Essen zum Mitnehmen im Soldiner Kiez

Ein Strudel
Im Bao­bab

Take-away und Lie­fer­diens­te: Was kön­nen wir tun, wenn wir unse­re Cafés und Restau­rants auch nach der Kri­se behal­ten wol­len? Ganz ein­fach: Wir kön­nen sie jetzt unter­stüt­zen und unser Essen dort abho­len. In einer Serie stel­len wir euch in jedem Kiez eini­ge Orte vor, wo ihr Essen zum Mit­neh­men abho­len oder für die Lie­fe­rung bestel­len könnt. Heu­te: Tipps für den Sol­di­ner Kiez

4 Möglichkeiten, frisch gerösteten Kaffee im Wedding zu kaufen

Wenn dir Kaf­fee nicht die Boh­ne schmeckt, könn­te das dar­an lie­gen, dass es sich um indus­tri­ell gerös­te­ten Kaf­fee han­delt. Zum Glück gibt es im Wed­ding zahl­rei­che Alter­na­ti­ven für frisch gerös­te­ten Kaf­fee, von denen wir hier vier vorstellen.

Coffee Circle röstet seinen Kaffee nun selbst

coffee circle
Hier kommt bei Cof­fee Cir­cle der Kaf­fee in die Beu­tel. Foto: And­rei Schnell Abfüllmaschine

Nach­dem Cof­fee Cir­le bereits seit Jah­ren  gerös­te­te Kaf­fee­boh­nen ver­kauft hat, hat das Unter­neh­men nun auch eine Röst­ma­schi­ne erwor­ben. Rund 250.000 Euro hat die Fir­ma mit Sitz im Wed­ding aus­ge­ge­ben. Pro Durch­gang kön­nen 60 Kilo­gramm der weiß­li­chen getrock­ne­ten rohen Boh­nen zu brau­nen Kaf­fee­boh­nen gerös­tet wer­den. Am 27. April durf­te die Pres­se den gan­zen Tag lang Kaf­fee­ma­schi­nen, Kaf­fee­boh­nen und Kaf­fee­zu­be­rei­tung und natür­lich auch die Röst­ma­schi­ne ken­nen­ler­nen. Im Juli wird der Kenn­lern­tag mit Kaf­fee­ver­kos­tung und Brüh­work­shops für alle Kun­den wie­der­holt. Dann will das seit sie­ben Jah­ren bestehen­de Online-Unter­neh­men sich von Ange­sicht zu Ange­sicht vor­stel­len. Und es will dann auch sei­ne sozia­len Pro­jek­te in Äthio­pi­en präsentieren.

Kaffeeröster “KAWA” in der Drontheimer Straße

Inhaber und Stammgast von Attis Cafe wollen zeigen, dass der selbst geröstete schmeckt. Foto Andrei Schnell.
Inha­ber und Stamm­gast von Atti’s Café wol­len zei­gen, dass der selbst gerös­te­te schmeckt. Foto And­rei Schnell.

Craft-Beer, Repair-Café, Toma­ten vom Hoch­beet in der Stadt – die Leu­te wol­len die Din­ge wie­der sel­ber in die Hand neh­men. Oder zumin­dest wol­len sie sehen kön­nen, wie Pro­duk­te von Hand ent­ste­hen. Ob Kaf­fee das nächs­te Pro­dukt ist, bei dem die Kraft der Mar­ke nicht län­ger dar­über hin­weg­täuscht, dass einem stan­dar­di­sier­tes Pro­dukt vom Fließ­band irgend­wie nicht Hand und Fuß hat? Das ehe­ma­li­ge Atti’s Café in der Dront­hei­mer Stra­ße setzt seit Febru­ar 2016 auf eige­ne Her­stel­lung. Inha­ber Kacper Cza­chow­ski rös­tet eige­nen Kaf­fee. Er ver­traut dabei auf Offen­heit und klei­ne Mengen. 

KAWA Kaffeemanufaktur: Geschmack mit Klingeling

attiscafe2Mor­gens halb neun im Wed­ding. Die M13 surrt die Oslo­er ent­lang. Die Blin­ker der Autos kla­ckern müde nach irgend­wo, kein Park­platz, ein Kran­ken­haus; auf der Dront­hei­mer Stra­ße wird gehupt. Der Bus wie ein Fel­sen im Berufs­ver­kehr, der Geh­weg leer bis auf die Super­son­der­bil­lig­an­ge­bo­te im Geschäft gegen­über der Kli­nik. Dane­ben: Klin­ge­ling. Klin­ge­ling, das ist die akkus­ti­sche Pfor­te in eine ande­re, schö­ne Guten-Mor­gen-Welt. Es klingt wie eine Kauf­manns­la­den­k­lin­gel und ist ein klei­nes Wind­spiel aus Metall an der Tür von Atti’s Café.