Hilfe, meine Eltern kommen in den Wedding!

Gute Küche in der Torfstraße/Ecke NorduferZugezogene kennen das: Da hat man sich gerade mit dem Wedding arrangiert, die schönen Seiten des Wohnstadtteils schätzen wie lieben gelernt und die weniger schönen Aspekte erfolgreich ausgeblendet – plötzlich wollen die Eltern der eigenen Hütte im wilden Wedding einen Besuch abstatten. Panik!

Erstmal aufräumen, Pfand wegbringen und den Müll entsorgen. Die Unterbringung ist meist auch kein Problem, denn im Wedding gibt es durchaus das eine oder andere interessante Hotel. Doch wohin soll man die Verwandtschaft führen, wenn diese nur das Kleinstadtidyll am Berliner Rand oder Umland kennt? Daheim kochen geht nicht, schließlich wollen die Eltern ja einladen, das darf dann auch was kosten…

Nur wohin?

Das Wichtigste der Woche im Wedding

Naturareal am Strandbad Plötzensee

Im Mai ließ eine Nachricht den Wedding erschrecken: Das Prime Time Theater musste Insolvenz anmelden.  Nun gibt es einen neuen Partner, mit dem das Theater dauerhaft betrieben werden könnte. Hier findet ihr mehr Infos. Es ist wieder ganz schön heiß geworden. Nur gut, dass wir mit dem Plötzensee einen veritablen See mit Badestrand haben. Im Strandbad tut sich sowieso einiges: Vor allem das sportliche Angebot hat sich erheblich erweitert.

KUSH: Brücke zwischen Orient und Afrika

An der oberen Müllerstraße ist außer dem tosenden Verkehrslärm nicht viel los. Wer würde da etwas ganz Besonderes vermuten? Hier hat sich eine Filiale des Kreuzberger sudanesischen Imbisses Basmah angesiedelt. Und wer glaubt, alle im Wedding bekannten Varianten von Falafel, Halloumi & Co. ausprobiert zu haben, sollte sich einmal auf die exotische, sudanesische Spielart dieser Küche einlassen.

Zum Würfel II: Frank Zanders Imbiss ist so Berlin

Vor ein paar Wochen tauchte plötzlich ein Farbtupfer auf der vernachlässigten Grünanlage vor der Mauer der Julius-Leber-Kaserne auf, ein quietschgelber Container. Dabei handelt es sich aber nicht nur um die erste Veränderung dieses menschenfeindlichen Lebensraums; nein, auch die Geschichte, die hinter dieser Currywurstbude steckt, hat mit Frank Zander zu tun. Und diese Geschichte ist so typisch für diese Stadt.

Curry-Baude: Eine Institution am Gesundbrunnen

Wenn die urbane Legende stimmen sollte, dass die Currywurst nach dem Krieg in Berlin erfunden wurde, dann muss sich die Curry-Baude gleich abgeschaut haben, wie es richtig geht.  Touristen schwören vielleicht auf Curry36, Ost-Berliner auf Konnopke’s Imbiss, aber echte Kenner der Wurst-Szene sind sich einig: wenn Currywurst, dann Curry-Baude!

Spicy Kitchen: Der milde Inder

Indische Dekoration an der Decke eines RestaurantsJetzt gibt es auch am U-Bahnhof Amrumer Straße ein indisches Restaurant: das Spicy Kitchen. Zuvor ein Ethno-Shop, hat sich der Laden an der Föhrer Straße in ein freundliches Imbissrestaurant verwandelt. Unter bunten Schirmen gibt es eine breite Palette an vegetarischen oder Halal-Fleischgerichten. „Als Pakistaner benutzen wir die gleichen Gewürze wie unsere indischen Nachbarn“, erklärt einer der Kellner auf Nachfrage. „Aber die Rezepte und Zutaten sind nicht immer die gleichen, und das macht den Unterschied.“

Falafel Dream 2010: Imbiss im Bus in der Müllerstraße

Imbissbus, Falafel
Der Imbissbus in der Müllerstraße. Foto: Oertel

Aktualisiert Februar 2020: Der BVG-Bus vom Café Pförtner an den Uferhallen hat Konkurrenz bekommen. Seit dem Anfang des Jahres steht in der Müllerstraße ein Linienbus der Firma MAN direkt neben der Agentur für Arbeit. Der stolze Besitzer: Wael, der seine „Falafel Dreams“ nun in einem zum Imbiss umfunktionierten Bus aus dem Jahre 1976 kredenzt. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben: Wael macht aus der profanen arabischen Falafel durch die Zugabe verschiedener Ingredienzien wie Kirschen oder indischen Teigtaschen einem wahren Kichererbsen-Traum. Nach eigenen Angaben kommt er dabei auf 36 Geschmacksrichtungen, seine beliebten Soßen eingeschlossen.