Hilde B. Rubinstein: Eine jüdische Kommunistin im Wedding der frühen 1930er Jahre

 

Hil­de B. Rubin­stein, Der rote Kimo­no, Titel­bild “Jugend”, 1930, Nr. 7.

Trotz Bega­bung ein stei­ni­ger Weg! Das Bild “Der rote Kimo­no” ist zwar nicht als Selbst­por­trait aus­ge­wie­sen, zeigt aber trotz­dem unse­re Haupt­prot­ago­nis­tin als sinn­li­che Frau mit roten Lip­pen, schwar­zen Haa­ren und einem for­dern­den Blick. Es soll an Hil­de B. Rubin­stein erin­nert wer­den, denn die 1904 gebo­re­ne Toch­ter von Jac­ques (Isaak) Rubin­stein und Pau­la, geb. Sil­ber­stein, hat­te beweg­te Jah­re im Wed­ding. Fol­gen Sie mir auf den Spu­ren einer beach­te­ten Künst­le­rin und geschätz­ten Autorin in ihren Mitt­zwan­zi­ger Jahren.

Nur mal kurz in den Baumarkt?

War­te­schlan­ge vor dem Baumarkt

Drau­ßen im Park lie­gen oder stun­den­lang die Son­ne genie­ßen ist im Moment etwas schwie­rig – Zeit also, den Bal­kon aus dem Win­ter­schlaf zu holen. Bau­märk­te dür­fen noch geöff­net haben, sie gehö­ren in Ber­lin zu den sys­tem­re­le­van­ten Betrie­ben. Was wäre der Deut­sche auch ohne sei­nen Bau­markt? Wenn man sich die teil­wei­se meh­re­re hun­dert Meter lan­gen Schlan­gen vor Bau­haus, OBI, Hell­weg und Co. anschaut, wird klar: Die Men­schen brau­chen in Zei­ten der Aus­gangs­be­schärn­kun­gen Beschäf­ti­gun­gen oder haben vie­ler­orts Pro­jek­te in Angriff genom­men, für die sie auch mal wil­lens sind, stun­den­lang anzustehen.

Bauhaus100: Sommer-Schule “Spinning Triangles” im Wedding

In Kin­sha­sa

Das Pro­jekt  SPINNING TRIANGLES, das sich auf das vor 100 Jah­ren gegrün­de­te Bau­haus bezieht,  macht im Lau­fe die­ses Jah­res Halt in Kin­sha­sa, Ber­lin und Hong­kong Sta­ti­on. Als Teil des Pro­jekts fin­det nun im Pro­jekt­raum SAVVY Con­tem­pora­ry eine Som­mer-Schu­le statt. 

Noch nicht vom Winde verweht: die Sanddüne Wedding

Irgend­wie will die­se eigen­ar­ti­ge Land­schaft nicht an die­sen Unort pas­sen. Auf der einen Sei­te liegt die Sprint-Tank­stel­le am Bau­haus-Bau­markt, davor ein Geschäfts­haus und neben­an ein paar Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser. Mit Hil­fe von Frei­wil­li­gen ist es in den letz­ten Jah­ren gelun­gen, die Düne wie­der als ein deutsch­land­weit ein­ma­li­ges inner­städ­ti­sches Natur­schutz­ge­biet erleb­bar zu machen.

Kolumne: Richtig gedübelt

Was ist bloß los mit den Frau­en in Wed­ding? Sie orga­ni­sie­ren Kul­tur­fes­ti­vals, grün­den Second-Hand-Läden oder schi­cke Bars und machen Poli­tik. Vie­le von ihnen zie­hen noch das eine oder ande­re Kind groß, gehen neben­her arbei­ten oder stu­die­ren. Die Frau­en in Wed­ding kön­nen offen­sicht­lich alles, aber “Bau­haus” befürch­tet: sie kön­nen kei­ne Bohr­ma­schi­ne hal­ten, kei­nen Nagel in die Wand schla­gen, kein Regal zusam­men­bau­en… Wie anders ist zu erklä­ren, dass der Bau­markt am Kap­weg einen Tag vorm Welt­frau­en­tag aus­schließ­lich Frau­en zu Heim­wer­ker-Work­shops namens “Women’s Night” ein­lud. Das ist mal eine Fir­ma, die die Defi­zi­te der gemei­nen Wed­din­ge­rin erkannt hat und etwas dage­gen unter­nimmt. Ganz selbst­los – selbstverständlich!

Autor: Ulf Teichert

Die Kolum­ne erscheint eben­falls jeden Sams­tag im Ber­li­ner Abend­blatt, Aus­ga­be Wedding.