Schlagwörter: Kiez

Kiez-Shirts: Trag den Wedding herum

(C) Johnnyspapablog.de
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„Eddi“ steht auf meinem T-Shirt. Was ist denn das für eine Marke, fragt mich die 21-jährige Praktikantin auf Arbeit. Gar keine, sage ich, denn ich trage ein offenes Hemd über dem T-Shirt. Ach, Edding, ja das kenne ich, sagt sie, als sie genauer hinsieht. Das ist doch der wasserfeste Stift. Es sei ihr verziehen, dass sie nicht sofort auf Wedding gekommen ist, schließlich ist sie nicht aus Berlin. Wie auch immer: Die Kiez-T-Shirt-Serie der Firma Ampelmann widmet den wichtigsten Berliner Stadtteilen eine spezifische Variante, vorne einen passenden Schriftzug und hinten ein kiezbezogenes Ampelmannmotiv.

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Nachbarschaft

Searching for the Grey. Grafik Lisa Blum.
Searching for the Grey. Grafik Lisa Blum.

Es ist selten, dass sich jemand die Mühe macht, einen unbekannten Stadtteil ohne vorgefertigte Meinung zu erkunden. Lisa Blum, die nicht im Wedding wohnt, hat den Soldiner Kiez auf sich wirken lassen. Zur Methode des ziellosen Umherschweifens hat sie sich von der Situationistischen Internationalen inspirieren lassen und ihre Eindrücke in einem Booklet gesammelt. Hier ein Auszug aus dem Text „Nachbarschaft“:

„Ich laufe die Tromsöer Straße entlang. Die Straße endet in einer Sackgasse. Dahinter erstreckt sich ein lang gezogener Parkplatz. Ich biege rechts ab und folge einem Fußweg, der mich auf ein ehemaliges Industrieareal führt. Kinder spielen vor einer Moschee. Ein Junge, um die sieben Jahre alt, fragt einen anderen Jungen „Hast Du eine Zigarette bekommen“? Sie klettern an einem Treppengeländer hoch, das zu einer Lagerhalle hinaufführt.

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Basalt – eine Bar wächst im Wedding heran

Basalt BarEs tut sich etwas im Barleben im Wedding. Vor kurzem hat in der Utrechter Straße die Bar „basalt“ eröffnet. Eigentlich wollte der Weddingweiser die Betreiber Kieran und Matthias wenige Stunden vor der Eröffnung zum Warum und Wie befragen, aber bis zuletzt wurde geschraubt und gewerkelt. Der Eröffungsabend selbst war dann so gut besucht, dass verständlicherweise keine Zeit blieb.

Eine Woche später haben wir dann alle gemeinsam Zeit gefunden, um uns das basalt einmal etwas genauer anzuschauen. Die beiden Betreiber Kieran und Matthias sind gebürtig aus Reinickendorf und wohnen seit vielen Jahren im Wedding. Sie sind zusammen aufgewachsen und hatten beide schon immer den Traum, einmal eine eigene Bar aufzumachen. Und wenn, dann in ihrem und unserem Wedding.

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Mein Lieblingscafé Miss Ploff

Das Café Miss Ploff in Gesundbrunnen ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst.
Das Café Miss Ploff in Gesundbrunnen ist ein Ort, an dem man die Zeit vergisst.

Lass mal kurz auf einen Café bei Miss Ploff treffen! Einen frisch gepressten O-Saft, einen knusprig warmen Bagel mit frischer Avocado und hausgemachten Hummus, herrlich sapschigen Schokokuchen – und drei Stunden später verlasse ich zufrieden und glücklich mein Lieblingscafé. Weiterlesen

Alles auf eine Karte gesetzt

KiezkarteUm es kurz zu machen:  Genau so stelle ich mir eine ideale Kiezkarte vor. Auf den ersten Blick wirkt der Orientierungsplan des Quartiersmanagements wie ein Produkt für Kinder. Wer genauer hinschaut, erkennt aber, dass sie maßstabsgetreu ist, so gut wie jedes Gebäude im Kartenausschnitt ist dreidimensional dargestellt – aber das, worauf es ankommt, was einen Ort aus der grauen Masse hervorstechen lässt, ist farblich und detailreich hervorgehoben. Eine weitere Ausgabe ist inzwischen auch für den Sprengelkiez erschienen.

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„Dickes Bee“: Gemeinsam kaufen und gut essen

bee1Seit 2011 gibt es „Dickes Bee“, eine Food-Coop. Das ist eine Gruppe von etwa 40 achtsamen Essern, die gemeinsam Lebensmittel bestellt: bio, regional, saisonal, vegetarisch, fair produziert. Der Lebensmittelerwerb wird dabei eine besondere Aktivität, an dessen Ende verantwortungsvoller, gesunder und schmackhafter Genuss und neue Freunde stehen. Simone Lindow (Text) und Benjamin Renter (Foto) trafen die Mitglieder Willem und Marijn, probierten Pastinaken-Chips und fragten nach.

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Bye bye Bücher: Der stille Abschied der Hugo-Heimann-Bibliothek

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Bilck in die Hugo-Heimann-Bibliothek. Die Bücher, CDs und DVDs ziehen ab Ende April um in die Müllerstraße.

Es hat keine Demonstrationen gegeben, keine Bürgerinitiative, keine Unterschriftensammlung, nicht einmal ein Plakat. Ganz still und leise verabschiedet sich die Hugo-Heimann-Bibliothek aus dem Brunnenviertel. Sie schließt am 27. April. Das Viertel verliert damit einen Treffpunkt und eine wichtige Bildungseinrichtung. Die 37.000 Medien der Bibliothek, die Ende der 70er Jahre gegründet wurde, ziehen perspektivisch in die neu gebaute Schiller-Bibliothek in der Müllerstraße – wenn diese fertig ist. Mit der Schließung der Kinder- und Jugendbibliothek im Brennpunktkiez will der Bezirk Geld sparen.

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Wedding hilft!: Frühlingsfest in der Prinzenallee

Die Initiative „Wedding hilft!“, die Flüchtlinge im Wedding unterstützt, lädt am Sonntag (22.3.) zu einem multikulturellen Nachbarschaftsfest ein. Gemeinsam mit Jung und Alt aller Nationalitäten soll der Frühlingsbeginn gefeiert werden. Es wartet ein Programm mit internationaler Live-Musik und kulinarischen Köstlichkeiten auf die Besucher. Auch für die Unterhaltung der ganz kleinen Gäste ist gesorgt.

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