Die Entdeckung der Panke-Insel (Teil 1)

Balustrade und Mühle an der PankeWuss­tet ihr, dass es einst eine lang­ge­zo­ge­ne Pan­ke-Insel gab? Sie wur­de durch den Anfang des 18. Jahr­hun­derts ange­leg­ten Gra­ben gebil­det, der zum Antrieb des Was­ser­ra­des einer Müh­le dien­te. Zwi­schen der heu­ti­gen Oslo­er Stra­ße und dem süd­li­chen Ende der Stra­ßen­bahn­werk­stät­ten (heu­te: Ufer­stu­di­os) wur­de durch die Pan­ke und den Müh­len­gra­ben eine Insel geformt. Die­se gibt es zwar nicht mehr, aber die erhal­te­nen Back­stein­ge­bäu­de und die ein­zig­ar­ti­ge Atmo­sphä­re die­ser Oase mit­ten in der Stadt sind defi­ni­tiv eine Ent­de­ckung wert.

Badstraßenkiez: Wo einst eine Quelle sprudelte

Weder die moder­nen Gebäu­de des Fern- und Regio­nal­bahn­hofs Gesund­brun­nen noch die äuße­re Erschei­nung der umlie­gen­den Gebäu­de las­sen heu­te noch erah­nen, wo die Her­kunft des Namens Gesund­brun­nens zu suchen ist.

Tat­säch­lich war an der Stel­le, an der die heu­ti­ge Bad­stra­ße die Pan­ke kreuzt, für eini­ge Jah­re ein Kur­be­trieb ange­sie­delt, dem der gan­ze Orts­teil sei­nen Namen ver­dankt. Spä­tes­tens seit 1702 ist die Pan­ke­brü­cke erwähnt, und kurz dar­auf ent­stand an die­ser Stel­le eine Walk­müh­le. Deren Nach­fol­ge­ge­bäu­de von 1844 mit auf­ge­mal­tem Mühl­rad kann man heu­te noch dort finden.

Dr. Georg Benjamin (1895–1942) – Der Schularzt vom Wedding

Der Name Georg Ben­ja­min taucht in Ber­lin nur noch sel­ten auf. Vie­le Orte und Insti­tu­tio­nen, die nach ihm benannt waren, wur­den nach dem Fall der Mau­er ent­we­der umge­wid­met oder exis­tie­ren heu­te nicht mehr. Ledig­lich eine klei­ne Stra­ße in Buch ist ihm geblie­ben sowie eine Erwäh­nung in der Gedenk­stät­te der Sozia­lis­ten auf dem Zen­tral­fried­hof Friedrichsfelde.