Weddingmelder-Wochenschau #46/17

Mehr Wohnungen in städtischer Hand – zumindest an der Antonstraße, hinter Karstadt, ist das jetzt der Fall, wie die Berliner Woche meldet. Dort steht auch, dass der Bezirk erstmals von seinem Vorkaufsrecht Gebrauch machen könnte: Erstmals soll so ein Mietshaus an der Amsterdamer Ecke Malplaquetstraße vor Miethaien geschützt werden. Hoffentlich macht das Schule.

Darüber spricht der Wedding

Warum war das Fontänenfeld auf dem Leopoldplatz in diesem Sommer so selten in Betrieb? Nach den Sommer-Unwettern war der unterirdische Raum mit der Umwälzpumpe vollgelaufen, schreibt die Sanierungszeitschrift Ecke Müllerstraße. Egal, der Sommer ist eh vorbei und auch der Herbst wird gerade richtig ungemütlich.

Weiter geht es mit der Wochenschau: Die Benennung des namenlosen Platzes vor dem Job-Center und der Schiller-Bibliothek in „Elise- und Otto-Hampel-Platz“ verkommt immer mehr zur Provinzposse. Nachdem der Eigentümer der Fläche, das landeseigene Berliner Immobilien-Management (BIM), die Platzbenennung abgelehnt hatte, ist nun ausgerechnet das bezirkliche Straßen- und Grünflächenamt am Drücker und blockiert. Der Tagesspiegel hat die ganze Geschichte aufgeschrieben. Oder wird aus der östlichen Limburger Straße jetzt einfach nur der Elise-und-Otto-Hampel-Weg„? Und wer soll da jetzt geehrt werden? Otto Hampel war bis 1933 Mitglied des NS-Stahlhelms. Elise Hampel wirkte ab 1936 aktiv in der NS-Frauenschaft mit. Als ihr Bruder im Krieg gefallen war, wurden die Eheleute zu Gegnern des Regimes. Zwischen 1940 und 1942 riefen Otto und Elise Hampel mit Postkarten und Flugschriften zum Sturz des Naziregimes auf. Die Karten legten sie in Treppenhäusern ab: Müllerstraße, Turiner Straße, Brüsseler Straße, Seestraße und andere. Eine Welt brach für sie zusammen, als sie bei der Vernehmung erfuhren, dass so gut wie alle Karten bei der Polizei abgegeben worden waren. Das Ehepaar wurde 1943 hingerichtet.

Eingeschläfert

Die Wildschweine gibt es noch
Foto (c) Kate Seabrock

Nicht nur die Benennung von Straßen im Bezirk dämmert weg, nein, auch der 15 Jahre alte arthritische Hirsch im Gehege im Volkspark Rehberge musste am 14. November eingeschläfert werden, teilt das Bezirksamt in einer Pressemitteilung mit.

Wer bringt uns Nähen bei?

Ab Mitte Januar (zunächst für ein Vierteljahr) sucht das Freizeiteck, Graunstr. 28, jemanden, der oder die einen Nähkurs leitet. „Wir, das Netzwerk bvkompakt, verfügen über mehrere Nähmaschinen. Wir suchen jemanden, der regelmäßig im Freizeiteck Anderen das Nähen beibringt. Die Nachfrage ist groß, doch fehlt uns noch jemand, der den neugierigen Kiezbewohner*innen das Zuschneiden und Fertigstellen von Hosen, Kleidern und ähnlichem erklärt und auf individuelle Nachfragen eingehen kann. Die konkrete Ausgestaltung des Nähkurses können wir in einem Gespräch gemeinsam festlegen. Bei Interesse einfach per Mail bei bvkompakt@brunnenviertel.de melden.“

Da schau her

Ein Musikinstrument im Wedding ausleihen? Kein Problem. Auf unserer Pinnwand hat es nur wenige Minuten gedauert, bis Helene ein Cello angeboten bekam. So sind wir Weddinger eben. Hilfsbereit und auf Zack.

Was im Wedding so herumsteht

Sperrmüll - einfach auf die Straße gestellt. Foto: Hensel
Sperrmüll – einfach auf die Straße gestellt. Foto: Hensel

Ganz normal im Wedding sind auch im Straßenraum abgestellte Sitzmöbel. Eine italienische Künstlerin hat diese für eine Ausstellung gesammelt und zeigt sie in der Bar Spazio, Torfstr. 15, bis Ende Januar zu besichtigen; Die Ausstellung heißt Accomodati a Berlino.

Termine

Ausgehtipps findet ihr neuerdings auf der Website N8Wedding

Jeden Donnerstag empfehlen wir unter „Was, wann, wo im Wedding“, welche Termine in der nächsten Zeit anstehen.

 

 


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