Unser Zuhause: Adé Prenzlberg, hallo Wedding!

Wasserturm in Prenzlberg
Foto: Kris­ti­na Auer

Wenn man lan­ge an einem Ort lebt, emp­fin­det man die­sen irgend­wann ganz selbst­ver­ständ­lich als Hei­mat. Den Wed­ding kön­nen nur die weni­ge sei­ner Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner als Geburts­ort ange­ben, die­ser Stadt­teil ist schon immer ein Ort der Ein­wan­de­rung und des Tran­sits gewe­sen. Wie­der ande­re Ber­li­ner sind hier auch nur gebo­ren, weil sich vie­le Kran­ken­häu­ser im Wed­ding befin­den, und haben nie im Stadt­teil gewohnt. Der Zuge­zo­ge­nen­at­las 2016 weist für den Wed­ding aus, dass über die Hälf­te sei­ner Bewoh­ner nicht in Ber­lin gebo­ren ist – nur rund um den Schil­ler­park lag die Quo­te der Ur-Ber­li­ner etwas höher. So ver­wun­dert es nicht, dass auch die meis­ten der Redak­ti­ons­mit­glie­der beim Wed­ding­wei­ser nicht aus der Regi­on Ber­lin-Bran­den­burg stam­men. In unse­rer Serie berich­ten wir von unse­ren Her­kunfts­or­ten  – und war­um wir in unse­rem Stadt­teil Wur­zeln geschla­gen haben. Heu­te: weg vom Prenzlberg

Warum wir (manchmal) nach Prenzlauer Berg fahren

Mit­te ist Schit­te, Prenzlberg ist Pet­ting. Real Sex is only Wed­ding. Wah­re Wor­te, die das Prime­Time-Thea­ter als Text zu sei­ner Erken­nungs­me­lo­die ver­wen­det. Doch manch­mal kann einem die raue Wirk­lich­keit unse­res gna­den­los ehr­li­chen Wed­ding zu viel sein. Wie erhol­sam und gesit­tet geht es hin­ge­gen in unse­rem Nach­bar­stadt­teil Prenz­lau­er Berg zu! Und geben wir es offen zu: Manch­mal las­sen sich dort ein­fach Din­ge ent­de­cken, die es im Wed­ding so nicht gibt. Wir haben unse­re Lese­rin­nen und Leser gefragt, aus wel­chen Grün­den sie in den Nach­bar­stadt­teil fah­ren – müs­sen oder wol­len. Die Online-Zei­tung Prenz­lau­er Berg Nach­rich­ten hat übri­gens die glei­che Fra­ge an ihre Leser gestellt…

Wo Weddinger Kinder Tiere erleben können

War­um lan­ge aufs Land fah­ren, wenn es doch auch in der Groß­stadt jede Men­ge Tie­re zu erle­ben gibt? Von Wild­schwei­nen über Geflü­gel bis hin zu Ponys leben auch bei uns im Wed­ding oder in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft vie­le Tie­re, die auf Kin­der eine gro­ße Fas­zi­na­ti­on aus­üben. Und es muss auch nicht immer der Zoo sein…

Mauerpark – geschenkt!

Der Flohmarkt am Mauerpark, im Vordergrund wird die Erweiterungsfläche des Parks umgestaltet. Foto: Hensel
Der Floh­markt am Mau­er­park, im Vor­der­grund wird die Erwei­te­rungs­flä­che des Parks umge­stal­tet. Foto: Hensel

Gehört der Floh­markt am Mau­er­park zum Wed­ding? Auf dem Papier ist das Gebiet rund um den Bier­gar­ten Mau­er­seg­ler und den Floh­markt seit lan­gem Brun­nen­vier­tel. Doch das weiß fast nie­mand und das fühlt sich auch nicht so an. Der „gefühl­te Wed­ding“ endet natür­lich gleich hin­ter den Häu­sern in der Wol­li­ner- und der Graun­stra­ße. Floh­markt am Mau­er­park, Tou­ris­ten, Mau­er­seg­ler, Blu­men­la­den – alles Prenz­lau­er Berg. Ab sofort stimmt das Bauch­ge­fühl. Bye, bye Mauerpark!

Autos können wieder durch Gleimtunnel fahren

Frü­her gab es im Tun­nel auch Parties

Nach einem Orts­ter­min von Bezirks- und Lan­des­pol­ti­kern am 3. Janu­ar wur­de die Wie­der­eröff­nung des Gleim­tun­nels für den 13. Janu­ar vor­be­rei­tet. Bei einem Unwet­ter am 27. Juli war der Gleim­tun­nel, der eigent­lich eine 130 Meter lan­ge Bahn­un­ter­füh­rung mit 80 denk­mal­ge­schütz­ten, guss­ei­ser­nen Säu­len ist, über­flu­tet wor­den. Dut­zen­de gepark­te Autos wur­den durch die Was­ser­mas­sen zusammengeschoben.

Bahnhöfe im Wedding: Bornholmer Straße

S Bhf Bornholmer S-BahnEin eigen­ar­ti­ges Schau­spiel unter der Böse­brü­cke. Zwei rot-gel­be S‑Bahnen fah­ren neben­ein­an­der, nur für ein paar Sekun­den, so dicht, dass sich die Fahr­gäs­te zuwin­ken könn­ten, doch trennt eine Beton­mau­er sie von­ein­an­der. Alle andert­halb Minu­ten wird bei der einen Bahn die Tür­schlie­ßung betä­tigt, und etwas zu schnell für die enge Kur­ve fährt sie auch. Die ande­re hin­ge­gen fährt am Bahn­steig ohne Halt vor­bei. Die Züge neh­men unter­schied­li­che Rich­tun­gen, eine ver­schwin­det im Ost­teil, die ande­re im West­teil Ber­lins. Die Epi­so­de zeigt: unter all den Absur­di­tä­ten, die die Tei­lung der Stadt ab 1961 mit sich brach­te, nahm der Bahn­hof Born­hol­mer Stra­ße eine her­aus­ra­gen­de Stel­lung ein.

Jülicher Straße: Die Um-Leid-ung

Anwohnerprotester Bösebrücke (C) BürgerinitiativeEini­ge Stra­ßen in Gesund­brun­nen und Prenz­lau­er Berg ver­än­dern sich. Ihr Kopf­stein­pflas­ter sind sie schon los, ab Juni wird es auch noch laut. Dann wird an der Böse­brü­cke an der Born­hol­mer Stra­ße gebaut, der Ver­kehr durch Wohn­ge­bie­te umge­lei­tet. Anwoh­ner for­dern jetzt vehe­ment ein Mit­spra­che­recht bei der Planung.

Im Juni 2015 begin­nen an der Böse­brü­cke an der Born­hol­mer Stra­ße umfas­sen­de Sanie­rungs­ar­bei­ten. Dafür wird die “Born­hol­mer Brü­cke” zwei Jah­re lang für Autos nur noch von Ost nach West pas­sier­bar sein. Die täg­lich rund 10.000 Fah­rer, die aus der ande­ren Rich­tung kom­men, sol­len eine Umlei­tung über die Jüli­cher, Behm- und Mal­mö­er Stra­ße nut­zen. Vor allem auf der Prenz­l’­ber­ger Sei­te der Brü­cke regt sich dage­gen Protest.

Wedding-Jahresrückblick Februar 2014: Lästergold

Alle zwei Tage öff­net sich hier im Wed­ding­wei­ser ein sati­risch-lite­ra­ri­sches Monatstür­chen in das ver­gan­ge­ne Jahr mit der Wed­din­ger Lese­büh­ne Brau­se­boys. Alle Tex­te wer­den nach Erschei­nen auf der Sei­te “Wed­ding­rück­blick” gesam­melt.

FEBRUAR 2014 

Läs­ter­gold – Olym­pia im Wed­ding (von Frank Sorge)

Wenn schon die Zuschau­er­rän­ge in Sot­schi leer­blei­ben, sind ja viel­leicht auch Quo­ten­plät­ze vor dem Fern­se­her frei. Dann kann ich den ja mal ein­schal­ten, bevor das gar kei­ner guckt.

Der Wedding-Jahresrückblick der Brauseboys: Januar 2014

Ab dem 8.12. öff­net sich hier im Wed­ding­wei­ser alle zwei Tage ein sati­risch-lite­ra­ri­sches Monatstür­chen in das ver­gan­ge­ne Jahr mit der Wed­din­ger Lese­büh­ne Brau­se­boys. Alle Tex­te wer­den nach Erschei­nen auf der Sei­te “Wed­ding­rück­blick” gesam­melt.

JANUAR 2014 

Zuwan­de­rung & Abspal­tung (von Vol­ker Surmann)

Die Nach­rich­ten über­schla­gen sich: In Kiew errei­chen die Mai­dan-Pro­tes­te neue Höhe­punk­te, pro­rus­si­sche Sepa­ra­tis­ten wol­len die Krim abspal­ten und eine eige­ne Repu­blik grün­den, in Deutsch­land tobt die Zuwan­de­rungs­de­bat­te. Der fol­gen­de Dia­log ver­sucht, die­se Kon­flik­te, nun ja, zu illustrieren: