Zu Besuch in einem bulgarischen Tante-Emma-Laden

„Die Bulgaren planen ihre Einkäufe nicht lange im Voraus und kaufen lieber spontan ein“, erklärt mir Martin. Der 34-jährige Bulgare, der mit seiner Familie im Afrikanischen Viertel lebt, freut sich über das neue bulgarische Lebensmittelgeschäft in der Seestr. 105 – ideal für kleine Einkäufe der besonderen Art. Und nicht zuletzt kann man hier die Esskultur dieser weithin unbekannten, dennoch fünftgrößten Community in Berlin entdecken.

Imren-Grill: Begehrenswert!

Döner im Imren-Grill 2Soll man die zwei Weddinger Filialen des türkischen Imbissrestaurant Imren-Grill empfehlen, weil der Yaprak-Döner ganz speziell gewürzt ist und darum so anders schmeckt als in den meisten anderen 08/15-Buden? Und dass sich die Sesamsauce so wohltuend abhebt von den üblichen Knoblauch-, Kräuter, scharfen Saucen? Oder weil es hier eigentlich so viel mehr zu entdecken gibt als nur Döner?

Phönicia: Falafel statt Döner

Um im Wedding einen guten Falafel zu bekommen, sollte man manchmal auch längere Wege in Kauf nehmen. Seit ein paar Jahren gibt es in der Seestraße Spezialitäten aus Nahost. Inzwischen ist der kleine Laden in libanesischer Hand und bezieht sich namenstechnisch auf die Phönizier, die bekanntlich im heutigen Libanon ihren Siedlungsschwerpunkt hatten. Anders als bei den meisten Falafelläden kann man vor dem Phönicia im Sommer auch schön sitzen.

„Papadam“: Indisch essen in der Vorstadt

Bathura und indisches EssenDas Papadam ist in mancherlei Hinsicht eine Überraschung. Als Erstes wäre da der Standort an einer lauten Kreuzung zwischen Bürogebäuden, Tankstellen und Vorstadtwohnblocks. Unerwartet ist auch der mutige Einsatz von Farben, der die frühere Eckkneipe in ein erstaunlich stilvolles Restaurant verwandelt hat. Und am Ende ist es natürlich das Essen, das den Unterschied macht.