Freie Tage – und volles Programm im Wedding

Collage: Weddingweiser*

Ein verlängertes Wochenende steht vor der Tür! Vor dem Tag der deutschen Einheit am Dienstag schieben viele am Montag noch einen Brückentag ein und fertig ist der Miniurlaub. Im Wedding gibt es rund um den Feiertag viele Veranstaltungen. Der Weddingweiser schaut heute auf die nächsten zehn Tage. Das ist von Donnerstag (28.9.) bis Samstag (7.10.) los im Wedding …

Was, wann, wo im Wedding (26. Woche)

was wann woIm Wedding reicht es manchmal, sich ein paar Minuten auf die Straße zu stellen – ganz großes Kino. Es gibt aber auch kulturelle Ereignisse, die ebenfalls unsere Aufmerksamkeit verdienen. Deshalb gibt es bei uns einen Kurzüberblick über Veranstaltungen, die im Wedding und in Gesundbrunnen stattfinden. Diesmal gibt’s das Frankreich-Island-Spiel auf großer Leinwand, Theater in den Uferstudios und die GWSW-Stars zum Anfassen auf dem Weddingmarkt.

Es ist toll, ganz viele zu sein

Schauspielerin Cynthia Buchheim vom Prime Time Theater – ein Porträt

von Jana SittnickSchauspielerin Cynthia Buchheim

Timing ist alles: Cynthia Buchheim, 31, peitscht im Prime Time Theater pro Vorstellung drei bis vier Rollen über die Comedy-Bühne. Die Anstrengung, die Figuren glaubhaft darzustellen, darf am Ende nicht sichtbar sein, federleicht muss es aussehen. Immer wieder liest die Schauspielerin ihren Stücktext, damit er sich einbrennt, bei den Proben achtet sie auf Pointen, auf der Bühne aber „macht“ sie einfach. „Irgendwas kommt schon dabei raus“, sagt sie lachend, „manchmal entstehen sogar neue Gags.“

„und bitte!“

Philipp Hardy Lau vom Prime Time Theater
Philipp Hardy Lau. Foto: Felix Rettberg

Im Porträt: Philipp Hardy Lau vom Prime Time Theater an der Müllerstraße.

von Marcel Nakoinz

Berlin. U-Bahnhof Rathaus Steglitz. Eine Million Menschen sind hier jeden Tag unterwegs. In den frühen Stunden dieses Dienstagmorgens verirren sich nur noch wenige Menschen hierher. Die letzten Gruppen von Touristen kommen gerade an oder reisen gerade ab. Ein paar Reinigungskräfte verrichten ihre Arbeit. Ein Bahnangestellter geht in den Feierabend. Die Wellen der ankommenden Fahrgäste werden mit jedem Zug kleiner, bis die See schließlich spiegelglatt ist. Betriebsschluss.

Nur wenigen fällt die kleine Gruppe in einem Seitengang auf, die vor einem der Werbeschaufenster ein reges Treiben veranstaltet. Während Oliver Tautorat, Leiter des Prime Time Theaters, seinen Text einübt, bringen Regisseur Philipp Lau und Tonmann Robert Martin die Plakate des Theaters im Schaufensterkasten an. Alles wachsam beobachtet von den Organisatoren des Werbevideos. Dann beginnen die Dreharbeiten. Wiederholt schallt es „und bitte!“ durch die blitzblank geputzten Kachelhallen des taghell erleuchteten U-Bahnhofs, immer wenn Lau das Zeichen für die Aufnahme gibt. Martin hält derweil die Mikrofonstange lässig geschultert, wie einen Baumstamm, immer darauf bedacht, das Mikro nicht die Aufnahme zerstören zu lassen.