Borik: Darf es mal rustikal sein?

Dafür musste man auch früher schon nicht in die Großstadt fahren  – jugoslawische Restaurants gab es fast flächendeckend in der alten Bundesrepublik und in Westberlin. Nach dem Zerfall Jugoslawiens warben diese Gaststätten mit „internationalen Spezialitäten“ oder firmierten als kroatische Restaurants. Von den vielen Grills dieser Art ist im Wedding nur noch eine Handvoll übriggeblieben. Das Borik in der Prinzenallee ist schon seit 42 Jahren am gleichen Standort und findet noch immer ein treues Publikum.

Davon geht der Wedding nicht unter!

Neueröffnungen und Schließungen gehören dazu.

Meinung Kommt der Wedding, ist er schon da oder geht er jetzt plötzlich sogar unter? Seit einiger Zeit wird in den sozialen Medien und auch in unserer Redaktion wieder darüber diskutiert. Einige Schließungen von Bars, Restaurants und Galerien im Stadtteil waren Anlass für düstere Gedanken. Hier und da machte sich sogar Endzeitstimmung breit. Geht der Wedding den Bach runter, ist jetzt alles vorbei? Keinesfalls!

Frisch rausgeputzt? Hat der Nettelbeckplatz nicht nötig!

Nettelbeckplatz. Foto: Annika Keilen
Nettelbeckplatz. Foto: Annika Keilen

Das Herz des Wedding, das schlägt am Leopoldplatz. Geografisch ist vielleicht der Nauener Platz unser Zentrum. Und dann gibt es noch ihn, diesen anderen Platz. Dreieckig, außerhalb des Wedding eher unbekannt, etwas trostlos und doch lebendig. Wer sich Zeit zum Kennenlernen nimmt, der lernt ihn vielleicht auch lieben.