Rückblick auf zehn Jahre im Wedding

Zehn Jahre Rückblick Wir schauen zehn Jahre zurück. Die Älteren werden sich noch erinnern: Noch im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends war der Wedding für Menschen außerhalb des Wedding so attraktiv wie – sagen wir – Nordkorea. Das hatte auch Vorteile. Die Weddinger konnten die schönen Ecken ihres von Auswärtigen gemiedenen Stadtteils unter sich genießen, bei niedrigen Mieten und mit guten Einkaufsmöglichkeiten. Nur wenn es ans Ausgehen ging, musste man wohl oder übel auch schon einmal den Wedding verlassen, meistens jedenfalls.

Aus und vorbei – dank des ungebremsten Zuzugs neuer Berliner aus dem In- und Ausland ist auch der Wedding mit seiner zentralen Lage in den Strudel des Immobilienmarktes geraten. Erst hatten wir kein Glück (selbst hier wurden die Wohnungen knapp), dann kam auch noch Pech dazu (die Mieten und auch die Immobilienpreise stiegen). Alteingessene Bewohner der Kieze können sich die Mieten im Wedding nicht mehr leisten. Statt von einem Lottogewinn träumt man im Wedding heute von einer bezahlbaren Wohnung. Wer umziehen muss, für den heißt es: an den Stadtrand oder weg aus Berlin. Dafür sind ganz neue Nachbarn in die Kieze gezogen, die früher einen großen Bogen um den einstigen Arbeiterbezirk Wedding gemacht hätten. Ein Trostpflaster dieser Entwicklung: Für schicke Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants müssen sie jetzt nicht mehr in den Prenzlauer Berg fahren.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

2.11.2019 Ist die Catcherwiese im Volkspark Rehberge, die im Herbst mit ihren Nebelschwaden immer wieder ein Hingucker ist, eigentlich ein verwildertes Stück Natur, wichtig für Insekten und andere Tierarten? Aber alte Weddinger (und die CDU) verdrücken hier eine Träne, weil die vier Spielfelder, die es früher einmal gab, so zugewuchert sind. Das Thema ist zwiespältig, denn hier werden Naturschutz und der berechtigte Wunsch nach mehr Sportflächen gegeneinander ausgespielt. Die BVV hat jedenfalls beschlossen, dass die Wiese unangetastet bleibt.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Foto: twitter.com/JohSchB

3.8.2019 Der kurze, aber heftige Sturm am Montag hat nicht nur den Gleimtunnel mal wieder unter Wasser gesetzt, die Brücken am Kreisverkehr bei den Liesenbrücken geflutet, sondern auch die Bäume am Nettelbeckplatz etwas gelichtet. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Auch am Mittwoch hat es wieder heftigst gewittert und es gab wieder Regen. Und gestern musste bei einem Gewitter wieder der Ausnahmezustand bei der Feuerwehr ausgerufen werden. Ob es gegen die anhaltende Trockenheit hilft?

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KapwegLetztes Jahr berichteten wir noch über ein mögliches (Diesel)Fahrverbot im Kapweg, nun scheint es, als rudere die Berliner Verwaltung hier wieder zurück. „Am Kapweg in Reinickendorf und an der Leonorenstraße in Steglitz setzte sich die Verwaltung dagegen zugunsten der Autofahrer über das Urteil hinweg.“ (Morgenpost). 15 andere Strecken sollen dagegen planmäßig ab dem 1. Juli gesperrt werden, sowie in 85 Straßen Tempo 30 eingeführt werden, darunter ist auch die Luxemburger Straße im Wedding.

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Sonnenuntergang letzten Montag

Obdachlosigkeit ist, kein Wunder bei dieser ersten großen Kältewelle, ein großes Thema. Der Bezirksbürgermeister steht wegen des Vorgehens bei der Räumung eines Obdachlosencamps in Moabit in der Kritik, und der erste Kältetote dieses Winters wurde im Humboldthain gefunden. Erinnert ihr euch? Auch der Gewinnerfilm unseres Videowettbewerbs beschäftigte sich auf sehr eindringliche Art mit diesem Thema.

Das sorgte 2016 für Gesprächsstoff im Wedding

Logo WeddingweiserBesonders zum Jahresende konnte man die Veränderungen in Berlin noch einmal förmlich mit den Händen packen. Auch ganz speziell im Wedding haben in diesem Jahr viele Prozesse an Fahrt aufgenommen, die vormals allenfalls als „gefühlte Veränderungen“ beschrieben werden konnten. Vieles, an das man sich irgendwie gewöhnt hatte, packt die Koffer, streicht die Segel und singt zum Abschied leise „Hauste“. Doch der Wedding wäre nicht der Wedding, wenn einiges von dem, was geht, nicht irgendwann doch wieder käme. Und gewählt wurde natürlich auch noch. Schlaglichter auf ein Jahr, das bald Geschichte sein wird. Machet jut, 2016. Wir werden dich nicht vermissen. Aus Gründen, leider.

5 Themen, die den Wedding 2015 bewegten

Wedding, wie haste Dir verändert! Vieles verschwand für immer, manches konnte gerettet werden. Viele neue Nachbarn aus Nah und Fern konnten wir willkommen heißen – dass das nicht immer ohne Konflikte und Anpassungsschwierigkeiten geht, ist klar. Mehr Spielhallen, mehr Bioläden, mehr Einwohner: Wie verändert das uns im Wedding?