Weddingwoche #41: Einig Weddingland

Jüngst for­der­ten die Autoren Özlem Top­çu und Bernd Ulrich in einem Zeit-Arti­kel von der neu­en Bun­des­re­gie­rung, Deutsch­land zu einem ech­ten Ein­wan­de­rungs­land zu machen. Deutsch­land, so heißt es dar­in, wird jähr­lich 400 000 Ein­wan­de­rer benö­ti­gen, um sein wirt­schaft­li­ches Niveau hal­ten zu kön­nen. Gefor­dert wird ein gesell­schaft­li­cher Kli­ma­wan­del, der Migra­ti­on nicht als Pro­blem betrach­tet, son­dern als Chan­ce. Es lohnt sich, die Fra­ge zu stel­len, wel­che Rol­le der Wed­ding in die­sem ver­än­der­ten Deutsch­land künf­tig spie­len kann. Gera­de Stadt­tei­len wie dem Wed­ding, wo rund die Hälf­te der Bevöl­ke­rung einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund besitzt, könn­te mit­tel­fris­tig ein Modell- und Vor­bild­cha­rak­ter für das rest­li­che Land zukom­men. Der ers­te Schritt wäre auch hier, den Wed­ding nicht als einen Pro­blem­be­zirk zu betrach­ten, son­dern als hoff­nungs­vol­le Chan­ce auf ein neu­es deut­sches Selbstverständnis.

 

Unse­re Kolum­ne “Wed­ding­wei­sers Woche” erscheint jeden Sams­tag in der Bezirks­aus­ga­be Wed­ding des Ber­li­ner Abendblatts. 

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