Das Wichtigste der Woche im Wedding

Ferienzeit – Sanierungszeit, heißt es momentan in den Berliner Schulen. Während die Kinder draußen in der Sonne braten und die Lehrer den Stoff für das neue Jahr vorbereiten, werden 230 Berliner Schulen saniert, sofern alles nach Plan läuft. In der Ernst-Schering-Oberschule haben unterdessen Studenten der Beuth-Hochschule den Innenhof neu gestaltet und das nicht zum ersten Mal. Wie es nun aussieht und warum die Schüler skeptisch waren, steht in der Berliner Woche.

Zwei glanzlose Partnerstädte des Wedding

Dezenter Hinweis auf eine Partnerstadt

Auf einer Rückreise von Frankreich nach Berlin kam ich an einem Autobahnschild vorbei, darauf steht „Tourcoing“. Moment, gibt es nicht eine Tourcoingstraße bei uns im Wedding? Tatsächlich, in der Siedlung am ehemaligen Quartier Napoléon, der heutigen Julius-Leber-Kaserne, wurde eine Straße so benannt. Tourcoing ist nämlich seit 1995 die Partnerstadt des Wedding. Auch bei der Bezirksfusion ist das so geblieben und der Bezirk Mitte hat die Partnerschaft übernommen.

Zu Besuch in der fremden Mitte von Berlin

In der Friedrichstraße. Foto: Hensel
Runde Ecken. Foto: Hensel

Kolumne Neulich war ich mal wieder in Mitte zu Gast. Das klingt vielleicht merkwürdig, denn ich wohne ja offiziell in Mitte. Genauer gesagt wohne ich, weil es ein Mensch hinter einem Schreibtisch vor fast 20 Jahren so wollte, im Ortsteil Gesundbrunnen. Doch Gesundbrunnen ist nicht meine Heimat, genauso wenig wie Mitte. Ich bin Weddingerin. Warum ich niemals sage, dass ich in Mitte wohne, fiel mir neulich bei meinem Besuch „in der Stadt“ wieder ein.

Herbststürme Xavier & Co – Eine Schadensbilanz

Es war noch nicht mal ein Orkan, sondern bloß ein „schwerer Sturm mit Orkanböen“, der am 5. Oktober über Berlin hinwegfegte. Das Sturmtief „Xavier“ hinterlässt dennoch deutliche Narben im Stadtbild, die nach dem Sturm oft erst nach und nach sichtbar wurden. Insgesamt 56.000 Bäume hat er laut der Umweltsenatorin Regine Günther vernichtet, davon 46.000 in den Berliner Wäldern und rund 10.000 an Straßen, in Parks und auf Friedhöfen. Hinzu kommen wohl auch noch Tausende auf Privatgrundstücken. Berlin lag im Zentrum der schlimmsten Zerstörungszone. Die größte im Flachland gemessene Windgeschwindigkeit erreichte der Sturm mit 137 Kilometern pro Stunde über dem Wannsee.

Finger weg von unseren Baumscheiben!

Baumscheibe Bepflanzung
Eine Baumscheibe: angemeldet oder nicht?

Der Umgang des Bezirks Mitte mit von Bürgern eigeninitiativ bepflanzten Baumscheiben ist berlinweit ziemlich einmalig: Die Bepflanzungen und Zäune werden kurzerhand entfernt, weil sie eine Unfallgefahr für Fußgänger darstellen können. Mit diesem juristisch nachvollziehbaren, aber wenig bürgerfreundlichen Verfahren ist die Stadtteilvertretung Müllerstraße nicht einverstanden und hat sich mit einem offenen Brief an die zuständige Stadträtin Sabine Weißler (Grüne) gewandt.

Noch nicht vom Winde verweht: die Sanddüne Wedding

Irgendwie will diese eigenartige Landschaft nicht an diesen Unort passen. Auf der einen Seite liegt die Sprint-Tankstelle am Bauhaus-Baumarkt, davor ein Geschäftshaus und nebenan ein paar Mehrfamilienhäuser. Mit Hilfe von Freiwilligen ist es in den letzten Jahren gelungen, die Düne wieder als ein deutschlandweit einmaliges innerstädtisches Naturschutzgebiet erlebbar zu machen.

Mauerpark – geschenkt!

Der Flohmarkt am Mauerpark, im Vordergrund wird die Erweiterungsfläche des Parks umgestaltet. Foto: Hensel
Der Flohmarkt am Mauerpark, im Vordergrund wird die Erweiterungsfläche des Parks umgestaltet. Foto: Hensel

Gehört der Flohmarkt am Mauerpark zum Wedding? Auf dem Papier ist das Gebiet rund um den Biergarten Mauersegler und den Flohmarkt seit langem Brunnenviertel. Doch das weiß fast niemand und das fühlt sich auch nicht so an. Der „gefühlte Wedding“ endet natürlich gleich hinter den Häusern in der Wolliner- und der Graunstraße. Flohmarkt am Mauerpark, Touristen, Mauersegler, Blumenladen – alles Prenzlauer Berg. Ab sofort stimmt das Bauchgefühl. Bye, bye Mauerpark!

Kiez-Shirts: Trag den Wedding herum

(C) Johnnyspapablog.de
(C) Johnnyspapablog.de

„Eddi“ steht auf meinem T-Shirt. Was ist denn das für eine Marke, fragt mich die 21-jährige Praktikantin auf Arbeit. Gar keine, sage ich, denn ich trage ein offenes Hemd über dem T-Shirt. Ach, Edding, ja das kenne ich, sagt sie, als sie genauer hinsieht. Das ist doch der wasserfeste Stift. Es sei ihr verziehen, dass sie nicht sofort auf Wedding gekommen ist, schließlich ist sie nicht aus Berlin. Wie auch immer: Die Kiez-T-Shirt-Serie der Firma Ampelmann widmet den wichtigsten Berliner Stadtteilen eine spezifische Variante, vorne einen passenden Schriftzug und hinten ein kiezbezogenes Ampelmannmotiv.