Imren-Grill: Begehrenswert!

Döner im Imren-Grill 2Soll man die zwei Weddinger Filialen des türkischen Imbissrestaurant Imren-Grill empfehlen, weil der Yaprak-Döner ganz speziell gewürzt ist und darum so anders schmeckt als in den meisten anderen 08/15-Buden? Und dass sich die Sesamsauce so wohltuend abhebt von den üblichen Knoblauch-, Kräuter, scharfen Saucen? Oder weil es hier eigentlich so viel mehr zu entdecken gibt als nur Döner?

Kebap House: Liebesbrief an einen Döner

Entführung in das „Saray“

SarayDie Ecke aller Weddinger Ecken: wo die Müllerstraße auf die Seestraße trifft, ist an ihrer südöstlichen Seite ein Gewimmel von hohen, niedrigen, flachen, alten und neuen Häusern zu finden. Das niedrigste, charmanteste Gebäude ist das kleine Eckhaus, das es wohl schon gegeben haben muss, als der Wedding 1861 zu Berlin kam. Dahinter das Mietshaus, an dessen hoch aufragender Brandwand immer eine große Werbung prangt. Die längste Zeit befand sich in dem kleinen Eckhaus eine Schultheiß-Kneipe, die zeitweise „Offene Tür“ hieß und „das“ Symbolbild für den Wedding war.

„Pamfilya“: Selbsternannte Döner-Experten

Pamfilya

Wenn es um Berlins Fast-Food Nummer Eins, den Döner Kebap, geht, werden ansonsten friedfertige Mitmenschen schnell dogmatisch. Dieser Döner, und nur dieser, darf es sein. Das Pamfilya, schon seit 1996 an dieser Stelle, gibt in Sachen Döner den Takt am Leopoldplatz und an der Luxemburger Straße an. Geschäftsführer F. Arslan schreibt auf seiner Website, dass der Drehspieß hier eine ganz besondere Rolle spielt: „Für unseren Döner verwende ich, als einer der Ersten und in Anlehnung an das Original, reines Fleisch, das in dünnen Scheiben zuerst mariniert, dann in konischer Form aufeinander geschichtet wird. Dabei fiel die Wahl bewusst auf das magere Kalbfleisch, das sowohl mit den Beilagen, Saucen und den verschiedenen Brotarten harmonisiert.“

Na, da ist es dann wohl kein Wunder, dass das Pamfilya bei vielen Grillfans eine ganz besondere Stellung einnimmt – vom „besten Döner Berlins“ wird bisweilen gesprochen. Auch muss man sagen, dass sich das Ambiente des Restaurants, das sich eben nicht als Imbiss begreift und sehr viele kalte und warme türkische (Grill)Spezialitäten anbietet, wohltuend von so mancher Döner-Verkaufsstelle im Wedding abhebt. Das macht sich auch beim Preis bemerkbar. Ob er es wert ist, muss am Ende natürlich jeder für sich selbst entscheiden.

Luxemburger Str. 1

Website

 

Das Geheimnis vom Hakiki Döner

Meine Frage um die ständige Menschenschlange vor der orangefarbenen Hakiki-Dönerbude am U-Bahnhof Osloer Straße wurde endlich beantwortet.

Auf dem Heimweg von der Weddingweiser-Redaktionssitzung sehe ich sie wieder, wie immer, die lange Menschenschlange vor der Dönerbude an der Osloer. Was ist an Hakiki so besonders, dass hier am Donnerstagabend gegen 21 Uhr lauter Dönerhungrige geduldig anstehen?

„Sofra“: Döner und Börek für Gourmets

Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)
Der Sofra-Döner (Quelle: C. Knappe)

Kann sein, dass ich ein bisschen sensibel bin. Aber eine nette Begrüßung ist anders. Dennoch, es geht beim Essen ja nicht ausschließlich ums Nettsein, sondern auch darum, wie’s schmeckt. Und ja, zugestanden: Der Döner im Sofra ist einfach einer der tollsten der Stadt. Ich weiß, das sagt man über viele Döner, insbesondere jene aus der eigenen Ecke, aber ich komme, erstens, gar nicht aus Wedding, sondern aus Mitte und ich vertraue, zweitens, auch auf eine nach der Kindheit (die essensmäßig dem Diktat meiner Mutter folgte) erworbene, mittlerweile 24-jährige Expertise in dieser Angelegenheit. Und wo gibt’s denn bitteschön mageres Fleisch, das man als solches auch erkennt und selbstgebackenes Dönerbrot? Richtig. Fast nirgends. Deshalb ist Sofra einer meiner absoluten Favoriten. Ab jetzt. Ab dem ersten Mal. Keine Eingewöhnung, sondern toll im ersten Anlauf. Drei Euro sind Standard (zumindest in Berlin) und dass da kein Rotkohl drin ist, stört mich, obwohl ich den sehr mag, kein bisschen. Und die Soßen: Die haben Geschmack, der über fettig hinausgeht. Stilecht gab’s Schwarztee dazu.

Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)
Der Sofra-Börek (Quelle: C.Knappe)

Ich hatte ziemlich großen Hunger, deshalb gab’s zum Nachtisch noch einen Börek mit Fleisch und alleine dafür hätte sich das Kommen schon gelohnt. Natürlich auch selbst gemacht, ordentlich gewürzt, nicht zu viel Hack und – genau – selbstgebacken in selbstgemachtem Teig. Träumchen. Unbedingt empfehlenswert. Einfach mit der U8 zur Pankstraße und drei Minuten die Prinzenallee hoch laufen. Oder hier gucken. Denn das Sofra hat tatsächlich eine Facebookseite.

Und eins noch: Zu meiner zweiten Bestellung gab es ein sehr herzliches Lächeln inklusive. Also vielleicht doch nur etwas sensibel.

SOFRA

Bellermannstr. 99 Ecke Prinzenallee (Gesundbrunnen)

 

Autor: Christoph Knappe, Anschluss-Berlin (Blog)