Wedding kurz & knapp

Wedding kurz & knapp

Sie­ben Tage, sie­ben Mel­dun­gen aus dem Wed­ding: Hier kom­men die News aus der Nach­bar­schaft. Die­se Woche gibt es einen geo­gra­fi­schen Schwer­punkt, der sich zufäl­lig erge­ben hat: gleich drei Mel­dun­gen kom­men aus dem Brun­nen­vier­tel ganz im Süden des Stadt­teils. Doch auch von wei­ter nörd­lich gibt es Neu­ig­kei­ten zu berichten.

Panke-Trail folgt Stettiner Bahn

Humboldtsteg
Hier soll sich eine wei­te­re Brü­cke ein­fä­deln. Foto: And­rei Schnell

Ein Rad­schnell­weg wie eine Auto­bahn ohne Kreu­zun­gen und Ampeln – das bleibt ein Traum. Doch der Pan­ke-Trail wäre immer­hin kreu­zungs­arm. Eine Mach­bar­keits­un­ter­su­chung hat Ende letz­ten Jah­res eine Rou­te für den neu­en Rad­weg aus­ge­wählt. Der Trail ist eine von meh­re­ren Rad­schnell­ver­bin­dun­gen, die Ber­lin bau­en möch­te. Der Favo­rit der Unter­su­chung führt ent­lang der ehe­ma­li­gen Stet­ti­ner Bahn durch die Grün­ta­ler Stra­ße. Und am Hum­boldt­hain soll es eige­ne Brü­cken nur für Rad­fah­rer geben.

Wir puzzlen den Wedding – zusammen auf Instagram

Weddingweiser Instagram Team
Wed­ding­wei­ser Insta­gram Team

Hän­de weg vom Wed­ding, Spu­ren im Schnee, Him­mel­beet im Win­ter­schlaf, lus­ti­ger Auf­kle­ber auf dem Geh­weg, blü­hen­der Win­ter­flie­der an der Pan­ke, Wand­schmuck im Art­loft Gericht­stra­ße, Turn­schu­he auf Wed­din­ger Bal­kon… sie­ben Foto­mo­ti­ve von über 2.300, die irgend­wo zwi­schen Brun­nen­vier­tel und Afri­ka­ni­schem Vier­tel auf­ge­nom­men wor­den sind. Wie ein Puz­zle las­sen sie auf Insta­gram @weddingweiser jeden Tag ein Stück­chen mehr des­sen sicht­bar wer­den, was wir als Wed­ding emp­fin­den, unse­re Hood. Unser Kanal ist ein Kanal vie­ler, ein Gemein­schafts­werk für all jene, die den Wed­ding genau­so mögen wie wir.

Badstraße 40: Frieda Mehler – Jüdische Schriftstellerin, Frauen-Power und Mutter

Wer an die Bad­stra­ße in Wed­ding-Gesund­brun­nen denkt, der erin­nert sich an das impo­san­te frei­ste­hen­de Back­stein­ge­bäu­de unmit­tel­bar neben der Pan­ke, die an die­ser Stel­le von einer brei­ten Brü­cke über­baut ist. Die Pan­ke ist für die Wed­din­ger “die Spree”. Auch die jüdi­sche Schrift­stel­le­rin Frie­da Mehl­er (*1871, +1943) nimmt die Pan­ke in ihrem klei­nen Kin­der­buch „Fei­er­tags-Mär­chen“ (erschie­nen 1935) über die wich­tigs­ten jüdi­schen Fest- und Fei­er­ta­ge auf.

Verschwundener Wedding

Verschwunden: das Stattbad
Adieu Statt­bad!

Frü­he­re Fabri­ken, in die neu­es Leben ein­zieht, alte Gebäu­de, die eine künst­le­ri­sche Nut­zung erfah­ren oder Brach­flä­chen, auf denen Gemein­schafts­gär­ten ent­ste­hen: Der Wed­ding ist voll von schö­nen Orten, die Geschich­te und Flair haben. Doch erstaun­lich viel ist erst in der Nach­kriegs­zeit oder in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit ver­schwun­den, rück­sichts­los abge­ris­sen und durch wesent­lich unin­ter­es­san­te­re Gebäu­de ersetzt. Da fragt man sich unwill­kür­lich: Hat das so kom­men müs­sen, war das wirk­lich nötig? Wir erzäh­len euch ein paar Geschich­ten – mit Trä­nen in den Augen.