Schlagworte: Mode

Ein weiterer Sommer mit dem Weddingmarkt

(C) Marcel Nakoinz
(C) Marcel Nakoinz

Der Weddingmarkt kommt wieder! 2014 hatte der beliebte Kunst- und Designmarkt eine Pause eingelegt, doch im letzten Jahr brachte die Organisatorin Sabrine Pützer den Markt regelmäßig ans Nordufer zurück. Für viele Weddinger gibt es nichts Schöneres, als an einem Sommersonntag am Schiffahrtskanal entlang durch den grünen Sprengelkiez zu flanieren und zu schauen, was die Kreativen diesmal im Angebot haben. Und in diesem Jahr gibt es auch mehr (überwiegend Weddinger) Gastronomiestände, um sich mit Essen und Trinken einzudecken. Hier sorgen das Moos-Cafe von Silent Green für leckeren Kuchen, Rebel Room Delivery für saftige Burger und StreAts haben vegane Sandwiches im Angebot. Flying Roasters macht den kiezbesten Kaffee und Mostquetsche deckt den Tagesbedarf an Vitaminen in Saftform ab.

Neu beim Weddingmarkt ist ein akustisches musikalisches Angebot. Verschiedene kleine Bands werden die Besucher am Kanalufer unterhalten.

Der Weddingmarkt wird draußen stattfinden, am Nordufer, zwischen Torf- und Samoastraße.

Die Termine im Jahr 2016: , 5. Juni, 3. Juli, 11. September

immer von 11 – 19 Uhr

Mehr Infos unter: https://wedding-markt.de/

Auf der Suche nach dem perfekten Geschenk im Kiez

Ja, das muss auch einmal gesagt werden: Nur um schöne und originelle Geschenke zu finden, muss der Weddinger oder die Weddingerin unseren schönen Ortsteil nicht mehr verlassen. Hier unsere Liste der Einkaufstipps für Wedding und Gesundbrunnen! Weiterlesen

Die Kolumne: Heterogene Sehnsucht

Vom Tanzen und vom Pflanzen

Das Ufo ist längst wieder weg. Für ein paar Tage gastierte die Fashion Week in Wedding. Und siehe da: Unser Bezirk ist noch genauso reudig-liebenswert wie ehedem. Viel “gefährlicher” sind da solche auf Dauer angelegten Projekte wie die Uferstudios, die Osram-Höfe oder das Himmelbeet. Dort sind Menschen zugange, die es doch tatsächlich darauf anlegen, nicht nur sich selbst zu verwirklichen, sondern auch den Wedding ein bisschen besser und lebenswerter zu machen. Das Verrückte: Entgegen aller Vermutungen beweist die großartige Resonanz auf Tanztage, Fastenbrechen auf dem Leo, Designer auf der Brunnenstraße oder Tomatenpflanzen am Ruheplatz, dass es im heterogenen Wedding ganz offensichtlich eine gemeinsame Sehnsucht nach Veränderung gibt. Und immer mehr Menschen bereit sind, diese auch aktiv zu gestalten.

Autor: Ulf Teichert

Weddingdress – Mode sofort mitnehmen

Vor neun Jahren organisierte das landeseigene Wohnungsunternehmen degewo zum ersten Mal ein Modefest auf der Brunnenstraße in Höhe U-Bahnhof Bernauer Straße. Damals wie heute ist die Hoffnung, das Fest Weddingdress möge helfen, das Brunnenviertel an das sogenannte kreative Berlin anzudocken. Tatsächlich finden sich viele Modeaussteller, die sich auf 130 Ständen präsentieren. Die degewo spricht deshalb von einem Erfolg.

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“Frack du lac”: Second Hand-Trends im Afrikanischen Viertel entdecken

Frack du lac 2„Leben“ prangt noch in großen Lettern über dem Second-Hand Geschäft „Frack du Lac“ in der Kameruner Straße 43. So lässt sich das alte Lebensmittelgeschäft nur noch erahnen. Heute gibt es hier ein großes Sammelsurium an funktionalen Textilien für Sie und Ihn. Das Sortiment reicht von Hosen, Jacken, Pullover, Shirts, Schmuck bis hin zu zahlreichen Accessoires. In dem kleinen Laden vergisst man schnell die Zeit, denn es gibt Vieles zu entdecken. Gleich vor dem Geschäft fällt die „Free Box“ ins Auge. Hier kann sich der Kunde gern ein Kleidungsstück seiner Wahl kostenlos mitnehmen. Weiterlesen

ZweigStelle Berlin: Second Hand mit Ausstrahlung

zweigstelle gitte zweigEine sechzig Jahre alte Rose in der Tegeler Straße zeigt im Winter ihre Dörnchen – und das Schaufenster dahinter, das was die ZweigStelle das ganze Jahr über beherbergt: den vielfältigen Geschmack ihrer Besitzerin Gitte, die schon beim Übertreten der Türschwelle mit ihrer Ausstrahlung und Offenheit jeder neugierigen Kundin entgegen kommt.
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Weddingwoche #49: Der Daheim-Bazar

In den Vororten der USA ist es keine Seltenheit, dass die heimische Garage in einen Privatflohmarkt verwandelt wird, um die Haushaltskasse aufzubessern. In deutschen Vororten dagegen schon. Die Müllers von gegenüber brauchen ja nicht wissen, was wir ausrangieren. Die sollen nicht denken, wir hätten das nötig. In den Stadtzentren hat man weder Garage noch Ahnung, wer die Nachbarn überhaupt sind.

Umso erstaunlicher, dass Juliane Becker unter dem Motto „Open Home Bazaar“ zu einem Flohmarkt in den eigenen vier Wänden lädt. Die Einnahmen daraus fließen aber nicht in ihre Haushaltskasse, sondern werden der deutschen Krebshilfe gespendet. Heute, am 7. Dezember, findet der Flohmarkt von 14-20 Uhr in der Malplaquetstr. 14b statt. Eine schöne Idee, aus der ein urbaner Trend werden könnte. Wenn uns statt dem Briefträger bald die Amazon-Drohne unser neues Buch zustellt, wäre ein bisschen Besuch schön, wenn wir es wieder verkaufen.

Die Kolumne „Weddingweiser’s Woche“ erscheint ebenfalls jeden Samstag neu im Berliner Abendblatt, Ausgabe Wedding.

Open Home Bazaar: Zuhause ist es doch am schönsten!

“Na, wie gefällt’s dir?” wird die Besucherin gefragt. “Ich war noch nie auf einem Open Home Bazaar”, antwortet diese. “Ich auch nicht”, sagt Juliane lachend. Dabei ist sie es, die den Flohmarkt organisiert. Das Besondere: für den Verkauf von Kleidungsstücken, Haushalts- und Dekoartikeln und Büchern hat sie einen Abend lang ihre eigene Wohnung im Karl-Schrader-Haus in der Malplaquetstraße geöffnet.
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„Sekai Colori“: Japan trifft Italien im Osramkiez!

Farbenfrohe und fair produzierte Mode mit Kultur

Sekai_Colori_002In der „Bel Etage“ der Liebenwalder Straße 31 ist seit Sommer dieses Jahres die Atelierwerkstatt des Berliner Modelabels „Sekai Colori“ beheimatet. „Sekai Colori“, das ist Mode von Ann-Katrin Sehl und Sarah Infantino. Der Name „Sekai Colori“ setzt sich aus dem japanischen Wort für Welt (Sekai) und dem italienischen Begriff für Farbe (Colori) zusammen.

Ann-Katrins Leidenschaft gilt dem japanischen Design, ihre Inspirationen bringt sie aus der Zeit in Japan mit, sie lebte viele Jahre in Tokyo. Sarah ist durch ihre süditalienischen Wurzeln geprägt und lässt „la dolce vita“ in die Kreationen von „Sekai Colori“ einfließen.

Zwei Kulturen und zwei Frauen, die vom Schneiderhandwerk etwas verstehen. „Im vergangenen März haben wir unser Modedesignstudium an der HTW-Berlin erfolgreich abgeschlossen. Während der gemeinsamen Studienzeit reifte auch der Gedanke ein eigenes Modelable zu gründen und gleichzeitig sozial faires und umweltgerechtes Arbeiten zu unterstützen. Wir wollen uns abgrenzen von Billigproduktionen und dem normalen Einheitsbrei“, erzählen sie mir.

„Unsere Mode ist ein spannender, neuartiger Mix von Farben, Formen und Material. Sie bringt zwei Kulturen zusammen, die auf den ersten Blick sehr unterschiedlich erscheinen und dennoch sehr gut harmonieren. Zunächst liegt unser Fokus jedoch auf Schals und Tücher aus hochwertiger Biobaumwolle, die wir in uni und mit eigens entworfenen Prints gestalten und verkaufen“, erklären mir Sarah und Ann-Katrin.

„Handmade in Berlin-Wedding“.Auch preislich durchaus „Weddinglike“, einen handgenähten Schal aus hochwertiger Biobaumwolle bekommt man schon ab EUR 24,90, also durchaus bezahlbar.

Auf meine Frage warum sie sich für den Wedding entschieden haben, antwortet mir Ann-Katrin: „Ich lebe schon drei Jahre im schönen Osram Kiez, es gefällt mir/uns hier sehr gut, der Wedding ist bunt, bezahlbar und außerdem befinden wir uns auch in bester Gesellschaft, unsere direkten Nachbarn sind das „Mastul“ und das „Schraders“.

Zwei hoch motivierte junge Frauen, die genau wissen was sie wollen und sehr organisiert ans Werk gehen. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch. „Wie bei vielen Jungunternehmer sind auch bei uns die Euros sehr knapp, daher haben wir uns entschieden eine Crowdfunding-Kapagne zu starten. Wir wollen so schnell wie möglich unsere eigene Kollektion auf die Beine stellen“, erklären mir die beiden.

In den nächsten Wochen wird „Sekai Colori“ auch mit einem Online Shop im Netz präsent sein. Die tollen Schals kann man ab kommenden Montag im „Mueslicorn & Candy“ (Oudenarder Straße. 24) käuflich erwerben.

Mein Fazit: „Sekai Colori“, bunte Mode die noch mehr Farbe in den Wedding bringt. Die Schals und Tücher sind zeitlos, von äußerst hoher Qualität, preislich erschwinglich und von Frau und Mann jeden Alters tragbar. Wir können uns auf eine außergewöhnliche Kollektion aus einem Farbfeuerwerk freuen!

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Autor/Fotos: Claudia Adrian

Sekai Colori – Infantino & Sehl GbR

Ann-Katrin Sehl und Sarah Infantino

Liebenwalder Straße 31

13347 Berlin

Tel.: 030 85619887

http://www.startnext.de/sekai-colori

http://salon.io/SekaiColori

https://www.facebook.com/sekaicoloridesign

http://blog.sekai-colori.de/

montagehalle-berlin: Mode und Kunst für den Kiez

Wie zwei Frauen mit Herzblut, Stoff und Garn im Wedding Mode nähen und Netzwerke knüpfen

Annette Haußknecht (links) und Suse Stock
Annette Haußknecht (links) und Suse Stock

Stoffbahnen, Garnrollen und fertige Hosen sowie Entwürfe neuer Oberteile stapeln sich zwischen Nähmaschine und Kaffeebecher auf dem Werktisch in der montagehalle-berlin. Annette Haußknecht legt die Schere kurz zur Seite und nickt Susanne Stock zustimmend zu.

Mit dem Kulturfestival Wedding Moabit 2013 verwebt

Foto: Julia Große-Heitmeyer
Foto: Julia Große-Heitmeyer

Bis Donnerstagabend müssen die letzten Teile der aktuellen Kollektion fertig genäht sein. Dann starten die Modedesignerinnen, die gewissermaßen schon zu den Urgesteinen im Wedding zählen, mit einer Vernissage in das Kulturfestival Wedding Moabit 2013. „Vom Winde verwebt“ heißt die Gemeinschaftsausstellung, mit der die montagehalle-berlin zusammen mit der benachbarten Malerin Marion Ehrsam und dem Photographen Jacopo de Marco die Togostraße während des Kulturfestivals als Ort interdisziplinärerer Kunstveranstaltungen in Szene setzt.

Damit unterstreichen Annette Haußknecht und Susanne Stock ihr Anliegen, im Wedding nicht einfach nur Mode zu kreieren, zu fertigen und zu verkaufen, sondern dem Kiez, in dem sie jeweils schon seit 15 Jahren leben, auch ein kreatives Gesicht zu verleihen. Dazu verknüpfen die Architektin Haußknecht und die Modedesignerin Stock nicht nur Stoffe und Garne zu feminin sportlichen wie eleganten Oberteilen und zu unkonventionellen Hosen, Röcken und Kitteln, sondern weben darüber hinaus auch Netzwerke zu anderen Kreativen im Bezirk. Dass sie bei ihren Veranstaltungen nicht immer nur mit denselben Künstlern zusammenarbeiten, sondern darüber hinaus auch offen für neue Kreative und deren Ideen sind, stellen sie am kommenden Wochenende wieder einmal unter Beweis.

Wenn beim Kulturfestival Wedding Moabit Friseure unter dem Balkon Haare schneiden

Für Samstag und Sonntag haben die Betreiberinnen der montagehalle-berlin gemeinsam mit Marion Ehrsam den Friseur und Industriekletterer Jens Schmelzer eingeladen, ihr Ausstellungsthema „Vom Winde verwebt“ vor Ort aufzugreifen. Dann schneidet der erfahrene Kletterer unter einem Balkon in luftiger Höhe schwebend, Haare. Eine Freundin konnte als mutige Vorreiterin für diese Performance gewonnen werden. Die Möglichkeit, sich für eine neue Frisur in die Lüfte zu schwingen, steht aber auch schwindelfreien Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.

Bei „Freunden“ kaufen, mit Designern feiern

Was sich hier als Gemeinschaftsveranstaltung in das Kulturfestival Wedding/Moabit 2013 einreiht, können Interessierte in regelmäßigen Abständen in der montagehalle-berlin erleben. „Wir wollen nicht einfach anonym unsere textilen Ideen verkaufen, sondern uns mit unseren Käuferinnen und Käufern in einen Dialog begeben“: Passt das Unikat, oder soll nach dem Probetragen noch einmal nachgenäht werden?   „Zu unserem Selbstverständnis zählt auch, ein zur saisonalen Kollektion passendes Thema zum Anlass zu nehmen und das mit den Menschen, die zu uns kommen, zu feiern“, sind sich Annette Haußknecht und Susanne Stock einig. Beide freuen sich sehr über den Zuwachs an produzierendem Kleingewerbe und Kulturveranstaltungen im Wedding. Konkurrenzbefürchtungen hegen die beiden nicht: “Wir haben lange darauf gewartet, dass sich hier im Kiez etwas bewegt.“

Autorin: Julia Große-Heitmeyer

Mehr zur Montagehalle-Berlin

12. September 2013

19:00 Uhr

Vernissage der Gemeinschaftsausstellung “Vom Winde verwebt” anlässlich des Kulturfestivals Wedding Moabit 2013

montagehalle-berlin, Togostraße 79a,

Atelier der Malerin Marion Ehrsam, Togostraße 80.

Montagehalle Berlin

Togostr. 79a
13351 Berlin

Tel. 030/81 70 55 12
info(at)montagehalle-berlin.de

Aktuelle Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Di 9-18 Uhr und nach Vereinbarung