WWW – Das Wichtigste der Woche im Wedding

BVG Busbetriebshof. Entworfen von Jean Krämer. Foto Joachim Faust.Meist ver­lässt man den Wed­ding ja ungern, und dann möch­te man auch schnell wie­der zurück. Damit das bald noch schnel­ler geht, hat die BVG am Mon­tag ihre neue App „Jel­bi“, abge­lei­tet vom Ber­li­ne­ri­schen „Jelb“, für Gelb, im Bus­be­triebs­hof Mül­ler­stra­ße ange­kün­digt. Eine ein­zi­ge App für Leih­rad, Rol­ler, Bus, Bahn, Car­sha­ring soll es wer­den. Wir sind gespannt, ob es pünkt­lich zum Som­mer fer­tig wird, oder sich verspätet. 

Kurz gemeldet

Was wur­de eigent­lich aus dem “Hor­ror­haus” Kame­ru­ner Str./Lüderitzstr.? Erst mal steht es leer, mel­det das Abend­blatt. Und bleibt unbe­wohn­bar. Am 1. Juni soll nun der Nach­tig­al­platz umbe­nannt wer­den, und zwar in Man­ga-Bell-Platz. DIe Hin­ter­grün­de und auch, war­um es Wider­stand dage­gen gibt, stand im Leu­te-News­let­ter des Tages­spie­gels. Bis zum 15. März kön­nen Anwoh­ner Wider­spruch einlegen.  Wer sich im Win­ter nicht in das kal­te Was­ser des Plöt­zen­sees traut, eini­ge tun es unbe­irr­bar, der könn­te viel­leicht Ende des Jahrs im Frei­bad­be­cken des Kom­bi­bads See­stra­ße unter einem bis dahin errich­te­ten Trag­luft­dach schwim­men gehen. Die Kos­ten belau­fen sich rund 4 Mil­lio­nen Euro, zusam­men mit einem neu­en über­dach­ten Becken im Prin­zen­bad in Kreuz­berg, mel­det der Tages­spie­gel. Eine Licht­in­stal­la­ti­on könn­te dem Besu­cher dann doch noch die Illu­si­on eines Ster­nen­him­mels näher­brin­gen. Das Schwim­men lernt man meist in der Schu­le erst so rich­tig, und gera­de da haben die Wed­din­ger Kids, laut der Ein­schu­lungs­un­ter­su­chun­gen für 31.479 Kin­der, so ihre Pro­ble­me, wie das Abend­blatt mel­det. Sowohl in der Moto­rik als auch in den mathe­ma­ti­schen Fähig­kei­ten hapert es momen­tan. Ber­lin­weit besit­zen ein Vier­tel der Kin­der im Vor­schul­al­ter bereits ein Han­dy oder Tablet, in Wed­ding sind es sogar 31% – das Neu­land ist hier unbe­kannt. Wäh­rend drau­ßen der Früh­ling hal­lo sag­te, kämpf­ten am Wochen­en­de beim „39. Gesund­brun­nen-Boxen“ Teams aus ganz Ber­lin und sogar aus Han­no­ver in der Hal­le in der Bött­ger­stra­ße um den Sieg nach Punk­ten oder durch K.O. Die­ses Wochen­en­de geht es wei­ter mit den Finalkämpfen. 
Foto: Andaras Hahn
Aber ohne Mampf kein Kampf: Gemein­sa­mes Kochen und Mit­tag­essen im Spren­gel­Haus, Spren­gel­str. 15: ““Jeden Diens­tag am Vor­mit­tag (etwa 10:00) tref­fen wir uns zur gemein­sa­men Vor­be­rei­tung (Gemü­se waschen, schnib­beln …) Auch hier kann Jede/r kom­men und mit­hel­fen. Geges­sen wird dann am Mitt­woch um 12.00 Uhr. Es gibt auch immer einen Salat und eine Nach­spei­se. Kosten:3,50 € (wer gera­de knapp bei Kas­se ist, wird ein­ge­la­den).” Das Gegen­teil von ein­la­dend brei­tet sich dem­nächst in der Gericht­stra­ße 48/49 aus. Hier ent­ste­hen neue Büro- und Geschäfts­flä­chen direkt neben dem alten Post­ge­bäu­de. Und ver­wan­deln die Gegend bis zum Bahn­hof Wed­ding lang­sam in ein cha­rak­ter­lo­ses Are­al. Erst mal müs­sen zehn Bäu­me für die Tief­ga­ra­ge wei­chen.

Was war los im WWWedding?

Der Bär war los. Also der Ber­li­na­le-Bär. Wie schon in den Jah­ren davor, hat auch das City Kino-Wed­ding wie­der mit­ge­macht. Was in unse­rer auf Face­book-Pinn­wand pas­siert, weiß der BND bestimmt auch ohne Zutun, seit zwei Wochen ist er nun auch offi­zi­ell vor den Toren Wed­dings mit sei­ner Zen­tra­le ansäs­sig. Als „Schieß­schar­ten“ wird die­ser Aus­wuchs von Archi­tek­tur auch ger­ne beti­telt, aber wir Wed­din­ger kön­nen da optisch lei­der noch eins drauf set­zen. Die Asso­zia­ti­on zu ver­ti­ka­len Con­tai­ner­dör­fern ist lei­der nicht weit hergeholt. 
Wir haben immer noch Win­ter, aber seit Valen­tins­tag star­tet der Früh­ling eine Wet­ter­of­fen­si­ve mit Son­ne satt. Wir Wed­din­ger zeig­ten uns aller­dings wie immer unbein­druckt vom Lie­bes­ge­döns der Schnitt­blu­men-Indus­trie. War’s ein­fach zu viel des Guten, oder hat sich da jemand nur in der Far­be geirrt? 
Der Wed­ding kommt halt nie. Was war sonst? Ach, der BVG-Streik. Der Wed­ding ist auch zu Fuß eine Augen­wei­de und zeigt sich solidarisch. 
Mit dem Pia­no­sa­lon Chris­to­pho­ri ist der viel­leicht unge­wöhn­lichs­te Kon­zert­ort in Ber­lin ent­stan­den. Zwi­schen his­to­ri­schen Kon­zert­flü­geln fin­den mehr­mals pro Woche hoch­ran­gig besetz­te Auf­füh­run­gen statt. Hier eine Impres­si­on eines Besu­chers kurz vor dem Konzert: 
Ihr lest ger­ne den Wed­ding­wei­ser? Wir arbei­ten stän­dig wei­ter an neu­en Tex­ten, grei­fen Ent­wick­lun­gen im Wed­ding auf und blei­ben an bestimm­ten The­men dran. Damit uns das auch in Zukunft gelingt, sind wir nicht nur auf die treue Leser­schaft ange­wie­sen. Son­dern auch auf ein biss­chen Geld: 90 Men­schen unter­stüt­zen uns bereits, und wir hof­fen, dass es noch mehr wer­den. Wie es geht, steht hier. 

Tipps

Die Oscars kom­men in den Wed­ding – zumin­dest auf die Lein­wand. Die­sen Hin­weis und vie­le mehr ste­hen in unse­rem Ver­an­stal­tungs­ka­len­der. Ein beson­de­rer Tipp ist die Aus­stel­lung News from Home im Mirage.

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

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