4 Tipps für regionale Lebensmittel

Sechs von zehn Befragten legen beim Einkauf Wert darauf, dass die Lebensmittel aus der Region kommen. Und der Handel nutzt dieses neu entstandene Bewusstsein des Kunden auch aus. Manchmal findet das Niederschlag im Verkauf von wirklich vor Ort produzierten Lebensmitteln. Oder es wird ein Regionalsiegel vergeben und die Preisschilder enthalten eine Kennzeichnung des Herkunftsortes. Mit etwas mehr Aufwand ist es jedoch möglich, gezielt tatsächlich in der Region produzierte Lebensmittel zu kaufen und manchmal sogar den Produzenten selbst kennenzulernen.

Bäcker im Wedding – verteilt eure Noten!

Bio Company

Fast schon gruselig – die beiden Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen als „kleine Großstadt“ mit ca. 170.000 Einwohnern verfügen über so gut wie keinen echten Handwerksbäcker mehr, der nicht einfach nur vorgebackene Teiglinge erhitzt. Nur die Bio-Bäckerei Bucco in der Ravenéstraße 1 (nahe Reinickendorfer Str./Gerichtstr.), Spezialgeschäfte wie das PARMA oder manche Cafés begeistern Kenner aus der näheren Umgebung mit Selbstgebackenem. Abhilfe schaffen allenfalls die Biomärkte wie der Wochenmarkt (dienstags und freitags) auf dem Leopoldplatz (Märkisches Landbrot-Stand) sowie Bioläden und -supermärkte wie die Bio Company, Müllerstr. 141. Doch die Bezeichnung „bio“ garantiert nicht, dass nicht auch nur aufgebacken oder letztlich doch nur mit Fertigbackmischungen gearbeitet wird.

Da stellt sich die Frage: haben die Weddingerinnen und Weddinger heute genau das Bäckereiangebot, das sie verdienen, weil nicht genügend Kaufkraft und Interesse für selbst gebackenes Brot vorhanden ist? Oder wird da vom „Markt“ ein Bedürfnis nach besserem Brot ignoriert?

Hier habt ihr die Möglichkeit, eure eigene Sicht in Form einer Schulnote zu äußern. Von 6 für „völlig unzureichend“ bis 1 für „für einen Geschmack ist alles da“… Am Ende der Umfrage könnt ihr außerdem freie Texte eingeben.

Bei uns gibt es jeden Tag Brötchen!

Frühstückstisch mit Brötchen vom grünen Bäcker. Foto: Hensel
Frühstückstisch mit Brötchen vom grünen Bäcker. Foto: Hensel

Es ist kein Bio-Bäcker und die Brötchen werden auch nicht nach alter Handwerkstradition hergestellt. In der Frühstücks-Café-Bäckerei werden gelieferte Teiglinge fertig gebacken. Für 18 Cent das Stück gehen die dann über den Verkaufstresen in der Usedomer Straße Ecke Wattstraße. Man kann das kritisch sehen, man muss aber nicht. Denn der grüne Bäcker, wie wir ihn wegen seiner Fassadenfarbe nennen, erfüllt wie viele türkische Bäcker dieser Art auch eine wichtige Funktion im Kiez.

Baguetterie: Leckeres Backwerk an der Torfstraße

Das Traditionscafé hat seinen seit 20 Jahren angestammten Platz in der Föhrer Straße am Ausgang des U-Bahnhofs Amrumer Straße aufgeben müssen. Doch es bleibt dem Kiez erhalten, und nicht nur das: Jetzt versorgt diese Bäckerei von der Torfstraße aus die Gegend mit selbst gemachten Baguettes. Am neuen Standort ist aus dem ursprünglich kleinen Laden ein richtig großzügig bemessenes Café-Bistro. Und hier ist der Name Programm: die Baguettes werden frisch und sogar nach konkreten Kundenwünschen belegt.  Es gibt auch frisch im Ofen aufgebackene Baguette-Kreationen. Wer einen kleinen Aufpreis zahlt, erhält statt Weizen auch die Vollkornvariante. Sogar Franzbrötchen hat die Baguetterie im Angebot. Von den Croissants ganz zu schweigen! Auch die angebotenen Muffins schmecken gut.

Der Laden dient auch als Imbiss, in dem hausgemachte Bouletten, Tartes, Quiches, Flammkuchen, Snacks und Kuchen angeboten werden.

Die Baguetterie ist definitiv einer der besseren Bäcker im Wedding und hat einen dementsprechend großen Kreis an Stammkunden im Sprengelkiez. Auch am Sonntagmorgen versorgt die Baguetterie den ganzen Kiez mit frischen Brötchen.

Torfstr. 26
13353 Berlin

Mo. – Fr. 6.00 – 16.00 Uhr
So. 8.00 – 12.00 Uhr
Sa. und an Feiertagen geschlossen

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