WEZ: Eine neue Zeitung für den Wedding

So sehr uns als Online-Format das auch fasziniert: Für viele zählt noch immer vor allem das. was man schwarz auf weiß in den Händen hält. Mit einem Computer oder einem Smartphone kann man schließlich nicht wie mit einer Zeitung rascheln. Auch sollte man darauf besser keinen Kaffee verschütten. Für die Freunde des gedruckten Worts gibt es gute Nachrichten: Ausgerechnet im Wedding ist die jüngste Monatszeitung Berlins entstanden.

Heißt es im Wedding jetzt „Glastonnen adé“?

Der ein oder andere wird es schon im eigenen Hinterhof bemerkt haben: Die beiden Glastonnen für Weißglas und für Buntglas bekommen Seltenheitswert, zumindest wenn man nicht innerhalb des Berliner S-Bahn-Rings wohnt. Bis Januar 2020 sollen 30.000 Tonnen verschwunden sein, sodass nur noch 62.000 verbleiben. Für die Betroffenen heißt das: Man muss mit seinem Altglas den Weg zu den zentral aufgestellten „Iglus“ auf sich nehmen, wo nach drei Farben unterschieden wird. Der Grund für diese Aktion: Im Hausmüll werde zu schlecht getrennt. Noch kann dem widersprochen werden.

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Hund
Foto: Weddingweiser

Bevor der Eindruck entsteht, wir hätten etwas gegen Hunde in der Stadt. Nein, haben wir nicht. Nur gegen rücksichtslose Hundehalter. Zwar reichen die beiden Hundeauslaufgebiete im Wedding hinten und vorne nicht aus (und sie liegen auch nicht gerade leicht erreichbar), doch gilt seit 1. Januar 2019 eine grundsätzlich Leinenpflicht. Und das Ordnungsamt tat in dieser Woche mal das, was es tun soll: Die Hundehalter kontrollieren und Bußgelder bei Verstößen einsammeln. Diesmal ohne Toleranz. Angefangen hat die Aktionswoche im Volkspark Rehberge.

PopUp-Kino in der zukünftigen Kita

Im September hat eine Elterninitiative ein Benefizkonzert vor ihrer zukünftigen Kita „Pankonauten“ neben der Panke veranstaltet. Viele Besucherinnen und Besucher erfreuten sich an den  Aktivitäten und dem Konzert und spülten ein wenig Geld in die Kasse der Elterninitiativkita. „Wir können die Räume aktuell noch weiter nutzen, weil wir immer noch auf die Baugenehmigung warten“, teilt uns Christin Gottler von den Pankonauten mit. „Deswegen werden wir an drei Mittwochabenden im Oktober PopUp-Kino in den Räumen machen. Wir zeigen drei Filme von Berliner Autoren, die auch anwesend sein werden.“ Dazu gibt es Würstchen, Popcorn, Wein, Bier und Limo.  Bei allem soll es so wenig Müll wie möglich geben –  schließlich sollen die Pankonauten ja eine Zero Waste-Kita werden.

Dem Sperrmüll an den Kragen: Aktionen im Wedding

Sperrmüll - einfach auf die Straße gestellt. Foto: Hensel
Sperrmüll – einfach auf die Straße gestellt. Foto: Hensel

Wenn es ein Thema gibt, das generationenübergreifend für Aufregung im Wedding sorgt, dann ist es der Sperrmüll auf den Straßen. Verschwindet eine Müll-Ecke, taucht bald wieder die nächste auf: Sofagarnituren, Röhrenfernseher, sogar ganze Schrankwände werden einfach auf die Straße gestellt. Ein möglicher Lösungsweg, den die Berliner Stadtreinigung (BSR) bis jetzt noch nicht geht, ist eine kostenlose Sperrmüllabholung zu festen Terminen im Jahr. Dies wünschen sich immer mehr Weddinger, wie die Diskussionsverläufe in unserer Facebookgruppe „Weddingweiser Pinnwand“ zeigen. Der Bezirk Mitte scheint dort mitzulesen und hat nun die Initiative ergriffen: Die BSR wurde beauftragt, an bestimmten Aktionstagen in verschiedenen Kiezen tätig zu werden. Hier listen wir einmal alle Termine für den Wedding auf.

Future Soundscapes: Wie klingt die Zukunft?

Das Festival Future Soundscapes lädt vom 10. bis 13. Oktober 2019 ein zu einer audiovisuellen Zeitreise: An vier Festival-Tagen erkunden Künstlerinnen und Künstler aus Musik, Medienkunst und Sound Art auf dem silent green-Gelände des ehemaligen Krematoriums Wedding die Geschichte und Gegenwart des Science Fiction Sounds zwischen Popkultur, Musik und Kino.