Keine Angst, den falschen Knopf zu drücken

Digital Kompass
Gabi Manns vom Zukunfts­haus Wed­ding (links) und Sabi­ne Wolf vom Ver­bund­pro­jekt Digi­tal Kom­pass. Foto: Hensel

Für jun­ge Men­schen ist es kei­ne Fra­ge ob Tablets, Smart­pho­nes und Co eine gute Sache sind. Sie wach­sen in der ech­ten und in der digi­ta­len Welt auf. Für älte­re Men­schen sind Inter­net und mobi­le Gerä­te nicht so selbst­ver­ständ­lich und oft nicht intui­tiv ver­ständ­lich. Um sie bes­ser auf dem Weg ins Digi­ta­le beglei­ten zu kön­nen, hat sich das Zukunfts­haus Wed­ding am 15. Okto­ber dem Ver­bund­pro­jekt Digi­tal Kom­pass angeschlossen.

Das Zukunfts­haus im Paul Ger­hardt-Stift in der Mül­ler­stra­ße ist deutsch­land­weit der 60. Stand­ort des Pro­jekts. „Wenn man an der Welt, in der wir leben, teil­ha­ben möch­te, wenn man mit Kin­dern und Enkeln kom­mu­ni­zie­ren will, kommt man gar nicht drum her­um, Smart­pho­nes zu benut­zen“, sag­te Mar­tin von Essen, Geschäfts­füh­rer des Paul-Ger­hard-Stifts anläss­lich des Pro­jekt­starts. Gabi Manns vom Zukunfts­haus ergänz­te Anwen­dun­gen wie Zug­ti­ckets buchen oder ein­kau­fen. Sie möch­te älte­ren Men­schen mit Mate­ria­li­en, Bera­tun­gen und Schu­lun­gen auf dem Weg in die digi­ta­le Zeit begleiten.

Im Zukunfts­haus gibt es bereits Ange­bo­te auf dem Gebiet: Seit zwei Jah­ren gibt es einen Com­pu­ter­treff, bei dem Fra­gen gestellt und beant­wor­tet wer­den kön­nen. Zusätz­lich soll es nun Digi­tal­pa­ten­schaf­ten geben. Dabei sol­len frei­wil­li­ge Digi­tal­pa­ten aus dem Kiez ihr Wis­sen an ande­re Men­schen wei­ter­ge­ben. Digi­ta­le Stamm­ti­sche und digi­ta­le Sprech­stun­den mit Exper­ten zu bestimm­ten The­men sol­len das Ange­bot ergänzen.

Unter­stüt­zung bekommt das Zukunfts­haus künf­tig aus dem Netz­werk des Digi­ta­len Kom­pas­ses. An einen Aus­tausch mit ande­ren Stand­or­ten ist dabei genau­so gedacht wie an die Bereit­stel­lung von the­ma­ti­schen Rate­spie­len und Ver­mitt­lung von kom­pe­ten­ten Gesprächs­part­nern. „Wir wol­len die Angst, den fal­schen Knopf zu drü­cken, neh­men“, sag­te Sabi­ne Wolf vom Ver­ein „Deutsch­land sicher im Netz“. Der Ver­ein hat den Digi­tal Kom­pass 2015 zusam­men mit der Bun­des­ar­beits­ge­mein­schaft der Senio­ren-Orga­ni­sa­tio­nen gestar­tet. Finan­ziert wer­den die Akti­vi­tä­ten vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Verbraucherschutz.

Beim Pro­jekt­start gab es aus dem Publi­kum die ers­ten Anre­gun­gen. Eine Dame wünsch­te sich, zu erfah­ren, wie man mit dem Smart­pho­ne bezahlt. Ein Herr befürch­tet, beim Her­un­ter­la­den von neu­en Apps rein­ge­legt zu wer­den und hofft auf Infor­ma­tio­nen zur Sicher­heit im Netz.

Wer über Pro­jekt und die Akti­vi­tä­ten erfah­ren möch­te oder Digi­tal­pa­te wer­den möch­te, kann sich per E‑Mail (gabi.manns@jsd.de) oder tele­fo­nisch unter (030) 45 00 52 40 ans Zukunfts­haus wenden.

Logo Weddinger Allgemeine ZeitungDer Text stammt aus der Wed­din­ger All­ge­mei­nen Zei­tung, der gedruck­ten Zei­tung für den Wed­ding. Geschrie­ben wur­de er von Domi­ni­que Hen­sel. Wir dan­ken dem RAZ-Ver­lag


Wichtige Ergänzung? Konstruktiver Kommentar? Gerne:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.