Schlagworte: Gerichtstr

Café Mocca: Der normale Wedding

Cafe Mocca GerichtstrVon den großen Glasscheiben des Cafés an der Ecke Gerichtstraße/Pasewalker Straße aus lässt sich das Geschehen auf dem Nettelbeckplatz bei einem Kaffee, einem Frühstücksteller oder einem Mittagessen wunderbar beobachten. Schon seit 2005 gibt es hier das Café Mocca, das nach einem Umbau im Januar wieder eröffnet hat.
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“Per Anhalter durch die Barlaxis”: Gleich mehrere Bars auf einmal!

Wilma (C) Ashley Jones
Wilma (C) Ashley Jones

Die Zeit ist gekommen, die endlichen Weiten des Weddings zu erkunden. Gebt die Koordinaten ins System ein und begebt Euch auf die Reise ins Ungewisse…

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Gründe für die Stattbad-Schließung

Stattbad FassadeAufgrund einer Mängelanzeige und Veranstaltungsankündigungen im Internet fiel dem Bezirksamt Mitte auf, dass das Stattbad Wedding entgegen der 2012 erteilten Baugenehmigung genutzt wird. Daher wurden die Nutzer aufgefordert, den Zutritt zum Gebäude zu verhindern. Doch wer ist nun eigentlich schuld an der Schließung des Stattbades? Eine unkreative Verwaltung – oder gar Menschen, die dem Stattbad etwas Böses wollen? Weiterlesen

Ideen für den Max-Josef-Metzger-Platz

Im Rahmen des Aktiven Zentren Programms soll der Max-Josef-Metzger-Platz umgestaltet werden. Mit einer Platzbegehung wollen die Planer mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen und Ideen mitnehmen, wie die Grünanlage zukünftig aussehen könnte. Der Max-Josef-Metzger-Platz hat einen wichtigen Naherholungswert für die Bewohnerinnen und Bewohner und dient als Wegeverbindung zwischen der Gericht- und der Müllerstraße. Weiterlesen

Wiesenburg: Die Verdrängung aus dem Paradies

Romantische Ruinen: die WiesenburgIn der geschichtsträchtigen Wiesenburg stehen große Veränderungen an. Die Eigentümer Senatsverwaltung für Finanzen und die DeGeWo haben weite Teile des Geländes sperren lassen. Zum 2. April dürfen weder die Ruine noch weite Teile der Freifläche des über 8.000 Quadratmeter großen Geländes betreten werden. Ein Schock für die Mieter wie Joe Dumkow und Burkhard Nolte, die im Gespräch mit dem Weddingweiser-Autor Daniel Gollasch die sehr kurzfristige Verfügung beklagen. Sie empfangen uns im Wohngebäude des Komplexes und weihen uns in die Geschichte des ehemaligen Obdachlosenasyls ein. Weiterlesen

Die Panke entlang (Teil 1)

Unscheinbar, überbaut, keine Einbindung in die übrige Innenstadt – so lieblos zeigt sich der Lauf der Panke auf ihren letzten Metern. Aber nicht nur der Panke, sondern der ganzen Gegend ist durch Kriege und den Mauerbau übel mitgespielt worden. Die dichte Bebauung von einst ist zwar unwiederbringlich verloren, aber die vielen kleinen und großen Sehenswürdigkeiten lohnen trotzdem einen Spaziergang pankeaufwärts… Weiterlesen

Gerichtshöfe: Kunst kommt an Nikolaus in die Tüte!

“MoKuzuMimi” (C) Kunst in den Gerichtshöfen

Am 6. Dezember ab 18:00 Uhr und damit zu Nikolaus laden 22 Künstler in die dritte Etage der Gerichtshöfe 12/13 zu ihrem MoKuzuMimi ein. Die Kunst wird hier nicht in Schuhe gesteckt, sondern in transparenten Tüten an die Wände gehängt. Schon zum zehnten Mal gibt es in diesem Jahr im Wedding die Gelegenheit, originelle Geschenke auf ungewöhnliche Weise zu erwerben… Weiterlesen

Kiez rund um den Leo und Osramkiez: Städtische Qualität

Neue und alte Nazarethkirche direkt hintereinander

 

Neue Nazarethkirche
Neue Nazarethkirche

Das namenlose Viertel zwischen dem Leopoldplatz, der Müllerstraße, der Seestraße und der Reinickendorfer Straße besitzt von allen Weddinger Kiezen mit die geschlossenste Bebauung aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Die in ein Gewerbe- und Bürozentrum umfunktionierten Osram-Höfe, einst Europas größte Glühlampenfabrik (erbaut 1904-1910), schließen das Viertel nach Norden hin ab.

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Kiki Sol – Café: so was möchte man gerne hier haben

Viele kennen noch das KikiSol als kulturelle Oase in der Lindower Straße. Eingeklemmt zwischen dem Abschleppdienst, dem türkischen Fischhändler und dem Nettelbeckplatz hatte sich der Künstler- und Studententreff vor allem durch seine Konzerte etabliert. Im vergangenen Frühjahr zog die ungewöhnliche Bar um in die Reinickendorfer Straße 106, während die alten Räumlichkeiten als Vereinslokal genutzt wurden. Doch jetzt eröffnet dort das KikiSol-Café – sozusagen die Schwester der KikiSol-Bar….

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“PANKE” und “Quinoa”: Neues Leben im Hinterhof

Foto: PANKE e.V.
Foto: PANKE e.V.

Versteckt im fünften Hinterhof der Gerichtstr. 23 findet der hartnäckige Entdecker die “geheimen” Räumlichkeiten von Panke e.V. Vor zwei Jahren öffnete das Kulturzentrum und ist seitdem eine Oase für Künstler, Musiker und Feierlustige im Wedding. Der Weddingweiser möchte mehr darüber erfahren und wagt sich in die geheimnisvoll in grünes Platinenlicht gehüllten Räume. Justas, Erika und Claudia, die Gründer von Panke e.V. und dem dazugehörigen neuen Bistro, Quinoa, erzählen von ihren Ideen…

WW: Justas, Erika, ihr seid aus Litauen, ja? Wieso seid ihr in den Wedding gezogen, und wie seid ihr dazu gekommen, Panke e.V. zu gründen?

Justas: Wir sind nach unserem Bachelorabschluss nach Berlin gekommen, um Deutsch zu lernen und hier unsere Master zu machen… und dann haben wir diese Räume gefunden!! Sie standen über 60 Jahre lang leer und waren einfach perfekt. Wir mussten aber über ein Jahr lang renovieren, bevor wir öffnen konnten.
Erika: Es war wirklich ein Unfall oder so. Wir fanden die Räume hier und hatten einfach so viele Ideen. Zuerst dachten wir einfach, dies sei die perfekte Umgebung für Musik und Kunst. Dann wollten wir auch noch ein nettes, gemütliches Café, denn solche Orte sind selten im Wedding. Wir wollten einfach einen Platz für alle möglichen Gelegenheiten.
WW: Wenn ihr diese Ideen mit Panke e.V. heute vergleicht, seht ihr eure Visionen von damals verwirklicht?
Erika: Wir haben definitiv Platz für alle möglichen Unternehmungen, wie Konzerte, regelmäßige Parties, Ausstellungen, Installationen, Workshops, Performances und so weiter, ja…

Justas: Ja, und wir wollten ein schönes, gemütliches Café und Platz für Künstler, und genau das haben wir auch geschafft.

WW: War es schwierig, Panke e.V. im Wedding zu eröffnen? Wie seid ihr mit der ganzen deutschen Bürokratie klargekommen?
Erika: Oh, das war gar nicht so schlimm… Wir haben eigentlich gar nicht versucht, über die ganzen Vorschriften zu disktieren, weil wor es gar nicht konnten – wir haben einfach das gemacht, was uns gesagt wurde. Somit sind wir wahrscheinlich Berlins sicherster Club… (lacht)
WW: Ihr seid nun schon seit drei Jahren hier. Was hat sich in dieser Zeit im Wedding verändert?
Justas: Ich sage dir jetzt was, das du nirgendwo anders lesen oder hören wirst: Es gibt hier eigentlich kein Gentrifizierungsproblem! Es hat sich gar nicht so sehr verändert. Ja, es kommen immer mehr Leute in den Wedding, aber viele Touristen sind hier immer noch nicht. Es sind immer noch die gleichen Leute…
WW: Was wisst ihr eigentlich über die anderen Parteien hier in der Gerichtstr. 23? Hier gibt es ja ganz viele verschiedene Gruppen, habt ihr mit denen auch etwas zu tun?
Erika: Ja, da gibt es zum Beispiel Tangoloft, und die Galerie… Oh, und drüben soll im dritten Stock bald ein Club aufmachen. Wir sind Nachbarn, also treffen wir uns natürlich immer wieder mal, und man hilft einander, hängt Plakate auf und so weiter… Es ist immer toll, wenn jemand was Neues im Wedding machen will, also helfen wir uns gegenseitig.

Photo: PANKE e.V.
Photo: PANKE e.V.

WW: Claudia, “Quinoa” ist das neue Familienmitglied von Panke. Ein vegetarisches Bistro im Wedding, wie klappt das denn?
Claudia: Oh, wir haben das Bistro gerade vor einem Monat gestartet, und bis jetzt läuft es gut. Ein veganes oder vegetarisches Restaurant ist immer eine Herausforderung, aber es ist auch spannend. Wir haben sogar schon ein paar Leute, die regelmäßig hierher kommen. Im Wedding gibt es nicht so viele Optionen für Vegetarier und Veganer, also füllen wir hier eine Lücke.
WW: Wie kommst du dazu, ein vegetarisches Bistro im Wedding zu führen?
Claudia: Ich komme aus Italien, und bin vor ein paar Jahren nach Berlin gekommen. Ich habe hier damit angefangen, Abendessen an zufällig ausgewählten Orten zu organisieren, mit immer neuen Leuten. Ich wollte einfach Leute zusammenbringen. Dann habe ich ein Restaurant in Kreuzberg eröffnet. Ein Freund hat mich Erika und Justus vorgestellt und es hat alles geklappt – jetzt ist Quinoa mein neues Baby. Ich bin seit sechs Monaten vegan, und das verändert dich. Ich war daran gewöhnt, mit Fleisch und Fisch zu koche, also ist jetzt alles neu und aufregend für mich.
WW: Was können wir in Zukunft von Quinoa erwarten?
Claudia: Da ist zum natürlich das Bistro mit wechselnden veganen und vegetarischen Gerichten, aber dann wird es auch Veranstaltungen vie Performance-Dinners geben. Wir wollen auch gerne einen Markt hier haben, wo lokal produzierte Produkte verkauft werden können. Wir wollen die Leute und Bauern aus der Region einladen und träumen davon, einen Platz zum gegenseitigen Austausch zu schaffen.

WW: Eine letzte Frage: Was sind eure Zukunftspläne für Panke e.V.?
Erika: Wir wollen groß rauskommen! (lacht) Wir sind so gut wie fertig damit, die Räume umzugestalten – naja, ganz fertig werden wir nie werden, aber wir sind auf dem besten Weg. Jetzt können wir in neue Projekte investieren und wachsen. Dafür müssen wir mehr planen, was jetzt, wo wir Erfahrung haben, einfacher wird. Wir brauchen auch noch mehr Hilfe, denn im Moment machen wir hier alles, und das ist wahnsinnig anstrengend. Aber wir haben große Ideen und Pläne, und wir wollen Panke größer werden lassen…

Das Interview führte Daniela Hombach.
Regelmäßige Veranstaltungen:
Bass auf die Muetze – Jam session, mittwochs; 8bit Bar – jeden ersten Donnerstag; Scope Session – jeden zweiten Donnerstag; UKIYO-E Panke Cinema – jeden dritten Donnerstag; CitizenKino – jeden vierten Donnerstag; Support your local ghetto – jeden letzten Freitag im Monat; Wedding Soul – jeden dritten Samstag im Montag

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Der Weg zur PANKE als Video