Europawahl 2019: Grüne holen alle Kieze

Europawahl wedding
Das Ergebnis der Europawahl im Wedding

Bei der Europawahl am 26. Mai haben die Grünen im Wedding in allen Kiezen deutlich gewonnen – fast immer mit großem Vorsprung. Überraschend erfolgreich ist aber auch die Partei DIE PARTEI. Sie kam im Wedding auf 7,5 Prozent und überholte damit AfD und FDP. Die Gruppe der Anderen (ohne FDP und DIE PARTEI) kam im Wedding auf 13,9 Prozent. In Summe zeigt sich ein buntes Wahlergebnis mit dominierendem Grün.

Mutprobe: Freie Schulen als Helfer sehen

Schultüten
Schulplätze werden knapp – Einschulung nach Wunsch wird seltener – Foto: D. Hensel

Meinung Fast jeder guckt erschrocken, wenn er gefragt wird, was der Staat tun könnte, um freie Schule zu fördern. Das Bild der Eliteschule taucht unweigerlich vor dem inneren Auge des Gefragten auf. Diese unnötige Angst muss erst überwinden, wer fragen wollte: Warum können nicht von Bezirks- und Senatsverwaltung befreite Schulen – die dennoch allen offen stehen – aushelfen? Zumal das Schulamt in Bedrängnis ist: Die Einschulung offenbart den Schulplatzmangel.

Wie fühlt sich das Regieren an, Eva Högl?

Reichstag
Am 18. März startete die dritte Bundesregierung unter Angela Merkel. Foto: Andrei Schnell

Vor rund 100 Tagen, am 14. März, war es soweit: Die Regierung Merkel Teil drei trat ihr Amt an. Ein Anlass, um mit der im Wedding, Moabit und Mitte gewählten Abgeordneten Eva Högl von der SPD zu sprechen. Wie geht es ihrer Partei in der Regierung so, wie fühlt es sich für sie an, beinahe Ministerin geworden zu sein, wie hören ihr „die da oben“ zu und welche Weddinger Bar kann sie empfehlen. Hier das Interview mit Eva Högl.

Europawahl: Ein Weddinger will antreten

Carsten Spallek
Stadtrat Carsten Spallek (CDU) zieht es nach Europa. Foto: Andrei Schnell

Europa und gar Europapolitik sind weit weg? Zumindest Weddinger könnten durch die Europawahl im Mai nächsten Jahres mehr als sonst berührt werden, tritt doch einer aus ihrem Kiez an. Carsten Spallek, aktuell Schulstadtrat im Bezirk, will sich zur Wahl stellen. „Der Leo war meine Hood“, sagt er augenzwinkernd. Auch die anderen Parteien basteln an ihren Listen für die Europawahl 2019.

Interview: Kira Möller unterstützt engagierte Bürger

Kira Möller
Kira Möller vom Büro für Bürgerbeteiligung im Interview. Foto: Andrei Schnell

Die 28-jährige Kira Möller ist ein Fan der Demokratie. Die Beobachtung, dass immer weniger Menschen zu Wahlen gehen, trieb sie dazu an, sich in ihrem Politikstudium mit Bürgerbeteiligung zu beschäftigen. Ihr Masterarbeit in Euopean Studies in Frankfurt/Oder schrieb sie über zufällige und doch repräsentative Auswahlverfahren für Bürgerparlamente. Schon während des Studiums arbeitete sie bei einer Agentur, die Bürgerbeteiligung organisiert. Nach einer Babypause klappte es sofort mit dem Einstieg ins Bezirksamt. Sie ist dort für das Büro für Bürgerbeteiligung verantwortlich. Im Interview des Weddingweisers stellt sich Fragen, wie Politik oder Beteiligung, das richtige Vorgehen bei den Straßenumbenennungen im Afrikanischen Viertel und was das eigentlich ist, das richtige Einbringen.

Freie Schulen auch für Wedding-Kids?

Wie Maja Lasic Deutsche wurde. Foto Andrei Schnell
Maja Lasić (SPD), 2016 im Brunnenviertel direkt gewählt, will die Schullandschaft neu ordnen. Foto Andrei Schnell

Die Berliner SPD will in der Bildungspolitik eine Wende einleiten. „Alle Schulen für alle Kinder“ fordert ein Antrag der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus. Das heißt, private und freie Schulen sollen jedermann zugänglich sein. Maßgeblich verfasst hat den Antrag Maja Lasić (SPD), die 2016 im „tiefen Wedding“ (seit 18 Jahren als Brunnenviertel bekannt) direkt gewählt wurde.

SIKo gibt Tipps für den wachsenden Wedding

Wo sich die wilden Kräne drehen - Foto Andrei Schnell
Wedding wächst. Auch Schulen, Kitas und Turnhallen müssen geplant und gebaut werden. – Foto Andrei Schnell

Nach „Sparen bis es quietscht“ lautet das aktuelle Motto in Berlin: die „Stadt wächst“. Und das bedeutet, es wird investiert. Doch bevor losgebaut oder wenigstens geplant wird, wird zunächst erst einmal „empfohlen“. Im SIKo, dem Sozialen Infrastrukturkonzept des Bezirks, ist nachzulesen, wo neue Schulen entstehen könnten. Wo Kindergärten erweitert werden sollten. Auch wo Sportplätze und Turnhallen fehlen oder wo neue Grünflächen geschaffen werden müssten. Das alles listet das SIKo auf beinahe 300 Seiten auf. Auf den ersten Blick liest sich das Wunschkonzert toll. Doch auch auf den zweiten? – Ganz am Ende des Artikels folgt der Kommentar.

Bezirkshaushalt: Es ist wieder Geld da

Rathaus Mitte
Die Bezirksverordneten beschließen im Rathaus den Haushalt 2018/2019. Foto: Andrei Schnell

Nach den langen Jahren des berühmten roten Bleistifts kann nun wieder aus dem Vollen geschöpft werden. Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) –  dem „Parlament“ auf Bezirksebene – hat einen Bezirkshaushalt für 2018 und 2019 beschlossen. Und in dem steigen die Ausgaben kräftig. Es kann wieder verteilt werden. Auch im Wedding. Über die steigenden Investionen freuen sich die einzelnen Fraktionen.

Lehrer und Eltern wehren sich gegen Überfüllung

Erika Mann Grundschule
Die Erika Mann Grundschule hat zu viele Schüler. Foto: Fridolin freudenfett (Peter Kuley) / Wikimedia.

Den Lehrern, Erziehern und Eltern der Erika-Mann-Grundschule reicht es als erste. Sie wollen die Überfüllung ihrer Schule nicht länger hinnehmen. Das Problem steigender Schülerzahlen bei fehlendem Schulneubau trifft zwar fast alle Schulen im Bezirk. Jan Krebs, Elternsprecher an der Grundschule in der Utrechter Straße, macht allerdings den Anfang und geht an die Öffentlichkeit. Er weiß Eltern, Lehrer und Erzieher hinter sich. „Der Bezirk Mitte und besonders unser Wohngebiet rund um die Osramhöfe braucht schnell mehrere neue Schulen, damit alle Kinder einen guten Schulplatz bekommen“, heißt es in einem Protestaufruf.