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Freiluftkino Rehberge: Die zehnte Saison

10 Jahre Freiluftkino
Zehn­te Sai­si­on im neun­ten Jahr. Gra­fik: Piffl Medien

2018 minus 2009 ergibt im Mathe­un­ter­richt 9. Trotz­dem ist es schon die zehn­te Sai­son, die im Frei­luft­ki­no Reh­ber­ge am Frei­tag (18.5.) beginnt. Wer es nicht glaubt, zählt mit den Fin­gern nach. Das Frei­luft­ki­no ist irgend­wann zwi­schen ers­ter und zehn­ter Sai­son ein Erfolg gewor­den.  Das wird nun gefeiert.

Saisonstart mit “The Florida Project”
Programmflyer vor dem Eingang des Freiluftkinos Rehberge
Das Pro­gramm im Frei­luft­ki­no Reh­ber­ge. Foto: Weddingweiser

Gefei­ert wird mit guten Fil­men. Die Para­de 2018 star­tet am 18. Mai mit “The Flo­ri­da Pro­ject”. Das ist ein mit zahl­rei­chen Indie-Prei­sen aus­ge­zeich­ne­ter Film, der aus der Kin­der­per­spek­ti­ve über Träu­me und Opti­mis­mus vor dem Bret­ter­zaun von Dis­ney World erzählt. (Für Jung­ge­blie­be­ne: Wil­lem Dafoe spielt mit!) Ticket: 7.50 Euro.

Im Som­mer kommt die berühm­te “Rocky Hor­ror Pic­tu­re Show” aus dem Jahr 1975. Mehl, Was­ser und Reis und ande­re “tra­di­tio­nel­le Wur­fu­ten­si­li­en” sind zu der “welt­weit größ­ten Ver­an­stal­tung die­ser Art” (Eigen­lob auf der Web­sei­te) mit­zu­brin­gen. Aber bit­te nur in hand­li­chen Men­gen. Ticket: 12 Euro.

 

Fest für Kinofreunde und andere
Fest
Sai­son­ab­schluss mit Volks­fest am 1. Sep­tem­ber. Foto: And­rei Schnell

Gefei­ert mit Mol­le und Musik wird am 1. Sep­tem­ber. Die Piffl Medi­en GmbH bekommt im Sep­tem­ber das Grund­stück mit der Büh­ne in den Reh­ber­gen über­tra­gen. Es wird ein Glücks­tag für Geschäfts­füh­rer Lou­is Schnei­der. “Seit min­des­tens 17 Jah­ren bin ich hin­ter dem Frei­luft­ki­no her”, sagt er. Beim Tag der offe­nen Tür ist am ers­ten Sonn­abend im Sep­tem­ber alles kos­ten­frei. Sogar der Film. Auch ein paar Bands spie­len umsonst und drau­ßen. Geld soll­te man aber trotz­dem in der Hosen­ta­sche haben: Es gibt Floh­markt und Stän­de mit Essen und Trin­ken. “Es soll ein Volks­fest im bes­ten Sin­ne wer­den”, sagt Lou­is Schnei­der. Wenn es gut läuft, ist er einer Wie­der­ho­lung nicht abgeneigt.

Das Freiluftkino Rehberge hat sich entwickelt
Rund­gang 2009. Damals war das Frei­luft­ki­no ein Sanie­rungs­fall. Foto: And­rei Schnell

Die Piffl Medi­en sind zwar seit der Wie­der­eröff­nung nach der Sanie­rung im Jahr 2008 für das Kino­pro­gramm zustän­dig. Doch bis­lang waren sie ledig­lich Mie­ter. “In den ers­ten drei Jah­ren haben wir hohe Ver­lus­te gemacht”, erin­nert sich Geschäfts­füh­rer Lou­is Schnei­der. Besit­zer der Büh­ne war Bernd Mot­sch­mann aus Sege­berg. Er hat das Gelän­de damals für einen Euro vom Bezirk gekauft und anschlie­ßend kräf­tig saniert. Er woll­te lang­fris­tig Thea­ter­spie­le in die Sand­dü­nen brin­gen. Start war mit dem Thea­ter­stück “Räu­ber Hot­zen­plotz”. Damals sag­te er über sei­ne Show­plä­ne: “Ich schaue nicht auf das Ein­zugs­ge­biet Wed­ding, ich sehe Ber­lin und Bran­den­burg als Ein­zugs­ge­biet.” Und heu­te: “Der BER hat mir einen Strich durch die Rech­nung gemacht.” Denn solan­ge die­ser nicht fer­tig ist, wird Tegel genutzt und die Reh­ber­ge die­nen als Ein­flug­schnei­se. “Da kön­nen Sie kein Thea­ter aufführen”.

Und in der Zukunft? “Kon­zer­te wird es nicht geben kön­nen, da gibt uns das Bezirks­amt kei­ne Erlaub­nis”, sagt Lou­is Schnei­der von Piffl Medi­en. Klei­ne­re Fes­te, bei denen die Mucke auf klei­ne­re Laut­stär­ke auf­ge­dreht wird, sei­en dage­gen mög­lich. Thea­ter­auf­füh­run­gen sei­en nicht aus­ge­schlos­sen, aber nicht Haupt­an­lie­gen. Der Film­ver­lei­her und Frei­luft­ki­no­be­trei­ber Piffl Medi­en will vor allem Fil­me unter frei­em Him­mel zeigen.

Das kom­plet­te Pro­gramm gibt es auf der Web­sei­te des Frei­luft­ki­nos.


Autor And­rei Schnell war kurz vor der Wie­der­eröff­nung  2009 im Frei­luft­ki­no Reh­ber­ge. Jetzt hat er sich erneut dort umgesehen. 

 

Andrei Schnell

Man hat mir versichert, es gäbe keine Vorschrift zu gendern und ich sei in dieser Frage frei, nicht wahr? Mein Hintergrund ist ostdeutsch, das beruht auf Erlebnissen. Politik sehe ich mir an wie den Sport. Wenn ich ein Buch lese, möchte ich es gleich besprechen. Ich mag Geschichten und Geschichte. Mister Gum möchte ich noch erwähnen.

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