Weddingwoche #35: Traumwohnung

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Umgezogen / UmzugDas Wort Traum­woh­nung bekommt in die­sen Tagen eine ganz neue Bedeu­tung. Es geht nicht mehr dar­um, etwas traum­haft Schö­nes zu fin­den. Statt­des­sen wäre es schon ein Traum, über­haupt noch eine Woh­nung zu bekom­men. Bereits kurz nach­dem ihre Anzei­ge im Inter­net stand, bekam eine Freun­din, die einen Nach­mie­ter für ihre Woh­nung im Brüs­se­ler Kiez such­te, dut­zen­de Mails im Ton eines Bewer­bungs­schrei­bens. Bei der Besich­ti­gung, berich­te­te sie mir spä­ter, habe sie dann etli­che Lei­dens­ge­schich­ten von Suchen­den gehört. Zum Bei­spiel erzähl­te ihr eine Frei­be­ruf­le­rin, wie schwie­rig es für sie sei, etwas zu fin­den, weil sie kein gleich­blei­bend hohes Ein­kom­men nach­wei­sen kann.

Im Wed­ding, dem eins­ti­gen Eldo­ra­do für Woh­nungs­su­chen­de, haben sich wie in der gan­zen Innen­stadt die ver­trau­ten Regeln geän­dert. Hat­te man sich frü­her damit arran­giert, nicht im ange­sag­ten Sze­ne-Kiez zu leben, wur­de man mit einer güns­ti­gen Mie­te belohnt und hat­te eine rela­tiv gro­ße Aus­wahl. Und heu­te? Rien ne va plus, nichts geht mehr. Wer jetzt noch kei­ne Woh­nung hat, so scheint es, der bekommt auch kei­ne mehr, auch nicht im Wed­ding. Und auch die Woh­nung mei­ner Bekann­ten ist inzwi­schen ver­ge­ben. Wer eine Woh­nung sucht, träumt am bes­ten weiter.

3 Comments

  1. Also, unse­re Nach­bar­woh­nung (vor ein paar Jah­ren saniert, Dach­ter­as­se, bes­te Lage am Nord­ufer) ist der­zeit frei. Ich wer­de mich aber hüten, den genau­en Ort zu ver­ra­ten – es ist gera­de so schön ruhig hier …

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