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Café in der Brüsseler Straße:
Leicht zu übersehen: das “Art in Caffè”

Die Brüsseler Straße ist voller Gastronomie, aber ein italienisches Café hat in der Gegend definitiv gefehlt.

Ein unprä­ten­tiö­ser Laden in der Brüs­se­ler Stra­ße ent­puppt sich als echt ita­lie­ni­scher Ort für den klei­nen Genuss zwi­schen­durch. Kunst an den Wän­den – und aus der Kaf­fee­ma­schi­ne erwar­ten euch hier. 

Fast über­sieht man das Schau­fens­ter in der Mit­te der Brüs­se­ler Stra­ße. Nur eine grün-gel­be Mar­ki­se deu­tet dar­auf hin, dass man sich hier nie­der­las­sen kann. Das klei­ne Café ist nüch­tern ein­ge­rich­tet wie man­che ita­lie­ni­sche Bar, und authen­tisch ita­lie­nisch ist das Art in Caf­fè auch. Denn der Betrei­ber Car­me­lo stammt aus Kala­bri­en, der Spit­ze des ita­lie­ni­schen Stie­fels gegen­über der Insel Sizi­li­en. Von dort kom­men auch die Rezep­te eini­ger der süßen Spei­sen wie die gefüll­ten Gebäck­rol­len namens Can­no­li. Aber auch Apfel- und Käse­ku­chen, Tira­misù und wirk­lich köst­li­che klei­ne Obst­tört­chen lie­gen frisch her­ge­stellt in der Vitri­ne bereit. Dazu kom­men noch herz­haft beleg­te Baguettes mit Pro­sciut­to oder Käse. Wer rich­tig gro­ßen Hun­ger hat, kann zwi­schen 12 und 16 Uhr diens­tags bis sonn­tags auch ein Pas­ta­ge­richt wie Spa­ghet­ti, Pen­ne oder Fet­tuc­ci­ne ser­viert bekommen. 

Im Mit­tel­punkt des 2019 eröff­ne­ten Art in Caf­fè steht aber sicher das schwar­ze Getränk. Es muss natür­lich ita­lie­ni­scher Kaf­fee sein, und bei einem Land mit 3000 Kaf­fee­mar­ken hat sich Car­me­lo für Moa­my Caf­fè ent­schie­den. Dass er sich mit Kaf­fee aus­kennt, liegt nicht nur an sei­ner ita­lie­ni­schen Her­kunft. Denn im Hin­ter­zim­mer betreibt der Gas­tro­nom auch eine Repa­ra­tur für Kaf­fee­ma­schi­nen aller gän­gi­gen Fabri­ka­te. Kein Wun­der, dass die diver­sen Sor­ten, die es aus der Maschi­ne im Café gibt, rich­tig gut schmecken. 

Im klei­nen Gast­raum des Laden­ge­schäfts geht es eher bunt zu. Der schwarz-weiß geka­chel­te PVC-Boden kon­tras­tiert mit grel­len Kunst­wer­ken an den Wän­den, die zum Teil von einer Künst­le­rin aus dem glei­chen Haus stam­men. Graue Pols­ter­ses­sel an run­den Kaf­fee­haus­ti­schen, bun­te Lich­ter­ket­ten und eine Holz­the­ke in DIY-Optik ver­voll­stän­di­gen das Gesamtbild.

Was der Café­be­trei­ber, der seit 20 Jah­ren in Ber­lin wohnt, bis­her gemacht hat, will er im Gespräch nicht ver­ra­ten. Noch nicht. Viel­leicht muss man ein­fach öfters vor­bei­schau­en? Der Kaf­fee und die süßen Spe­zia­li­tä­ten haben mir beim ers­ten Mal jeden­falls sehr gut geschmeckt. 

Art in Caf­fè, Brüs­se­ler Str. 14, Di/Mi/Do 11 – 18 Uhr, Fr/Sa/So 11–20 Uhr

Joachim Faust

hat 2011 den Blog gegründet. Heute leitet er das Projekt Weddingweiser. Mag die Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen gleichermaßen.

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