Ach, Reinickendorf!

Reinickendorf! Du fängst an, wo der Wedding aufhört. Und bis zur Berliner Landesgrenze kommst nur du. Auch wenn der 1920 gebildete Bezirk in Wirklichkeit aus vielen früheren Dörfern wie Tegel, Heiligensee, Hermsdorf oder Wittenau besteht. Du heißt als Bezirk so wie das Dorf, das als einziges direkt an die Stadt Berlin grenzte. Später hatten wir Weddinger sogar etwas gemeinsam mit Dir: Wir bildeten den französischen Sektor und standen beide für den eher uninteressanten Teil West-Berlins. Bei uns wohnten eben die Arbeiter (Wedding) und bei Dir die Vorstadtspießer (Reinickendorf).

Raus aus’m Wedding: Flughafensee und Schäfersee

FlughafenseeWer sich am Plötzensee sattgesehen hat und bereit ist, Weddinger Gefilde kurz zu verlassen, kann mühelos andere Seen erreichen. Zum Beispiel im Nachbarbezirk Reinickendorf. Der Flughafensee ist in mancher Hinsicht ein ganz besonderes Gewässer. Mit seiner Größe von 30 Hektar allein wäre er im seenreichen Berlin sicher kein Rekordhalter. Dafür ist der 1953 – 1978 durch den Abbau von zwei Millionen Tonnen Kies entstandene Baggersee aber das tiefste Gewässer Berlins – 34 Meter geht es unter der Wasseroberfläche in den Abgrund. Ungeplant ist hier ein Naturschutzgebiet entstanden, das aber gleichzeitig unzählige Badestellen bietet – ganz in der Nähe des Wedding…