5 x Italien im Wedding

Die Leichtigkeit, mit der Italiener auf der ganzen Welt mit ihrer Genusskultur umgehen, ist für Mitteleuropäer immer wieder beeindruckend. Zwar wurden viele ihrer Spezialitäten und Rezepte auch von uns übernommen und scheinen allen wohlbekannt. Doch es gibt auch authentische italienische Erlebnisse im Wedding. Das wird dadurch verstärkt, dass seit der letzten Wirtschaftskrise 2008 wieder mehr junge Italienerinnen und Italiener ziehen, auch und vor allem nach Berlin. Wir stellen euch fünf Orte vor.

Séraline de Martinique: Schätze von der Insel

Manchmal muss man auf die Dinge, die den Wedding besonders machen, aufmerksam gemacht werden. Leser Sebastian Trommsdorff schrieb dem Weddingweiser: „Meinen Laden gibt es nun schon seit sechs Jahren im Wedding, wann schreibt ihr mal etwas darüber?“ Und tatsächlich ist sein Séraline de Martinique, ein Rum-Kontor in der Fehmarner Straße, außergewöhnlich. Vielleicht ist es sogar weltweit einzigartig.

NEUER BETREIBER: „PASTIS“ schließt, Gourmanderie kommt

Pastis Team

Im Norden des Wedding kündigt sich nach monatelangem Umbau im Centre Français eine kleine französische Revolution an.  Das Restaurant PASTIS nimmt nicht nur namentlich Bezug auf ein in Frankreich populäres Genussmittel. „Wir möchten uns auf die guten, einfachen Rezepte zurückbesinnen“, sagt Vincent Garcia. Der 47-jährige Küchenchef, der in Marseille geboren ist, glaubt, dass sich die überdrehte Spitzengastronomie zu weit von den Wurzeln des französischen kulinarischen Erbes entfernt hat. Statt dessen basiert die Speisekarte des PASTIS auf den Gerichten des traditionellen Bistros.

ExRotaprint-Kantine: von wegen liebloses Essen!

Kantine ExRotaprint ZubereitungKantine – das Wort steht für schnelle Verköstigung in der Mittagspause mit einförmigem Essen. „Der Name ist bei uns eher ironisch gemeint“, erklärt André Reutter. Und tatsächlich: die Gaststätte auf dem ExRotaprint-Gelände an der Gottschedstraße 4 unterscheidet sich deutlich von den Speisesälen mit Großküche, die man aus anderen Kantinen kennt. „Das Essen wird bei uns immer frisch vor den Augen der Besucher zubereitet“, sagt der 48-Jährige. Es gibt auch nicht jeden Tag Fleisch – vegetarische Gerichte sind kein Nischenangebot, sondern stellen die Mehrheit der Gerichte dar. „Unser Motto ist: für wenig Geld gut gemachtes Essen anbieten“, erklärt André Reutter. Das Restaurant mit seinen 70 Plätzen steht nicht nur den wenigen hundert Mitarbeitern und Kursteilnehmern des ExRotaprint-Geländes zur Verfügung, sondern wird auch gern von Essensgästen aus anderen Teilen des Weddings besucht.

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück: Gefunden.

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück innen Am Leopoldplatz ist man dem Glück schon ganz nah… Ein kleines Café in der Nazarethkirchstraße ist das erklärte Ziel vieler Suchender. Glück, das ist in diesem Fall ein kleines Stück frischgebackener Kuchen auf dem Kaffeelöffel, eine heiße Suppe oder ein ausgedehntes Frühstück am Sonntagnachmittag. Für all das ist das Café „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ bestens geeignet.