Magic Mountain: Wo Engagement „die Wände hochgeht“

Um den Wedding mal ordentlich aufs Dach zu steigen, könnte man auf den Flakturm Humboldthain gehen – oder die Kletterhalle Magic Mountain gleich gegenüber besuchen. Was 2002 als Traumprojekt einer Privatperson gestartet ist, ist fast 17 Jahre später nicht nur ein Ort für Kletter- und Boulder-Fans geworden. Der Magic Mountain sollte von Anfang an gerade auch diejenigen erreichen, die sich so etwas nicht unbedingt leisten könnten. So gibt es neben dem Willkommens-Klettern für Flüchtlinge auch verschiedene Kurse für Kinder- und Jugendgruppen, um die Faszination für Berge und das Klettern nahe zu bringen. Ein Besuch auf dem Kunstberg.

800A: Ein Mix aus Bar und Theater

800a
Fabio und Alex vor ihrem Bar-Theater. Foto: Andaras Hahn

Die Tage werden kürzer und vor allem kälter, Zeit also für die Weddinger, wieder in die Bars und Kneipen ihres Vertrauens einzukehren oder Neues zu erkunden. Wie wäre es da mal mit dem 800A im Gesundbrunnen? Zugegeben, neu ist es nicht. Unser Autor war an einem Sommertag da, um die beiden Inhaber Alex und Fabio endlich zu fragen, was das 800A eigentlich ist.

Per Anhalter durch die Barlaxis, Kapitel V

Die Weddinger Bar-Landschaft ist komplex, vielschichtig und die einzelnen Bars sind manchmal auch ganz schön weit voneinander entfernt. Und wenn sich alle aus diesem Universum für eine Nacht zusammentun, dann ist das die „Barlaxis“. Doch ihr seid nicht allein in den unendlichen Weiten, die Barlaxis ruft euch Weddingnauten zu: Don’t panic!

The Red Nose Samurai Santa: Schön schräg!

„Hello Kitty“ mit Elchgeweih

Am kommenden Wochenende, Samstag, den 14. und am Sonntag den 15. Dezember, gibt es ein außergewöhnliches Event in der Bar Oh! Calcutta. Ein ungewöhnlicher Kunst- und Designmarkt mit 15 beteiligten Künstlern sowie eine Party mit Live-Acts japanischer Künstler geben der traditionell „besinnlichen“ Adventszeit den ultimativen Kick.

„Weddinger Wundertüte“- Wedding’s lucky bag

Expect the Unexpected!

In Wedding, you never know what’ll be up next. One thing is for sure, though: On Saturday, 26th of October, intrigued ‚Weddingers‘ can expect a very varied programme. Hidden and unknown ideas will be brought to the light during this day by the ‚Kreativnetzwerk‘ , or creative network, a network of 23 innovative entrepreneurs.

“Here in Wedding you can discover great things everywhere”, says Annette Haußknecht from montagehalle-berlin. „We want to show the hidden businesses to people who don’t know about them yet“. Similar to Weddingweiser, the Wundertüte tries to find special thing in the seemingly normal, and is a great opportunity to meet new ideas – so Weddingweiser will be supporting the Wundertüte as a media partner.

A Saturday full of surprises

From 10:00 a.m. to midnight, one will find hand made products made by the different participants as well as numerous surprises in cafés, bars and shops. The 26th of October is also a great opportunity to meet all the manufacturing, gastronomic and cultural businesses in Wedding, a lot of which you might already know from Weddingweiser. The day of the Wundertüte will be focusing on Togostraße, Tegeler Straße, around Reinickendorfer Straße and Osloer Straße. There will be such different offers as live music, art exhibitions, workshops and lectures as well as a display window performance. At 2 p.m., a guided bike tour to some of the venues starts from Stattbad (Gerichtstr. 65, bring your own bike). More information can be obtained from the flyers which can be found all throughout Wedding.

Participating businesses are, for example, “Frack du lac”, “Oh! Calcutta”, “Eiscafé KIBO”, “Mabellevie” and “Colorblind patterns”.

Of course you’ll be able to get your own “Wundertüte” – a colourful bag full of information about the participating entrepreneurs – at the venues.

So: Get surprised on the 26th of October…

(Link to the Wundertüte website with a detailed programme, German)

Translation: Daniela Hombach

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montagehalle-berlin: Mode und Kunst für den Kiez

Wie zwei Frauen mit Herzblut, Stoff und Garn im Wedding Mode nähen und Netzwerke knüpfen

Annette Haußknecht (links) und Suse Stock
Annette Haußknecht (links) und Suse Stock

Stoffbahnen, Garnrollen und fertige Hosen sowie Entwürfe neuer Oberteile stapeln sich zwischen Nähmaschine und Kaffeebecher auf dem Werktisch in der montagehalle-berlin. Annette Haußknecht legt die Schere kurz zur Seite und nickt Susanne Stock zustimmend zu.

Foto: Julia Große-Heitmeyer
Foto: Julia Große-Heitmeyer

Bis Donnerstagabend müssen die letzten Teile der aktuellen Kollektion fertig genäht sein. Dann starten die Modedesignerinnen, die gewissermaßen schon zu den Urgesteinen im Wedding zählen, mit einer Vernissage in das Kulturfestival Wedding Moabit 2013. „Vom Winde verwebt“ heißt die Gemeinschaftsausstellung, mit der die montagehalle-berlin zusammen mit der benachbarten Malerin Marion Ehrsam und dem Photographen Jacopo de Marco die Togostraße während des Kulturfestivals als Ort interdisziplinärerer Kunstveranstaltungen in Szene setzt.

Damit unterstreichen Annette Haußknecht und Susanne Stock ihr Anliegen, im Wedding nicht einfach nur Mode zu kreieren, zu fertigen und zu verkaufen, sondern dem Kiez, in dem sie jeweils schon seit 15 Jahren leben, auch ein kreatives Gesicht zu verleihen. Dazu verknüpfen die Architektin Haußknecht und die Modedesignerin Stock nicht nur Stoffe und Garne zu feminin sportlichen wie eleganten Oberteilen und zu unkonventionellen Hosen, Röcken und Kitteln, sondern weben darüber hinaus auch Netzwerke zu anderen Kreativen im Bezirk. Dass sie bei ihren Veranstaltungen nicht immer nur mit denselben Künstlern zusammenarbeiten, sondern darüber hinaus auch offen für neue Kreative und deren Ideen sind, stellen sie am kommenden Wochenende wieder einmal unter Beweis.

Wenn beim Kulturfestival Wedding Moabit Friseure unter dem Balkon Haare schneiden

Für Samstag und Sonntag haben die Betreiberinnen der montagehalle-berlin gemeinsam mit Marion Ehrsam den Friseur und Industriekletterer Jens Schmelzer eingeladen, ihr Ausstellungsthema „Vom Winde verwebt“ vor Ort aufzugreifen. Dann schneidet der erfahrene Kletterer unter einem Balkon in luftiger Höhe schwebend, Haare. Eine Freundin konnte als mutige Vorreiterin für diese Performance gewonnen werden. Die Möglichkeit, sich für eine neue Frisur in die Lüfte zu schwingen, steht aber auch schwindelfreien Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.

Bei „Freunden“ kaufen, mit Designern feiern

Was sich hier als Gemeinschaftsveranstaltung in das Kulturfestival Wedding/Moabit 2013 einreiht, können Interessierte in regelmäßigen Abständen in der montagehalle-berlin erleben. „Wir wollen nicht einfach anonym unsere textilen Ideen verkaufen, sondern uns mit unseren Käuferinnen und Käufern in einen Dialog begeben“: Passt das Unikat, oder soll nach dem Probetragen noch einmal nachgenäht werden?   „Zu unserem Selbstverständnis zählt auch, ein zur saisonalen Kollektion passendes Thema zum Anlass zu nehmen und das mit den Menschen, die zu uns kommen, zu feiern“, sind sich Annette Haußknecht und Susanne Stock einig. Beide freuen sich sehr über den Zuwachs an produzierendem Kleingewerbe und Kulturveranstaltungen im Wedding. Konkurrenzbefürchtungen hegen die beiden nicht: “Wir haben lange darauf gewartet, dass sich hier im Kiez etwas bewegt.“

Autorin: Julia Große-Heitmeyer

Mehr zur Montagehalle-Berlin

12. September 2013

19:00 Uhr

Vernissage der Gemeinschaftsausstellung „Vom Winde verwebt“ anlässlich des Kulturfestivals Wedding Moabit 2013

montagehalle-berlin, Togostraße 79a,

Atelier der Malerin Marion Ehrsam, Togostraße 80.

Montagehalle Berlin

Togostr. 79a
13351 Berlin

Tel. 030/81 70 55 12
info(at)montagehalle-berlin.de

Aktuelle Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 9-13 Uhr, Di 9-18 Uhr und nach Vereinbarung