Sieger des 1. Foto-WEDD-bewerbs

S-Bahnhof Wedding (C) Andi Weiland
S‑Bahnhof Wed­ding, Foto © Andi Weiland

Pokal Weddingweiser

Wir haben unser Sie­ger­bild gekürt:

Herz­li­chen Glück­wunsch Andi Weiland!

 

 

 

 

Uns gefällt an dem Foto, dass Andi es geschafft hat, die Stadt mit der Natur, der Son­ne zu verbinden.
Oft wirkt moder­ne Archi­tek­tur kalt und glatt. Doch mit den gol­de­nen Son­nen­strah­len und der Abwe­sen­heit von Fahr­gäs­ten strahlt der Bahn­hof Wed­ding eine sel­te­ne Ruhe und Fried­lich­keit aus.
Durch die Auf­nah­me im Gegen­licht hat der sil­hou­et­ten­haf­te Bahn­hofs­ein­gang etwas sehr Abs­trak­tes und man muss zwei‑, drei­mal hin­schau­en, bevor man die­sen ver­trau­ten Ort wiedererkennt.
Auch die­ser Aspekt trägt zum Reiz des Bil­des bei.

Andi selbst schreibt dazu:
“…In dem Bild zei­gen sich für mich auch die schö­nen Sei­ten vom Wed­ding, weil es auf der einen Sei­te eine “rus­ti­ka­le” vom Arbei­ter­be­zirk gepräg­te Archi­tek­tur hat, aber auf der ande­ren Sei­te auch viel Natur, die auch zum ent­span­nen einlädt.”

“Mein liebster Platz im Wedding” – Fotowettbewerb vom 4.–10. Mai 2015

Foto (c) Sulamith SallmannDer Wed­ding­wei­ser ruft zu sei­nem ers­ten Foto­wett­be­werb auf.
Und ihr könnt mit dabei sein!
Unter dem Mot­to: “Mein liebs­ter Platz im Wed­ding” könnt ihr uns vom 4.- 10. Mai 2015 eure Fotos einsenden.
Wir wür­den uns sehr freu­en, wenn ihr uns scheibt, wo genau sich die­ses  Lieb­lings­plätz­chen befin­det und war­um ihr es als sol­ches aus­er­ko­ren habt.

Am  11. Mai wer­den wir beim Wed­ding­wei­ser die ers­ten drei Plät­ze prä­mie­ren und sie im Blog veröffentlichen.

Bit­te schickt uns eure Wett­be­werbs­fo­tos mit Anga­be eures Namens an: redaktion@weddingweiser.de

Mit der Ein­sen­dung eures Fotos wil­ligt ihr ein, dass wir die Bil­der im Rah­men des Foto­wett­be­wer­bes ver­öf­fent­li­chen dürfen.

Sanierung gelungen: U‑Bahnhöfe im Wedding

Bahnhof Rehberge (C) Stefan Kuhl
Bahn­hof Reh­ber­ge © Ste­fan Kuhl

Wenn die BVG ihre his­to­ri­schen U‑Bahnhöfe saniert, wird das Gesicht man­cher Sta­ti­on schon mal bis zur Unkennt­lich­keit ver­än­dert. Man­che archi­tek­to­ni­sche Ent­glei­sung nach frü­he­ren Sanie­run­gen oder die Neu­bau­ten der 1970er und 1980er Jah­re belei­di­gen das Auge das Fahr­gas­tes auch heu­te noch. Doch in den letz­ten Jah­ren hat sich auch bei den Ber­li­ner Ver­kehrs­be­trie­ben die Sen­si­bi­li­tät für die Bewah­rung des kul­tu­rel­len Erbes, das eine über 110 Jah­re alte U‑Bahn mit sich bringt, erhöht. Sanier­te und teil­wei­se in ihren Ursprungs­zu­stand zurück­ver­setz­te Bahn­hö­fe wie Mehring­damm, Süd­stern, Vol­ta­stra­ße oder Gesund­brun­nen zei­gen: An der Gestal­tung der unter­ir­di­schen Hal­te­stel­len lässt sich ein Stück Zeit­ge­schich­te able­sen, wäh­rend das an der Ober­flä­che oft schon nicht mehr mög­lich ist.

Uns ist so novembrig

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Wenn das Him­mel­beet schließt sei­ne Pforten,
abge­ern­tet sind Obst- und Gemüsesorten,
Wenn nach der gol­de­nen Oktoberpracht
nur noch Graf­fi­ti im Novem­ber­grau lacht,
wenn am Rinn­stein Laub­ber­ge liegen,
wir nur Regen­klei­dung kriegen,
Dann wird auch Wed­dings schöns­tes Schwein
nur vor dem Ofen glück­lich sein.

(Autor: Julia­ne Orsenne)

“Mabellevie”: Neues Leben für alte Möbel

„Ich wollte in den Wedding, weil ich mag, dass sich vieles hier noch echt und unangetastet anfühlt“, sagt Elisa Brückner. Genau so sollen auch die Möbelstücke sein, die sie künstlerisch bearbeitet: Gegenstände zum Anfassen, Darüber-Streichen und Benutzen.

Umgearbeitete Möbel Quelle: Mabellevie
Umge­ar­bei­te­te Möbel, Quel­le: Mabellevie

Mabellvie Möbel 2
Nur auf den ers­ten Blick alt (Quel­le: Mabellevie)

Jedes alte Möbel­stück hat meh­re­re Schich­ten und erzählt damit auch Geschich­ten, manch­mal sogar meh­re­ren Jahr­hun­der­ten. Mit „Mabel­le­vie“ greift die 28-jäh­ri­ge Male­rin Eli­sa Brück­ner die von Hand gear­bei­te­te Form eines Möbel­stücks auf. Das Alter oder der Wert der Möbel­stü­cke ist für sie dabei gar nicht ent­schei­dend – auch wenn die meis­ten Stü­cke älter als 80 Jah­re alt sind. „Mir kommt es viel­mehr dar­auf an, wie viel Inspi­ra­ti­on mir das Objekt geben kann“, sagt die Künst­le­rin, die in Osna­brück und Dres­den stu­diert hat. „Da kön­nen dann schon ein­mal auf alten Tru­hen wil­de Möwen in luf­ti­gem Blau flie­gen“, erklärt Eli­sa Brück­ner. „Oder Papier­mo­sai­ke aus Japan­pa­pier zau­bern far­bi­ge, sinn­li­che Flä­che auf Tische und Stüh­le.“ Sogar Fotos vom Trö­del­markt wer­den auf man­chen Möbeln ange­bracht. Eli­sa Brück­ner arbei­tet in klei­nen Seri­en, die sich ein­zel­nen Far­ben oder Bear­bei­tungs­tech­ni­ken widmen.

Alte Möbel, neu interpretiert (Quelle: Mabellevie)
Alte Möbel, neu inter­pre­tiert (Quel­le: Mabellevie)

Die Künst­le­rin arbei­tet seit 2011 gemein­sam mit ihrer jün­ge­ren Schwes­ter Jose­phi­ne Brück­ner, die sich als Kunst­wis­sen­schaft­le­rin ums Mar­ke­ting von Mabel­le­vie küm­mert. Ihr Traum ist es, irgend­wann einen Laden mit inte­grier­tem Ate­lier zu  füh­ren und dort die Möbel zu prä­sen­tie­ren, sowie einen Raum für fan­ta­sie­vol­le Ver­an­stal­tun­gen und ande­re Din­ge des schö­nen Lebens zu schaf­fen.„Sie hat mir den Wed­ding näher gebracht, wo sie schön seit eini­ger Zeit wohnt“, erzählt die Male­rin, die den Stadt­teil in einem krea­ti­ven Auf­bruch sieht: „Wirk­lich Schö­nes und Ein­zig­ar­ti­ges kann nur da ver­wirk­licht wer­den, wo es noch den Frei­raum dafür gibt.“ Die Men­schen im Wed­ding sei­en noch nicht so gesät­tigt wie in ande­ren Stadt­tei­len, glaubt sie.

Ihr Ate­lier befand bis vor kur­zem sich gemein­sam mit dem Stu­dio eines Foto­gra­fen in der Dront­hei­mer Stra­ße, wo die wie­der­be­leb­ten Objek­te in einem licht­durch­flu­te­ten, groß­zü­gi­gen Raum aus­ge­stellt wer­den. Im Novem­ber 2012 waren die „Mabellevie“-Werke Teil einer gemein­sa­men Ver­kaufs­ak­ti­on namens „Die Geschich­ten­ver­käu­fer“ in eben die­sem Hin­ter­hof­ate­lier. Klei­dungs­stü­cke und Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­de im Zusam­men­spiel mit den auf­ge­ar­bei­te­ten Möbeln erzeug­ten eine stim­mungs­vol­le, vor­weih­nacht­li­che Ver­an­stal­tung. Doch auch beim Kunst- und Kul­turmarkt „Wed­ding­markt“, der seit August 2012 regel­mä­ßig statt­fin­det, erfreu­en sich die Kunst-Möbel immer wie­der gro­ßer Begeis­te­rung. Besu­cher des Cafés „Gilmore’s“ am U‑Bahnhof Reh­ber­ge kön­nen die „Mabellevie“-Stücke eben­falls in Augen­schein neh­men – die Inha­be­rin San­dra Fabi­an hat mit ihnen einen gan­zen Raum gestaltet.

Logo_ManufakturenWie der fran­zö­si­sche Name des Labels andeu­tet, hat die gebür­ti­ge Ber­li­ne­rin Eli­sa Brück­ner eine beson­de­re Affi­ni­tät zu Frank­reich, dem „savoir viv­re“ und dem Schön­heits­emp­fin­den unse­res west­li­chen Nach­bar­lan­des. Das sieht man den auf­ge­ar­bei­te­ten, wie­der­be­leb­ten und aus­ge­spro­chen sinn­li­chen Möbeln auch an: ihr wah­rer Wert tritt durch Eli­sa Brück­ners Arbeit umso deut­li­cher her­vor. “Mabel­le­vie” gibt den alten Möbeln die Chan­ce auf ein neu­es Leben.

Ab dem 5. Sep­tem­ber zieht Mabel­le­vie in einen eige­nen Laden in der Togo­stra­ße 6 (nahe See­stra­ße). Vie­le Mona­te hat Eli­sa Brück­ner dafür im Afri­ka­ni­schen Vier­tel gewer­kelt und saniert. Dies wird gefei­ert am Frei­tag, den 5. Sep­tem­ber ab 18.30 Uhr, ab 20 Uhr gibt es dann Live-Musik.

Bei­trag aktua­li­siert am 1. Sep­tem­ber 2014

Quelle: Mabellevie
Quel­le: Mabellevie

Atelier und Showroom

http://mabellevie.de/
Togostr. 6
13351 Berlin

Öff­nungs­zei­ten (gül­tig ab dem 6.9.2014)
Di – Fr: 11.00 – 18.30 Uhr
Sa: 11.00 – 15.30 Uhr

Ter­mi­ne nach Ver­ein­ba­rung unter 0163 76 30 229

Web­site mit Blog und vie­len Fotos