Die 11 besten Übergänge in andere Stadtteile

Serie - Die besten 11

Inspi­riert von unse­ren Tipps für Fla­neu­re schick­te uns Lese­rin Elsa einen gan­zen Arti­kel, den ihr hier lesen könnt.

Wer sich aus dem Wed­ding her­aus­traut, kann wirk­lich schö­ne und über­ra­schen­de Über­gän­ge zwi­schen unse­rem Orts­teil und den angren­zen­den ent­de­cken. Es sind ins­ge­samt 7 Orts­tei­le, mit denen der Wed­ding sei­ne Gren­ze teilt: Tegel, Rei­ni­cken­dorf, Pan­kow, Prenz­lau­er Berg, Mit­te, Moa­bit und Char­lot­ten­burg-Nord. Jeder bie­tet mehr oder weni­ger bekann­te Über­gän­ge, alle sind aber einen Spa­zier­gang wert.

Wer sind eigentlich die Pankgrafen?

In Pan­kow gibt es eine Pankgra­fen­stra­ße. Aber komisch, von einem Adels­ge­schlecht die­ses Namens hat man noch nie gehört. Ob es wohl in der Wie­sen­burg an der Pan­ke resi­dier­te? Das denkt sich allen­falls ein ober­fläch­li­cher Betrach­ter. Wer das glaubt, kennt den Wed­ding schlecht. Und den sehr spe­zi­el­len Humor der Ber­li­ner erst recht nicht.

Mit langem Atem und viel Feingefühl

Auf den ers­ten Blick bie­tet das Büro von Micha­el Rost einen unge­wöhn­li­chen Anblick. In dem schma­len Raum, der an einen Hin­ter­hof an der See­stra­ße grenzt, ste­hen alte Holz­mö­bel, ein Kla­vier und ein Schreib­tisch mit einem nost­al­gi­schen Fern­spre­cher. An den Wän­den hän­gen vie­le alte Gemäl­de, bunt zusam­men­ge­wür­felt. Aber auch wegen des Kron­leuch­ters fühlt sich der Besu­cher an einen Ort ver­setzt, der nicht in die heu­ti­ge Zeit und viel­leicht auch nicht in den Wed­ding passt. 

Mauerpark – geschenkt!

Der Flohmarkt am Mauerpark, im Vordergrund wird die Erweiterungsfläche des Parks umgestaltet. Foto: Hensel
Der Floh­markt am Mau­er­park, im Vor­der­grund wird die Erwei­te­rungs­flä­che des Parks umge­stal­tet. Foto: Hensel

Gehört der Floh­markt am Mau­er­park zum Wed­ding? Auf dem Papier ist das Gebiet rund um den Bier­gar­ten Mau­er­seg­ler und den Floh­markt seit lan­gem Brun­nen­vier­tel. Doch das weiß fast nie­mand und das fühlt sich auch nicht so an. Der „gefühl­te Wed­ding“ endet natür­lich gleich hin­ter den Häu­sern in der Wol­li­ner- und der Graun­stra­ße. Floh­markt am Mau­er­park, Tou­ris­ten, Mau­er­seg­ler, Blu­men­la­den – alles Prenz­lau­er Berg. Ab sofort stimmt das Bauch­ge­fühl. Bye, bye Mauerpark!

Spuren von Hugenotten rund um den Wedding

Bücherbox vor dem Centre Francais in einer französischen TelefonzelleHuge­not­ten sie­del­ten sich in allen grö­ße­ren Städ­ten und Dör­fern der Mark Bran­den­burg an. Sie waren die ers­ten Fran­zo­sen, die der Gegend ihren Stem­pel auf­ge­drückt haben. Gera­de in und um den Wed­ding, der von 1945 – 1990 zum fran­zö­si­schen Sek­tor gehört hat, sind noch eini­ge Spu­ren zu finden. 

Franziskanerkloster: Nachschlag gegen die Armut

64-a-2008-franziskanerkloster_300_225 Abge­kehrt von den Mühen des All­tags, ins Inne­re ein­ge­kehrt und fern­ab vom „wirk­li­chen Leben“: so stel­len sich die meis­ten ein Klos­ter vor. Doch im Fran­zis­ka­ner­klos­ter an der Wollank­stra­ße in Pan­kow, unmit­tel­bar hin­ter der Gren­ze zum Wed­ding, geht es mit­un­ter recht tur­bu­lent zu. Den vier Brü­dern und den Mit­ar­bei­tern des Klos­ters kann man jeden­falls nicht vor­wer­fen, dass sie den Bezug zur Rea­li­tät ver­lo­ren haben.

Pankeweg: Vom Gesundbrunnen bis zur Quelle