Vor 100 Jahren entstanden: Der Bezirk Wedding

Panorama Prinzenallee Pankstraße St. PaulskircheVor 100 Jahren, 1920, entstand Groß-Berlin. Schon 1861 waren die Vorstädte Wedding und Gesundbrunnen eingemeindet worden und selbst zu dichtbesiedelten Stadtteilen mit Einwohnerzahlen einer Großstadt herangewachsen. 1920 kamen dann 7 Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke dazu, wodurch sich die Einwohnerzahl des neuen Berlin verdoppelte. Für den Wedding und Gesundbrunnen änderte sich auch einiges, denn sie bildeten einen der 20 neuen Bezirke, in die Groß-Berlin gegliedert wurde. Da der neue Bezirk Berlin-Wedding nicht auf eine schon zuvor bestehende Kommune zurückging, gab es lange Zeit nicht einmal ein Rathaus – zehn Jahre lang musste fortan improvisiert werden, bis der Rathausbau an der Müllerstraße fertig war.

Rechenwerk: Sanierung nach 30 Jahren

Rechenwerk Panke
Bauarbeiten am Rechenwerk in der Schulzendorfer Straße. Foto: Andrei Schnell

18.05.2020 In einem Rechenwerk wird nicht gerechnet, sondern geharkt. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) führen gerade am Rechenwerk der Panke in der Schulzendorfer Straße 8 Instandsetzungsarbeiten durch. Das zwischen 1988 und 1989 gebaute Sieb ist in die Jahre gekommen. „Ein Zusammenhang mit der Wiederbelebung der Panke besteht nicht“, sagt ein Pressesprecher der Wasserbetriebe auf Nachfrage. Das 30 Jahre alte Werk sei einfach hinfällig und müsse modernisiert werden.

Über die Nacht der Solidarität

Kommentar: Wer in Berlin wohnt, kommt am Thema Obdachlosigkeit schlicht nicht vorbei. Auch im Wedding zeigen zahlreiche Hilfeeinrichtungen und Institutionen, welche Relevanz dieses Thema in unserer Nachbarschaft hat. Doch frage ich mich oft, wie ich einen Beitrag zur Besserung der Situation von Menschen ohne festen Wohnsitz leisten kann. Ende letzten Jahres dann wurde ich auf die “Nacht der Solidarität” aufmerksam . Eine Teilnahme war für mich völlig klar, denn die Notwendigkeit, eine Zahl von auf der Straße schlafenden Personen zu erfassen, um entsprechende Hilfsangebote anzupassen, erschien mir sehr einleuchtend. Etwas naiv, wie ich mir später eingestehen musste.

Die Liesenbrücken werden zur Location

5.2.2020 Es ist ein Auftrag, von dem viele Architekten träumen: Lassen Sie sich etwas für eine Brücke einfallen! Die Architekten Gil Wilk und Ana Salinas haben die ungewöhnliche Aufgabe erhalten, aus den Stahlkolossen der Liesenbrücken Gebäudeflächen zu machen. Der Besitzer der Brücken, das Unternehmen CapRate, bestätigt, dass eine Beherbergungsstätte mit 340 Zimmern und eine Veranstaltungsfläche für 800 Personen geplant sei.

Rad ab? Im Wedding kein Problem…

Liste der Fahrradläden und Fahrradwerkstätten in Wedding

aktualisiert im Januar 2020

Fahrradläden

Antonkiez/Nettelbeckplatz:

El Guiri Bikes, Gerichtstr. 52, Mo-Sa 10-13.30, 15-20 Ihr

Brüsseler Kiez:

RAD-CORE, Brüsseler Str. 46, Tel.: 3 96 52 83,  Website

Sprengelkiez:

Brennstoffhandel und Fahrradservice, Kiautschoustraße 18, Mo.-Fr. 15-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr, Artikel

Afrikanisches/Englisches Viertel: 

Francis‘ Fahrradservice, Seestr. 103-104 (nahe Togostraße), Spezialgebiet: Aufarbeitung gebrauchter Fahrräder, Telefon: 25323323, Fax: 25323322, Website

Fahrrad Köhler, Müllerstr. 58a  Ecke Barfusstr. (U-Bhf Rehberge) Di-Sa, 030-417 29 780.

Gesundbrunnen:

Pank Bike, Pankstr. 27, Website

Little John Bikes, Grüntaler Str. 2, Website

Fahrrad City, Gerichtstr. 84, Telefon 030 46065440

Dodaj Fahrrad Laden&Service, Wollankstr. 74

StadtRad, Brunnenstr. 100

Das be’kech zieht nach Neukölln

be'kech
Take your time @ be’kech – verbring deine Zeit im be’kech. Foto: Schnell

Das be’kech ist ein besonderer Ort im Wedding. Zwei junge Frauen haben das Ladengeschäft in der Nummer 14 in der eher tristen Exerzierstraße 2017 übernommen und mit einem innovativen Konzept mit buntem, multikulturellem Leben gefüllt. Ende November haben Louna Sbou und Nina Martin nun jedoch das Ende des be’kech bekannt gegeben. Das so genannte Anticafé schließt.

Zusammenrücken bitte: Nachverdichtung im Wedding

Visualisierung der Aufstockung im Kiez Schillerhöhe. Foto: DAHM Architekten + Ingenieure GmbH

Die wachsende Stadt belegt Brachen, stockt Häuser auf, vergrößert Gebäude. Die Folge: es wird eng. Manchmal wächst der Wedding versteckt im Hinterhof wie in der Müllerstraße 30. Dort hat der Bauherr bestehende Häuser abgerissen und durch ein Wohnhaus mit mehr Grundfläche und mehr Stockwerken ersetzt.