/////
Aktualisiert

Kunst und Designmarkt:
Weddingmarkt: Wieder zurück aus der Coronapause

Unter Auflagen darf der Weddingmarkt im Sommer 2021 immer am ersten Sonntag des Monats stattfinden.

Gesamtbild des Weddingmarkts auf dem Leopoldplatz
Foto: Anna Bilger

Der Name ist schlicht, doch hin­ter ihm ver­birgt sich mehr: Wed­ding­markt. Sabri­na Püt­zer stell­te nach einer coro­nabe­ding­ten Pau­se ihre Markt­stän­de am 6. Juni wie­der auf dem Leo­pold­platz auf. Ihren Markt nennt sie Kunst­markt ausm Wed­ding. Am 4. Juli geht es weiter.

Handverlesene Anbieter

Stand auf dem Weddingmarkt, wo jemand etwas kauft
Foto: Wed­ding­markt

Mar­ken­zei­chen des Markts sind die drei­ecki­gen Ver­kaufs­stän­de. „Die spe­zi­el­le Anfer­ti­gung wur­de in enger Abspra­che für den Wed­ding­markt ent­wi­ckelt und hebt sich von den her­kömm­li­chen Markt­bu­den ab“, sagt die Ver­an­stal­te­rin. Dank des beson­de­ren Grund­ris­ses kann sie Inseln oder klei­ne Laby­rin­the aus dem Stän­den bil­den. Für die Wie­der­auf­nah­me des Wed­ding­mark­tes hat Sabri­na Püt­zer die Händ­ler „ein­zeln“ aus­ge­wählt. Sie wählt Ver­käu­fer aus, die Kunst, Kunst­hand­werk, Design, Mode, Schmuck anbie­ten. Die Zahl der Bewer­ber ist groß. Als Kri­te­ri­en für die Aus­wahl nennt Sabri­na Püt­zer, dass der Händ­ler etwas „hand­ge­mach­tes“ anbie­ten müs­sen. Sie bevor­zugt klei­ne Unter­neh­mun­gen, bei denen die Macher selbst am Markt­stand ste­hen. Und das Gesamt­bild des Mark­tes muss abwechs­lungs­reich und aus­ge­wo­gen sein. Wie in den zurück­lie­gen­den Jah­ren wer­den wie­der 70 bis 80 Händ­ler dabei sein. Unter ihnen sind auch Street­foodan­bie­ter. Offen hat der Markt von 10 bis 18 Uhr.

Geschichte des Weddingmarktes

Die 32-jäh­ri­ge Sabri­na Püt­zer kam 2008 nach Ber­lin. Sie hat­te bemerkt, dass „vie­le Krea­ti­ve im Wed­ding woh­nen, aber auf die Kunst­märk­te in den ent­spre­chen­den Bezir­ken fuh­ren“. Es habe eine Sze­ne, aber kei­ne Platt­form gege­ben. Sabri­na Püt­zer, selbst Künst­le­rin, sagt, dass die Nach­fra­ge der Händ­ler und der Besu­cher von Anfang an groß war. 2012 star­te­te sie den Wed­ding­markt auf den Leo­pold­platz. Anschlie­ßend zog er mehr­mals um. Er mach­te Sta­ti­on in Cit­ti­point in der Mül­ler­stra­ße und im Kul­tur­zen­trum Super­markt in der Brun­nen­stra­ße. Von 2013 bis 2016 fand er am Nord­ufer statt, bis das Bezirks­amt eine Behin­de­rung des Fern­rad­wegs Ber­lin – Kopen­ha­gen erkann­te. Dank der Kir­chen­ge­mein­de der Naza­reth­kir­che konn­te der Wed­ding­markt 2017 wie­der auf den Leo­pold­platz zurück­keh­ren. Heu­te hat Sabri­na Püt­zer ein Team von 16 Mit­ar­bei­tern für Auf- und Abbau. Im Win­ter kom­men noch Ver­an­stal­tungs­tech­ni­ker zum Bei­spiel fürs Licht dazu. In nor­ma­len Jah­ren wird fünf bis sechs Mal von Mai bis Sep­tem­ber und drei bis vier Mal im Advent gehan­delt. „Die Besu­cher­zah­len lie­gen im vier­stel­li­gen Bereich, Rekord sind 5.000 Besu­cher“, sagt Sabri­na Püt­zer. Die Zahl ergibt sich aus einer Hochrechnung.

Sonn­tag, 1. August, 10 bis 18 Uhr, Leo­pold­platz, Web­site

und dann bis Sep­tem­ber immer am ers­ten Sonn­tag des Monats


Logo Weddinger Allgemeine Zeitung

Der Text stamm­te in einer ursprüng­li­chen Fas­sung aus der Wed­din­ger All­ge­mei­nen Zei­tung, der gedruck­ten Zei­tung für den Wed­ding. Wir dan­ken dem RAZ-Ver­lag

Andrei Schnell

Man hat mir versichert, es gäbe keine Vorschrift zu gendern und ich sei in dieser Frage frei, nicht wahr? Außerdem: Mein Hintergrund ist ostdeutsch, das beruht auf Erlebnissen. Und: Politik sehe ich mir an wie Sportwettbewerbe. Plus: Lese ich ein Buch, dann möchte ich es gleich besprechen. Ich mag Geschichten und Geschichte. Mister Gum möchte ich abschließend erwähnen.

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.