Neuer Glanz fürs Strandbad Plötzensee

Der Wedding hat im Laufe der Jahre viel von seiner Geschichte verloren. Für eine über 100 Jahre alte „blaue Perle“ scheint es nun aber einen Rettungsanker und eine Zukunft zu geben. Das Freibad am Westufer des natürlichen Gewässers mit seinem markanten Backsteingebäude ist seit diesem Jahr an ein neues Team verpachtet. Die Betreiber Michael Verhoeven und Katharina Zahn – Geschäftsführerin – wollen das Potenzial dieses Naturparadieses mitten in der Stadt heben, und etwas gegen die permanente Übernutzung des Sees an seinem Ostufer tun. Statt wild im Landschaftsschutzgebiet zu baden soll es wieder gute Gründe geben, ins frisch renovierte Strandbad zu gehen.

Samstag: Französisch sprechen oder den Garten planen?

An diesem Samstag gibt es zwei Veranstaltungen, die zwei unterschiedliche Facetten des Wedding darstellen. Im Centre francais findet die jährlich wiederkehrende Fête des Francophonies statt. Zeitgleich treffen sich in Gesundbrunnen die Gemeinschaftsgärtner und Interessierte der „Wilden 17“, um das Gartenjahr in der Böttgerstraße zu planen.

Wedding-Geschichten: Kunstausstellung „NEWS FROM HOME“

© Anne Fehres & Luke Conroy

Anne Fehres und Luke Conroy sitzen in ihrem Atelier im Institut für Alles Mögliche und bereiten ihre Vernissage Mirage Bistrot vor. Die Wände sind tapeziert mit bunten Klebezetteln, Notizen und Postkarten. Unter einer Karte vom Viertel hängt ein blauer Zettel mit einem Zitat des deutschen Kunstkritikers Karl Scheffler: „Damned to a fate of always becoming something and never being it –  Dazu verdammt, immerfort zu werden und niemals zu sein“. Was Scheffler im Jahr 1910 über Berlin sagte, wird auch oft über den Wedding geraunt. Die stete Beschwörungsformel, dass der Wedding komme, wird unermüdlich am Kneipentresen oder mit leichtem Augendrehen in U-Bahnen erzählt. Die niederländische Dokumentarfilmerin Anne Fehres und den Fotokünstler und Soziologen Luke Conroy interessiert jedoch nicht das ominöse Werden, sondern aktuelle Sein. Bei ihrem ersten gemeinsamen künstlerischen Fotografieprojekt „NEWS FROM HOME“ erkunden sie dafür den Wedding.

69. Berlinale in der neuen Betonhalle im silent green Kulturquartier

69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke
69. Berlinale 2019, Antikino im silent green Kulturquartier, Foto von M.Fanke

Wer die Berlinale ohne Anstehen und feste Vorstellungszeiten besuchen möchte, der kann noch bis zum 17. Februar bzw. 9. März in der fertiggestellten Betonhalle des silent green Kulturquartier, Gerichtstr. 35, das 14. Forum Expanded: ANTIKINO (THE SIREN’S ECHO CHAMBER) genießen. Die Ausstellung und das Screening im Rahmen der 69. Berlinale bereichern die Kulturwelt des Weddings.

Was, wann, wo Wedding (2. Woche)

Eingang Atze

Schon geht’s weiter mit dem zweiten Veranstaltungskalender des Jahres 2019. Gleich heute ist die Vernissage der Kunstaustellung ‚Ecologies of Darkness‘ im Savvy Contemporary. Und heute feiert auch das Prime Time Theater 15. Geburtstag mit der Premiere der Jubiläumsfolge von GWSW. Außerdem erwacht das Mastul aus dem Winterschlaf und bietet uns gleich drei Comedy-Shows bis zum Sonntag. Im City Kino Wedding läuft der französische Film des Monats, ‚Climax‘, im Original.