrgemeinschaften zu bilden, mit der S-Bahn oder mit dem Fahrrad zu fahren. Oder ganz relaxed zu Hause zu bleiben – und wie es ein Tweet ausdrückte: „Die Stimmung war so entspannt wie bei einem Reggae-Festival.“ Zuvor waren am Mittwoch schon die städtischen Kitas und Schulen bestreikt worden.

Kurz gemeldet

Ebenfalls entspannt, weil wenig überraschend: Das Finanzamt Wedding betreut weniger als fünf Personen mit einem Jahreseinkommen von mehr als 500 Millionen Euro. Allerdings gibt es in ganz Berlin 489 Wohlhabende dieser Größenordnung. Nun, wir haben dafür Reichtum auf anderen Ebenen.

Die Bild-Zeitung hatte ihren Aufreger im Wedding, weil sich ein Polizist  etwas vom Dönerladen geholt hat. Leider blockierte er dafür einen Behindertenparkplatz am Leo.

Wenn, ja wenn der Flughafen BER dann eines Tages eröffnet, kann es nach Ablauf von 6 Monaten Übergangszeit auch auf dem Flughafengelände Tegel losgehen. Die Gelder hat der Senat schon mal verplant, dann soll der Kutschi zu einem würdigen Eingang für das neue Kurt-Schumacher-Quartier umgestaltet werden. Für den Wedding mindestens genauso wichtig: Die Beuth Hochschule soll ein zweites Standbein im Flughafenterminal bekommen, um die Raumnot im Wedding zu lindern.

Keine gute Nachricht für Fans von Live-Musik: Die Nussbreite, betrieben von einem Freundeskreis, hat Ärger mit fehlendem Lärmschutz, nachdem es eine Beschwerde gegeben hat, wie der Tagesspiegel meldet. Der Mietvertrag für die Musikkneipe in der Seestraße 106 läuft im Herbst ohnehin aus, aber vielleicht bereitet die fehlende Livemusik-Genehmigung der gemütlichen Konzertkneipe schon vorher den Garaus.

Kein Sommer ohne den Weddingmarkt auf dem Leopoldplatz: Bis zum 4. März können sich Interessenten für einen Marktstand (Kunst und Design oder Food) bewerben.

Im Möwensee im Volkspark Rehberge scheinen sich viele Fische zu tummeln, jedenfalls wird dort wild geangelt. Dagegen möchte nun die SPD vorgehen, meldet die Berliner Woche.

Die Künstlerinnen und Künstler in den Gerichtshöfen hatten befürchtet, dass sie für den Bau von Studentenappartements weichen müssen – diese Gefahr ist nach dem gescheiterten Mediationsverfahren nun gebannt. Erst mal, wie die Berliner Woche erklärt. Die Wohnungen im Bestand, teils mit Ofenheizung, werden saniert.

Wie sich Vonovia-Mieter im Wedding organisieren, zeigt ein Artikel im Mieter-Echo. Auch das Berliner Abendblatt berichtet darüber.

Zum 39. Mal findet ein Boxturnier am Gesundbrunnen statt, das der Berliner Boxverband e.V. ausrichtet. An diesem Wochenende finden die Qualifikationen in der Böttgerstr. 8 statt. Einlass ist ab 11 Uhr. Schon viele spätere Box-Talente sind bei diesem Nachwuchsturnier angetreten.

Twitter-Bilder der Woche

Pinnwand der Woche

In unserer Facebookgruppe Weddingweiser-Pinnwand mit über 11.000 Mitgliedern werden immer wieder von den Nutzern angestoßene Diskussionen geführt. Eine Collage von Erdgeschoss-Wohnungsbildern drehte sich beispielsweise um die Frage, was wichtiger ist: ein einladendes Erscheinungsbild oder der Schutz vor ungewollten Blicken in die Wohnungen.

Und auf dem Weddingweiser?

Wir haben die Fusion von japanischer und libanesischer Küche im O-Slow genossen.

Seit über 40 Jahren gibt es die Töpferei Schwarz im Wedding – nun in Gemeinschaft mit Antares Keramik. Fast wäre der Traditionsbetrieb verschwunden. Warum, steht hier.

Die spektakuläre Betonhalle im silent green-Kulturquartier, einst eine Leichenschauhalle, hat pünktlich zur Berlinale eröffnet, mit einer sehenswerten Ausstellung, die unsere Autorin besucht hat.

Die Gerichtstraße 23 ist einer der wenigen Orte in Berlin, wo noch Platz für Kreative ist.

Wann wird eigentlich der auf der Westseite schon fertiggestellte Louise-Schroeder-Platz offiziell wiedereröffnet? Oder haben wir da eine Eröffnungsfeier verpasst?

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