Mehr Digitalisierung für die Müllerstraße?

Berlin - Wedding - Muellerstrasse (c) Foto von Susanne Haun
Müllerstraße offline. Foto: Susanne Haun

Brauchen die Händler in der Müllerstraße eigene Internetseiten? Sollten sie in den sozialen Medien präsenter sein, um ihre Kunden besser zu erreichen? Die Standtortgemeinschaft Müllerstraße beschäftigt sich in diesem Jahr mit dem Thema Digitalisierung. Neben dem monatlichen Händlerfrühstück ist jetzt ein erster Workshop geplant. Händler, aber auch interessierte Kunden sind dazu eingeladen.

Der Müll im Wedding muss einfach weg!

Strohhalme sind für den kleinen Weddinger nur npch Müll. Foto: Hensel
Strohhalme sind für den kleinen Weddinger nur noch Müll. Foto: Hensel

Kolumne „Möchtest Du einen Strohhalm“, fragte die nette Kellnerin den kleinen Weddinger und stellte das Glas mit dem Ginger Ale vor ihm ab. Wir saßen am Wasser, die Sonne lachte uns an, wir waren in Kuchenstimmung. Strohhalm gehört auch beim kleinen Weddinger stets zum Getränk. Doch er zeigte plötzlich sein entsetztes Gesicht. Einen Strohhalm will er natürlich nicht. Nein, auf keinen Fall will er einen Strohhalm! Seit ich neulich vom Workshop im Baumhaus erzählte, durchlebt er die verschiedenen Phasen einer Müllphobie. Strohhalm ist gestrichen.

Für junge Leute: 3D-Drucker ausprobieren

3D Drucker in der Schillerbibliothek ausprobieren. Foto Stadtbibliothek Mitte.
3D Drucker in der Schillerbibliothek ausprobieren. Foto Stadtbibliothek Mitte.

„Tea, Earl Grey, Hot“, sagt Jean-Luc Picard regelmäßig in der Fernseh- und Kinoreihe Star Trek. Und ein Kästchen öffnet sich, um das Gewünschte herbeizuzaubern. Oder wird der Tee in Wahrheit 3D-gedruckt? Was ein 3D-Drucker kann und was nicht, das können Weddinger Jugendliche in einem Workshop in der Schiller-Bibliothek herausfinden. MakerBot Replicator 2 heißt das Gerät, mit gearbeitet wird. Einziger Haken: Der Workshop richtet sich an junge Leute, die zwischen 13 und maximal 25 Jahre alt sind. Und gedruckt werden die Pokémonfiguren „Pikachu“, „Eevee“ oder „Charmander“. Oder ist gerade diese Vorauswahl das Tolle daran?

Workshop in den Uferstudios: Der perfekte Bankraub

 

Foto (C) Joseph Plotzki
(C) Joseph Plotzki

Finanzielle Unabhängigkeit, den Kampf ums Überleben gewinnen, Superheld oder Pop-Star sein, Adrenalin-Kick, lebenslange Komplizenschaft und ewige romantische Verbundenheit, Verschwörung, siegreiches Überlisten, Täuschungstechniken – die Fantasien und Assoziationen, die sich mit Banküberfällen verbinden, sind beinahe so verschieden wie die Menschen, die sie haben.

Die Kolumne: Aus Liebe zum Wedding

S Bahnhof WeddingDer Wedding verändert sich. Und ich behaupte mal: Er wird dabei nicht immer, aber oft ein wenig liebenswerter, interessanter, weltoffener. Tatsache ist, dass viele Engagierte, die hier leben und weiterhin leben möchten (und werden), daran mitarbeiten. Zum Beispiel an der Tour-App fürs Afrikanische Viertel. Tolle Erklärstücke zu Straßennamen und historischen Hintergründen. Gemacht auch für Menschen, die diesen Kiez im Leben noch nicht besucht haben und jetzt neugierig gemacht werden. Oder nehmen wir die Bemühungen, der Müllerstraße und dem Leopoldplatz ein Mehr an Lebensqualität zu erkämpfen. Da sind keine Verdränger am Werk, sondern Leute, die ihren Wedding lieben. Menschen wie SabrinaPützer zum Beispiel. Einst Mit-Macherin beim Weddingmarkt und Erfinderin von Diorama. Am 18. Mai feiert ihre Kombination aus Designmarkt und Mitmach-Workshops im Supermarkt in der Brunnenstraße 64 zweiten Geburtstag. Und beweist zugleich, wie kreativ es im Wedding zugeht. Auch wenn der eine oder andere extra dafür aus Mitte anreist.

Autor: Ulf Teichert

DIORAMA am 18. Mai

Die Kolumne erscheint ebenfalls im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding