WWW – Das Wichtigste der Woche im Wedding

Foto: Lucas Gerrits

Gelb stinkt nicht, schreibt die BVG auf ihre Elektrobusse, aber ihre Beschäftigten fordern auch bessere Bezahlung. Dafür haben sie am Freitag gestreikt, was die Weddinger genutzt haben, um Fahrgemeinschaften zu bilden, mit der S-Bahn oder mit dem Fahrrad zu fahren. Oder ganz relaxed zu Hause zu bleiben – und wie es ein Tweet ausdrückte: „Die Stimmung war so entspannt wie bei einem Reggae-Festival.“ Zuvor waren am Mittwoch schon die städtischen Kitas und Schulen bestreikt worden.

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200 Gewerbetreibende gegen Umbenennung

In der letzten Woche ist etwas gelungen, was noch vor einem Jahr unmöglich erschien. Der Bezirk Mitte nutzt sein Vorkaufsrecht und wird einen Wohnblock im Wedding an der See- Ecke Turiner Straße mit 125 Wohnungen durch die Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) erwerben. Der Kaufpreis beträgt 19 Millionen Euro. Der Senat gibt 15 Prozent Zuschuss dazu. Und welche Dinge sind sonst noch so wichtig gewesen?

Weddingmelder-Wochenschau #11/18

Der Plan zu Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel soll die nächste Hürde nehmen. Grüne und SPD haben gerade verabredet, welche Namen sie favorisieren. Die Bezeichnungen  „Familie Bell“, „Anna Mungunda“ und „Cornelius Fredericks“ sollen kommen, der Nachtigalplatz, die Lüderitzstraße und die Petersallee sollen gehen. Der Vorschlag, den Platz umzuwidmen, so dass ein Vogel Namensgeber wäre, dürfte aktuell wenig Chancen haben. Und auch der Name des Widerstandskämpfers Hans Peters, nach dem die Petersallee benannt ist, bietet offenbar keinen leicht zu nehmenden Ausweg mehr. Abgestimmt wird in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) voraussichtlich am 22. März unter Tagesordnungspunkt 14.27 . Es steht nicht zu erwarten, dass die Mehrheit von Grünen und SPD sich im letzten Augenblick für einen anderen Weg der Dekolonisierung entscheidet. Anschließend soll der Kulturausschuss ab April die beschlossenen Namen auf die drei Straßen verteilen.   –  Und sonst? Es steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #5/18

Hund
Der tut nichts, der muss nicht an die Leine. Foto: Weddingweiser

Guten Morgen Wedding, schon Gassi gegangen? Wer ein braves Hundchen hat, der braucht sich vom besten Freund auch nicht an die Leine nehmen zu lassen. Denn das Gesetz zum Leinenzwang gilt nur für die Bad Dogs. Wauwauchen, die drei Jahre lang „ohne amtlich registrierte Zwischenfälle gehalten wurden“ (Tagesspiegel) dürfen weiterhin an die lange Leine. So wie Kinder eben: „Komm, wir gehen nach Hause, komm, kommst Du wohl, KOOOMMMMMMM, ich zähle sonst bis EineMillionSiebenhundertausenddrei!!!!!!“ Was sonst noch so gebellt wurde in letzter Woche, steht im Weddingmelder.

Weddingmelder-Wochenschau #2/18

Vineta-Grundschule. Foto: Dominique Hensel
Nachmittags „Volkslehrer“, vormittags Grundschullehrer an der Vineta-Grundschule. Foto: Andrei Schnell

Guten Morgen liebe Weddinger, wünscht der Weddingmelder. Gleich ein paar schlechte gute Morgen scheint der selbsternannte „Volkslehrer“ gehabt zu haben. (Weniger bekannt als Nikolai N.). Tagsüber lehrt er in der Vineta-Grundschule am Gesundbrunnen. Ob Rahmenlehrplan, Grundgesetz oder der „rassistische Tagesspiegel“ – über vieles verbreitet er abends die wahre Wahrheit. Also die Wahrheit, die jetzt wirklich stimmt. Dazu nutzer seinem YouTube-Kanal, bei dem fast 7.000 Wissbegierige lauschen. Endlose Monologe (geübt in jahrelangem Frontalunterrricht wie in der guten alten Zeit?) schrecken sie nicht ab. Die fast 60 Filmchen haben nun ihrerseits der Senatsverwaltung für Bildung ihre Morgen verdorben. Sie hat Anzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Nachzulesen bei Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Morgenpost. Wobei rbb24 sagt, wie man Verschwörungstheorien wieder los wird.  – Und sonst so …

Weddingmelder-Wochenschau #1/18

Eine Woche Silvester: Sobald die ersten Feuerwerkskörper verkauft werden, rummst es bis weit nach Neujahr im Wedding. Doch war es dieses Jahr auch so? Gefühlt gab es in diesem Jahr weniger Geknalle. Wie habt ihr es erlebt? – Die ersten Nordmänner harren schon am Straßenrand der Abholung. „Und am Mittwoch kommt die Müllabfuhr und holt den ganzen Plunder“, heißt es im NDW-Song der Fehlfarben. Dieser besungene Tag ist dieses Jahr im Ortsteil Wedding der 10. und 17. Januar, im Ortsteil Gesundbrunnen der 12. und 19. Januar. Und was macht die BSR mit den rund 350.000 abgetakelten Tannen? Grüne Energie. Und sonst? Es steht in der Wochenschau.

Weddingmelder-Wochenschau #35/17

Schulranzen
Werden nach den Ferien wieder gebraucht: Schulranzen. Foto: Andrei Schnell

So, liebe Weddinger Eltern, bei Euch überschattet gerade der Schulstart alles. Aber so dunkel ist nun auch wieder nicht geworden, dass sich nicht ein bissche Mut zusammen nehmen ließe, um dem kleinen Goldschatz in diesem Jahr nicht ein paar Freiheiten einzuräumen. Schließlich soll das Kind ja einmal erwachsen werden. (Das führten zumindest früher die Eltern mit ihren Kindern im Schilde.) Also: Am Nachmittag den Frechdachs nicht zum Geigenkurs, sondern auf den Hof zu den türkischen Kids vom Bolzplatz jagen. Die Göre nicht beim Sprachkurs parken, sondern einfach mal schauen, wo sie von sich aus abhängen will. Und bevor jemand nicht von allein darauf kommt: ja, Erstklässler schaffen schon ein paar Ecken des Schulwegs allein und müssen nicht per Hubschrauber vors Schultor geliefert werden. Irgendwo sonst noch Licht am Ende des Tunnels? Mal sehen, was hier in der Weddingmelder-Wochenschau steht:

Weddingmelder-Wochenschau #24/17

(C) Anna Wasilewski

Die längsten Tage des Jahres brechen an, und die Weddinger bleiben gerne länger auf. Auch wie jedes Jahr um diese Zeit: Das traditionelle deutsch-französische Volksfest ist wieder gestartet und, Moment, heißt jetzt „Festsommer“! Warum sich sitzenbleiben lohnt und was sonst noch im Wedding so los ist, steht in unserer Wochenschau.