Schlagworte: Supermarkt

Bye, bye Supermarkt!

Zsolt Szentirmai, David Farine und Ela Kagel beim Einzug in die Brunnenstraße 64 vor vier Jahren.
Zsolt Szentirmai, David Farine und Ela Kagel beim Einzug in die Brunnenstraße 64 vor vier Jahren.

Schlamassel – der Begriff beschreibt am besten die Situation, in der sich der Supermarkt in der Brunnenstraße 64 derzeit befindet. Ende Juni läuft der Mietvertrag aus. Eigentlich wollte die gefragte Kreativ- und Experimentierzone fürs digitale Leben im Juni ins Stattbad Wedding umziehen. Weil das Bezirksamt Mitte das Stattbad in der Gerichtstraße kürzlich wegen Sicherheitsmängeln gesperrt hat, ist auch die Zukunft des Supermarkts ungewiss. Bisher konnte kein Ausweichquartier gefunden werden. Das Brunnenviertel verliert damit Ende Juni einen engagierten Akteur, viele neuen Impulse und der Supermarkt den Raum für seine Projekte. Am Donnerstag (25.6.) findet die Abschiedsparty statt.

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Diesterweg-Gelände: Neuer Wohnbauplan bis Mitte Juni

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Das ehemalige Schulgebäude des Diesterweg-Gymnasiums im Brunnenviertel steht seit vier Jahren leer.

Eigentlich sollten die mehr als 300 günstigen Wohnungen im Brunnenviertel längst fertig sein. Im Gemeinschaftsgarten zwischen Putbusser und Swinemünder Straße sollten schon die Tomaten wachsen, in der neuen Kita sollten die Kinder spielen, im großen Saal Veranstaltungen für den Kiez stattfinden. Im Februar 2014 stimmten die Bezirksverordneten von Mitte einhellig für das auch im Kiez favorisierte Projekt des Teams ps wedding und gegen ein konkurrierendes Wohnungsbaukonzept des landeseigenen Wohnungsunternehmens degewo. Doch noch immer steht das ehemalige Gelände des Diesterweg-Gymnasiums leer, nichts ist gebaut und entwickelt worden.

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Diesterweg-Gymnasium: Wie geht es weiter im orangenen Raumschiff?

Diesterweg_leerstandUm die Zukunft des seit vier Jahren leer stehenden Schulgebäudes in der Putbusser Straße geht es bei einer Veranstaltung des Stadtteilvereins Brunnenviertel am Freitag, den 8. Mai. Der Verein lädt ab 14.30 Uhr zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in den Supermarkt, Brunnenstraße 64 ein.

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Coworking im Wedding: Suche Schreibtisch ohne Büro

supermarktStudios2Neulich beim Kaffeetrinken, wir saßen bei Apfelkuchen und Filterkaffee am Familientisch, stand ich plötzlich im Mittelpunkt des Interesses: Und was macht die Arbeit? Fragte meine Oma. „Ich habe gestern im Supermarkt gearbeitet“, sagte ich. Meine Oma ist über 80 Jahre alt, weiß aber genau, dass ich keine Verkäuferin bin sondern Journalistin. Ich stach mit der Gabel ein weiteres Stück des Kuchens ab und versuchte eine Erklärung: „Die Supermarkt Studios sind ein Coworking Space. Alle reden doch vom Coworking und da wollte ich es einfach mal ausprobieren.“ Ihr Gesichtsausdruck ließ mich innehalten. Coworking was? Neugierig und ein wenig ratlos schaute sie mich an während sie mir Kaffee nachschenkte und auf eine Erklärung wartete.

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Handel im Wandel: 45 Jahre Reichelt an der Müllerstraße

Konkurrenz belebt das Geschäft, heißt es. Doch wenn sich auf 100 Metern Müllerstraße mit Kaufland, Real, Aldi, Lidl und Reichelt fünf Supermärkte befinden, kann das nicht lange gut gehen. Da kommt es darauf an, sich von seinen Mitbewerbern  zu unterscheiden….

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Weddingdress – Mode sofort mitnehmen

Vor neun Jahren organisierte das landeseigene Wohnungsunternehmen degewo zum ersten Mal ein Modefest auf der Brunnenstraße in Höhe U-Bahnhof Bernauer Straße. Damals wie heute ist die Hoffnung, das Fest Weddingdress möge helfen, das Brunnenviertel an das sogenannte kreative Berlin anzudocken. Tatsächlich finden sich viele Modeaussteller, die sich auf 130 Ständen präsentieren. Die degewo spricht deshalb von einem Erfolg.

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LifeThek: Eine Bibliothek für Alltagsgegenstände

Andreas Arnold in der LifeThek im Supermarkt in der Brunnenstraße.
Andreas Arnold in der LifeThek im Supermarkt in der Brunnenstraße.

Der Supermarkt in der Brunnenstraße 64 ist ein Ort der vielen Möglichkeiten. Hinter der Glasfassade verbirgt sich eine junge, kreative und irgendwie neue Welt. Im Moment ist der Supermarkt eine Bibliothek für Dinge des täglichen Lebens: Fahrradanhänger, Bollerwagen, Bohrmaschinen, Babyschalen fürs Auto, Wanderrucksäcke, ein Tau, ein Kärcher, Laufräder und vieles mehr. Seit April und noch bis Ende Juni hat Andreas Arnold mit seiner LifeThek Platz im Kreativ-Ressourcen-Center gefunden. Am Sonntag (8. Juli) ist die LifeThek zusammen mit 50 anderen Akteuren der Share Economy bei der Share Fair im Supermarkt dabei.

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Die Kolumne: Wunder des Wandels

Wie Bf Gesundbrunnen PlakatStadtentwicklung nicht mehr funktioniert, zeigte die Abstimmung zum Tempelhofer Feld. Da haben nicht die ewig Gestrigen gesiegt, wie einige Kommentatoren meinten, sondern Menschen, die sich die Entwicklung ihrer Stadt nicht mehr von oben vorschreiben lassen wollen. Doch während sich ein Großteil des Wahlvolkes jetzt wieder zurücklehnt, gibt es andere, die sich auch zwischen den Abstimmungen das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand nehmen lassen. Eine solche Truppe sind die WeddingWandler, die sich als Teil der internationalen Transition Town-Bewegung verstehen. Auf unseren Stadtteil übersetzt, stellen sich die Wandler Fragen wie: Was brauchen wir, um den Wandel hin zu mehr Nachbarschaft und weniger Abhängigkeiten gestalten zu können? Was brauchen die Bewohner des Wedding, um sich in ihrem Kiez wohl zu fühlen? Um Antworten zu finden, mischen sich die WeddingWandler ein. Organisieren, wie zuletzt am 4. Juni, eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Ächtung der Plastiktüte, engagieren sich mit anderen Akteuren für den Zeppelinplatz und seine lebenswerte Umgestaltung. Wer mit den WeddingWandlern mal ins Gespräch kommen will, kann dies am 8. Juni auf der Share Fair im Supermarkt in der Brunnenstraße tun, auf der sie mit einem eigenen Stand vertreten sind. Neue Stadtentwickler sind jederzeit willkommen. Auch zwischen den Wahlen.

Autor: Ulf Teichert

SHARE FAIR

Sonntag 8. Juni

10-22 Uhr

SUPERMARKT

Brunnenstr. 64

LifeThek: A library for everyday items

‘Supermarkt’ at Brunnenstraße 64 is a place of many opportunities. Behind the window front, a young, creative and somehow new world can be found. At the moment, ‘Supermarkt’ is a library for everyday items: bike trolleys, hand carts, electric drills, kids’ car seats, hiking backpacks, a rope, and many more things. Since April, Andreas Arnold and his LifeThek have found a place at the ‘Creative-Resources-Center’ at Brunnenstraße. The LifeThek will stay there until the end of June and will be part of the ‘Share Fair’ on the 8th of June, also at ‘Supermarkt’.

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Kinga Darsow: Identität durch Design

Kinga DesignAuf den Straßen Weddings signalisieren zugeklebte Fensterscheiben meist etwas, das die Einwohner vom Innenleben des dahinterstehenden Raumes trennt, und dennoch eine Botschaft an ihre Umgebung sendet, um einladend zu wirken. Angekommen an der Malplaquetstraße 5, klebt matt-weißes Papier an der Scheibe und erst das Klingeln offenbart das Innenleben des Raumes. Darin werkelt, unter anderem, Kinga Darsow an etwas, wofür das weiße Papier in seinem Urzustand bekannt ist: Es ist der Entstehungsort einer Idee, die in die Welt hinaus geht, um etwas von uns zu repräsentieren, das wir, bewusst oder unbewusst, als unsere Identität preisgeben oder wahrnehmen.
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