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Wahlkampf 2023:
Wen wählen? Standpunkte zu Kostensteigerungen

6. Februar 2023

Letzter Teil unse­rer Rei­he “Vier Fra­gen zur Ber­lin­Wahl” (Hier zu eins, zwei und drei). Direkt­kan­di­da­ten aus Wed­ding und Gesund­brun­nen spre­chen für ihre Par­tei­en zu drän­gen­den The­men. Heu­te das The­ma Kostensteigerungen. Für die Parteien antworten die Direktkandidaten des Wahlkreis 7 – das ist Sprengelkiez und Brunnenviertel. In alpha­be­ti­scher Rei­hen­fol­ge des Nach­na­mens kommen zu Wort: Daniela Fritz (CDU), Maja Lasić (SPD), Laura Neugebauer (Grüne) und Tobias Schulze (Linke).

Fra­ge: Inflation, steigende Energiepreise, hohe Kosten für Lebensmittel. Was ist aus Ihrer Sicht für die Menschen im Wedding wichtig und was will Ihre Partei in Berlin hier tun?

Daniela Fritz von der Partei CDU

Daniela Fritz

Die Weddinger waren zuletzt vielen finanziellen Mehrbelastungen ausgesetzt. Trotz aller Herausforderungen möchte ich mich in meinem Wahlkreis für die Zukunftschancen der Kinder und Jugendlichen im Kiez einsetzen. Sie sollen einen Weg in eine für sie gute Zukunft einschlagen können. Dafür bedarf es verschiedener Lösungsansätze. Dazu zählt selbstverständlich der Ausbau der Schul- und Kitaplätze, die Forderung der CDU Berlin nach einem verpflichtenden letzten Kitajahr sowie die Stärkung des mehrgliedrigen Schulsystems.
Auch im Freizeit- und Sportbereich müssen die Anstrengungen erhöht werden, um den Kindern und Jugendlichen dringend benötigte Angebote nach der Schule bieten zu können. Hier sei einmal mehr die Stärkung des Ehrenamtes erwähnt, für das ich mich ebenfalls starkmachen möchte.

Maja Lasić von der Partei SPD

Menschen müssen dauerhaft mehr Geld in der Tasche haben. Darum haben wir den Berliner Landesmindestlohn auf 13 Euro erhöht und werden das Vergabemindeststundenentgelt auf 13 Euro erhöhen.

Mit dem Netzwerk für Wärme schaffen wir stigmatisierungsfreie Begegnungsorte und beugen somit auch Einsamkeit vor. 

Wir wollen insbesondere private Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen entlasten. 

Wir haben einen Energiekostenzuschuss oder Stromrabatt sowie ein Kündigungsmoratorium bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften auf den Weg gebracht, umfangreiche Entlastungen beim ÖPNV-Ticket beschlossen und Angebote zur kostenlosen Bildung ausgeweitet. Wir entlasten gezielt die Berliner Bevölkerung. 

Laura Neugebauer von der Partei Die Grünen

Viele Menschen, besonders ältere, haben in den letzten Wochen mein Kiezbüro im Sprengelkiez besucht und ihre Sorgen angesichts der überall steigenden Preise geäußert. Mir gehen diese Sorgen sehr nahe. Sowohl unsere Ampelkoalition auf Bundesebene, als auch wir auf Landesebene haben einige Entlastungsmaßnahmen auf den Weg gebracht. So zum Beispiel den Härtefallfonds, um Menschen vor drohenden Energiesperren zu bewahren oder den Mieterhöhungsstopp bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften und dem Studierendenwerk. Ein großer Erfolg ist auch das 29€-Ticket im ÖPNV oder das Sozialticket in Höhe von 9€ für Sozialhilfeempfänger*innen. Wir müssen aber noch besser darin werden, dass Entlastungen bei den Menschen auch ankommen und die bürokratischen Hürden für die Beantragung von Hilfen senken.

Tobias Schulze von der Partei Die Linken

Im Wedding wohnen viele Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen. Wir wollen, dass niemand ohne Unterstützung bleibt. So haben wir einen Härtefallfonds durchgesetzt, aus dem Menschen mit einer Strom- oder Gassperre Geld bekommen. Die Lebensmittelpreise wollen wir deckeln und dies über eine Besteuerung der massiven Übergewinne von Konzernen gegenfinanzieren.

Wir werden die Mieten senken – über die Umsetzung des Volksentscheids zur Vergesellschaftung großer Wohnungsbestände. Aber auch über ein neues Sicher-Wohnen-Gesetz, das Vermieter zu einer sozialen Vermietungspraxis verpflichtet. Das 9-Euro-Sozialticket wollen wir auf Dauer stellen. Es entlastet Menschen mit geringen Einkommen. Die GASAG und die Fernwärme wollen wir in kommunale Hand holen, um Einfluss auf die Energiepreise zu bekommen.  

Über mich

Dani­ela Nadine Fritz (CDU):39 Jahre alt, verheiratet, Mutter einer kleinen Tochter. Dem Wedding schon viele Jahre verbunden, liegen mir vor allem die Menschen im Kiez am Herzen.

Maja Lasić (SPD): Mein Herzensthema: Bildung! Dafür setze ich mich ein, ob als Lehrerin an Weddinger Schulen oder aktuell als Stadträtin für Schulen.

Laura Neugebauer (Grü­ne): 26, gelernte Veranstaltungskauffrau, seit 8 Jahren im Wedding. Ich mache Politik für mehr Bildungsgerechtigkeit auch außerhalb der Schule.

Tobias Schulze (Lin­ke): Ich bin gelernter Buchhändler und studierter Literaturwissenschaftler, seit 2016 im Abgeordnetenhaus. Zuständig bei der LINKEN für Wissenschaft, Digitalisierung und Gesundheit.

Der Wahlkreis 7

2021 gewann den Wahl­kreis Laura Neugebauer (Grü­ne) mit 28,1 Pro­zent. Es folg­te Maja Lasić (SPD) mit 23,8 Prozent. Tobias Schulze (Linke) erreich­te 18,7 Pro­zent, Daniela Fritz (CDU) 11,1 Prozent.

Der Wahl­kreis 7 umfasst den Sprengelkiez und das Brunnenviertel.

Wahlkreis 7

Zur Reihe

In vier Bei­trä­gen (hier zu eins, zwei und drei) jeweils an den Mon­ta­gen vor dem Wahl­ter­min am 12. Febru­ar stel­len wir die Direkt­kan­di­da­ten der grö­ße­ren Par­tei­en vor. In jedem Arti­kel stellt der Wed­ding­wei­ser eine Fra­ge, vier Poli­ti­ker ant­wor­ten. Die Rei­hen­fol­ge der Ant­wor­ten erfolgt alpha­be­tisch nach dem Nach­na­men, auf die­se Wei­se ist in den vier Bei­trä­gen jede Par­tei ein­mal auf Platz eins/“vorn”.

Bild­nach­weis:

1. Daniela Fritz – Foto: CDU

2. Maja Lasić – Foto: SPD

3. Laura Neugebauer – Foto: Die Grünen

4. Tobias Schulze – Foto: Ben Gross

5. Wahl­kreis­kar­te – Amt für Sta­tis­tik Ber­lin Brandenburg

Andrei Schnell

Andrei Schnell

Meine Feinde besitzen ein Stück der Wahrheit, das mir fehlt.

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