Wiesenburg On Air: Festival mit Musik und Kunst

Schon zum dritten Mal findet am Samstag und Sonntag (25./26.8.) auf der Wiesenburg ein Open Air-Festival statt. Auf dem Gelände des ehemaligen Obdachlosenasyl von 1896 teilen sich beim „Wiesenburg On Air | Music & Art Festival #3“ an den beiden Tagen Newcomer und etablierte Bands die Bühne. Ergänzt wird das Programm um Kunst- und Tanzperformances sowie interaktive Installationen. Auch Kunst-Workshops für und mit Kindern und Erwachsenen sind geplant. Das Motto der zwei wilden Tagen lautet „Viva la Wiesenburg!“ – der Eintritt ist frei.

Dynamo Dosenbier: Erst Fußball, dann Späti

Das Team von Dynamo Dosenbier beim Spiel auf dem Sportplatz Behmstraße. Foto: A. Keilen
Das Team beim Spiel auf dem Sportplatz Behmstraße. Foto: A. Keilen

Der Name ist Programm: Dynamo Dosenbier ist eine Fußballmannschaft der Uniliga, die sich herzlich wenig um ihren Tabellenplatz kümmert. Viel wichtiger ist der durch Bier verfestigte Sportsgeist, der nach jedem Training im Stamm-Späti nahe des Gesundbrunnen-Centers ehrwürdig gepflegt wird.

Feierabendbier an der be’kech-Bar

be'kech-Bar
Prost be’kech-Bar! Foto: be’kech

Dass sich in der Exerzierstraße 14 Berlins erstes Anticafé befindet, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nachdem das Coworking-Café von Louna und Nina den ersten Praxistest mit Bravour bestanden hat, gehen die beiden Betreiberinnen nun einen Schritt weiter. Das be’kech verwandelt sich ab Freitag (2.3.) um 19 Uhr in eine Bar. Morgen ist offizielle Bareröffnung mit Sektempfang, Snacks und Musik von Shamsa aus Jordanien.

Bäcker im Wedding – verteilt eure Noten!

Bio Company

Fast schon gruselig – die beiden Ortsteile Wedding und Gesundbrunnen als „kleine Großstadt“ mit ca. 170.000 Einwohnern verfügen über so gut wie keinen echten Handwerksbäcker mehr, der nicht einfach nur vorgebackene Teiglinge erhitzt. Nur die Bio-Bäckerei Bucco in der Ravenéstraße 1 (nahe Reinickendorfer Str./Gerichtstr.), Spezialgeschäfte wie das PARMA oder manche Cafés begeistern Kenner aus der näheren Umgebung mit Selbstgebackenem. Abhilfe schaffen allenfalls die Biomärkte wie der Wochenmarkt (dienstags und freitags) auf dem Leopoldplatz (Märkisches Landbrot-Stand) sowie Bioläden und -supermärkte wie die Bio Company, Müllerstr. 141. Doch die Bezeichnung „bio“ garantiert nicht, dass nicht auch nur aufgebacken oder letztlich doch nur mit Fertigbackmischungen gearbeitet wird.

Da stellt sich die Frage: haben die Weddingerinnen und Weddinger heute genau das Bäckereiangebot, das sie verdienen, weil nicht genügend Kaufkraft und Interesse für selbst gebackenes Brot vorhanden ist? Oder wird da vom „Markt“ ein Bedürfnis nach besserem Brot ignoriert?

Hier habt ihr die Möglichkeit, eure eigene Sicht in Form einer Schulnote zu äußern. Von 6 für „völlig unzureichend“ bis 1 für „für einen Geschmack ist alles da“… Am Ende der Umfrage könnt ihr außerdem freie Texte eingeben.

Mehr Milieuschutz für Wedding

Haus mit Balkonen Wollankstraße
Millieuschutz im Wedding soll ausgeweitet werden. Foto: Sulamith Sallmann

Die Zeichen stehen gut, dass im Bezirk Mitte weitere Gebiete mit Milieuschutz eingerichtet werden. Kieze, die bislang lediglich unter so genannter Beobachtung standen, sollen nun intensiver untersucht werden. Dazu lässt der Bezirk bis zum 11. Februar Haushalte in nördlich und südlich der Soldiner Straße, rund um die Kattegatstraße, rechts und links der Reinickendorfer Straße um im Umfeld der Gerichtstraße befragen. Mit der Ausweitung des Milieuschutzes erhielte der Bezirk für mehr Straßenzüge in Mitte zumindest einen Genehmigungsvorbehalt bei baulichen Veränderungen.

Weddingmelder-Wochenschau #4/18

Foto Luise Graeff

Es heißt im Wedding nur „das Rattenhaus„, das Haus Kameruner Str. 5 im Afrikanischen Viertel. Jahrelang hat sich der Eigentümer nicht darum gekümmert, und jetzt soll’s der Bezirk richten?

Es ist ganz normal, dass man sich in einer Stadt wie Berlin auf ständigen Wechsel einstellen muss. Doch wenn das Simit Evi auf dem noch immer namenlosen Rathausvorplatz Ende März aus seinem baufälligen Flachbau ausziehen müsste, wäre das ein herber Verlust für die Gegend am Leopoldplatz. Die Stadtteilvertretung fordert den Bezirk als Eigentümer auf, jetzt kurzfristig zu handeln, aber auch die langfristige Perspektive für ein Café an der Schiller-Bibliothek im Auge zu behalten. Außerdem wurde eine Petition gestartet.

Das Malör – Crêperie und Kaffeekeller

Blick ins Malör. Foto: Sandy Stöckel
Blick ins Café. Foto: S. Stöckel

Dank einer Taube fand eine der französischsten Erfindungen seit dem Croissant Einzug in den Wedding. Die herzhafte Version von Crêpes – sogenannte Galettes – markieren einen neuen kulinarischen Lichtblick im Bellermannkiez.  Mit dem Malör ist ein DIY-inspiriertes Cafe in die Straße gezogen, das sich von außen durch seine aufmerksam zusammengeschusterte Holz-Deko hervortut.