Wilda Wolf: Glamrock für die Kleiderstange

Modedesignerin Daniela Wolf in ihrem Atelier in der Groninger Straße. Foto: Annika Keilen
Modedesignerin Daniela Wolf in ihrem Atelier. Foto: Annika Keilen

Wilda Wolf ist eine Modemarke aus dem Wedding. Dahinter steht eine 25 Jahre junge Modedesignerin, die mit ihren Kollektionen eine Nische bedient. Von der Konzeption bis zum fertigen Kleidungsstück wird jedes Einzelteil von ihr selbst gefertigt. Wir haben sie in ihrem Atelier  in der Groninger Straße 4 besucht.

Gut „behütet“ im Afrikanischen Viertel

Es riecht noch nach Farbe vom Renovieren und ein wenig nach Strohsteife in Angela Klöcks Hut–Werkstatt. Das Erste, was sofort im Schaufenster auffällt, ist die bunte Vielzahl an verschiedenen Hütten und Kappen, die auf verschieden hohen Metallständern zur Schau gestellt sind und sehr neugierig machen.
 Ruhiges, aber emsiges Treiben herrscht im Laden. Am Arbeitsplatz, konzentriert am Abstecken und Beschneiden einer neuen Wollfilzkappe, sitzt Inhaberin und Hutmacherin Angela Klöck und erzählt von ihrer Passion. 


Kiez-Shirts: Trag den Wedding herum

(C) Johnnyspapablog.de
(C) Johnnyspapablog.de

„Eddi“ steht auf meinem T-Shirt. Was ist denn das für eine Marke, fragt mich die 21-jährige Praktikantin auf Arbeit. Gar keine, sage ich, denn ich trage ein offenes Hemd über dem T-Shirt. Ach, Edding, ja das kenne ich, sagt sie, als sie genauer hinsieht. Das ist doch der wasserfeste Stift. Es sei ihr verziehen, dass sie nicht sofort auf Wedding gekommen ist, schließlich ist sie nicht aus Berlin. Wie auch immer: Die Kiez-T-Shirt-Serie der Firma Ampelmann widmet den wichtigsten Berliner Stadtteilen eine spezifische Variante, vorne einen passenden Schriftzug und hinten ein kiezbezogenes Ampelmannmotiv.

Ein weiterer Sommer mit dem Weddingmarkt

(C) Marcel Nakoinz
(C) Marcel Nakoinz

Der Weddingmarkt kommt wieder! 2014 hatte der beliebte Kunst- und Designmarkt eine Pause eingelegt, doch im letzten Jahr brachte die Organisatorin Sabrine Pützer den Markt regelmäßig ans Nordufer zurück. Für viele Weddinger gibt es nichts Schöneres, als an einem Sommersonntag am Schiffahrtskanal entlang durch den grünen Sprengelkiez zu flanieren und zu schauen, was die Kreativen diesmal im Angebot haben. Und in diesem Jahr gibt es auch mehr (überwiegend Weddinger) Gastronomiestände, um sich mit Essen und Trinken einzudecken. Hier sorgen das Moos-Cafe von Silent Green für leckeren Kuchen, Rebel Room Delivery für saftige Burger und StreAts haben vegane Sandwiches im Angebot. Flying Roasters macht den kiezbesten Kaffee und Mostquetsche deckt den Tagesbedarf an Vitaminen in Saftform ab.

Neu beim Weddingmarkt ist ein akustisches musikalisches Angebot. Verschiedene kleine Bands werden die Besucher am Kanalufer unterhalten.

Der Weddingmarkt wird draußen stattfinden, am Nordufer, zwischen Torf- und Samoastraße.

Die Termine im Jahr 2016: , 5. Juni, 3. Juli, 11. September

immer von 11 – 19 Uhr

Mehr Infos unter: https://wedding-markt.de/

Die Kolumne: Heterogene Sehnsucht

Vom Tanzen und vom Pflanzen

Das Ufo ist längst wieder weg. Für ein paar Tage gastierte die Fashion Week in Wedding. Und siehe da: Unser Bezirk ist noch genauso reudig-liebenswert wie ehedem. Viel „gefährlicher“ sind da solche auf Dauer angelegten Projekte wie die Uferstudios, die Osram-Höfe oder das Himmelbeet. Dort sind Menschen zugange, die es doch tatsächlich darauf anlegen, nicht nur sich selbst zu verwirklichen, sondern auch den Wedding ein bisschen besser und lebenswerter zu machen. Das Verrückte: Entgegen aller Vermutungen beweist die großartige Resonanz auf Tanztage, Fastenbrechen auf dem Leo, Designer auf der Brunnenstraße oder Tomatenpflanzen am Ruheplatz, dass es im heterogenen Wedding ganz offensichtlich eine gemeinsame Sehnsucht nach Veränderung gibt. Und immer mehr Menschen bereit sind, diese auch aktiv zu gestalten.

Autor: Ulf Teichert

Weddingdress – Mode sofort mitnehmen

Vor neun Jahren organisierte das landeseigene Wohnungsunternehmen degewo zum ersten Mal ein Modefest auf der Brunnenstraße in Höhe U-Bahnhof Bernauer Straße. Damals wie heute ist die Hoffnung, das Fest Weddingdress möge helfen, das Brunnenviertel an das sogenannte kreative Berlin anzudocken. Tatsächlich finden sich viele Modeaussteller, die sich auf 130 Ständen präsentieren. Die degewo spricht deshalb von einem Erfolg.

GESCHLOSSEN: „Frack du lac“: Second Hand-Trends entdecken

Frack du lac 2„Leben“ prangt noch in großen Lettern über dem Second-Hand Geschäft „Frack du Lac“ in der Kameruner Straße 43. So lässt sich das alte Lebensmittelgeschäft nur noch erahnen. Heute gibt es hier ein großes Sammelsurium an funktionalen Textilien für Sie und Ihn. Das Sortiment reicht von Hosen, Jacken, Pullover, Shirts, Schmuck bis hin zu zahlreichen Accessoires. In dem kleinen Laden vergisst man schnell die Zeit, denn es gibt Vieles zu entdecken. Gleich vor dem Geschäft fällt die „Free Box“ ins Auge. Hier kann sich der Kunde gern ein Kleidungsstück seiner Wahl kostenlos mitnehmen.