Die besten 11 Betonbauten im Wedding

Wir lie­ben unse­ren Wed­ding, aber auch wir wis­sen: Wed­ding, du kannst so der­ma­ßen häss­lich sein! Und es sind manch­mal dei­ne Nach­kriegs­bau­wer­ke aus Beton, die uns ästhe­tisch her­aus­for­dern. Ob es nun Zweck­bau­ten mit einer Fas­sa­de aus Wasch­be­ton oder bru­ta­lis­ti­sche Wän­de aus Sicht­be­ton sind – den einen gefal­len die­se Bei­spie­le moder­ner Archi­tek­tur, den ande­ren jagen sie eher einen Schau­der über den Rücken. Wir neh­men euch mit auf eine Rei­se durch den Wed­ding, begin­nend mit Beton­bau­ten im Nord­wes­ten am Volks­park Reh­ber­ge, über die Mül­ler­stra­ße und die Pan­ke bis hin zum Brun­nen­vier­tel in Gesundbrunnen.

Ein Vierteljahrhundert Bibliothek am Luisenbad

Die Bibliothek am Luisenbad in der Travemünder Straße. Foto: Andrei Schnell
Die Biblio­thek am Lui­sen­bad in der Tra­ve­mün­der Stra­ße. Foto: And­rei Schnell

Wenn man die­se Biblio­thek von außen sieht, spürt man sofort: Die­se Gebäu­de haben Geschich­te. Und doch ist es erst 25 Jah­re her, dass aus den ver­blie­be­nen Gebäu­de­res­ten eines frü­he­ren Bads, eines Ver­gnü­gungs­lo­kals und eines Kinos eine städ­ti­sche Biblio­thek wur­de. Die­se wur­de über­wie­gend unter der Erde ange­legt und ist in ihrer halb­kreis­för­mi­gen Lese­hal­le durch­aus modern. 

Wohnen im Wedding: Die Mies van der Rohe-Häuser

Kon­trast in der Sambesistraße

Ber­lin ist bekannt für sei­ne nach dem Ers­ten Welt­krieg gebau­ten Wohn­an­la­gen. Am nord­west­li­chen Rand der Grün­der­zeit­be­bau­ung des Wed­ding, ent­lang der 1906 ange­leg­ten Afri­ka­ni­schen Stra­ße, wur­de eines der frü­he­ren Woh­nungs­bau­vor­ha­ben der Wei­ma­rer Repu­blik rea­li­siert. 1919 wur­den die schma­len Quer­stra­ßen Tanga‑, Uganda‑, Dua­la- und Sam­be­si­stra­ße von den Archi­tek­ten Mebes und Emme­rich mit nied­ri­gen Dop­pel­häu­sern bebaut.

Von Amsterdam nach Berlin – die Siedlung Schillerpark

Siedlung Schillerpark erinnert an Amsterdam

Nord­öst­lich des Schil­ler­parks lässt sich ein ein­zig­ar­ti­ges Wohn­quar­tier ent­de­cken, das als das ers­te Woh­nungs­bau­pro­jekt nach dem Ers­ten Welt­krieg bezeich­net wird. Licht, Luft und Son­ne, die oft­mals zitier­ten Leit­mo­ti­ve des Neu­en Bau­ens, bil­de­ten die gestal­te­ri­schen Grund­pfei­ler der nach den Plä­nen von Bru­no Taut errich­te­ten Wohn­sied­lung. Taut ist vie­len Ber­li­nern und Archi­tek­tur­lieb­ha­bern für die Huf­ei­sen­sied­lung und Onkel Toms Hüt­te bekannt, wo der Archi­tekt auf Far­be bzw. eine sym­bol­träch­ti­ge For­men­spra­che setz­te. Bei der Sied­lung Schil­ler­park ori­en­tier­te sich Bru­no Taut sowohl an den Leit­mo­ti­ven moder­ner Bau­kunst als auch der Ams­ter­da­mer Schu­le – eine um 1910 ent­stan­de­ne Bewegung.

Die Geschichte des Rathauses Wedding

Klassische 1920er Jahre am Rathaus-Altbau
Rat­haus Wedding

Durch das Gesetz „Über die Bil­dung einer Stadt­ge­mein­de“ vom 26. April 1920 wur­den 8 Stadt‑, 59 Land­ge­mein­den und 27 Guts­be­zir­ke zu der Stadt­ge­mein­de Ber­lin in 20 Ver­wal­tungs­be­zir­ken zusam­men­ge­schlos­sen. Der „3. Ver­wal­tungs­be­zirk“ war der Wed­ding. Drin­gend benö­tigt wur­de der Bau eines Rat­hau­ses, das an der Mül­ler­stra­ße 146 nach den Plä­nen des Magis­trats­ober­bau­rat Hell­wig ent­ste­hen sollte. 

Bauhaus100: Sommer-Schule “Spinning Triangles” im Wedding

In Kin­sha­sa

Das Pro­jekt  SPINNING TRIANGLES, das sich auf das vor 100 Jah­ren gegrün­de­te Bau­haus bezieht,  macht im Lau­fe die­ses Jah­res Halt in Kin­sha­sa, Ber­lin und Hong­kong Sta­ti­on. Als Teil des Pro­jekts fin­det nun im Pro­jekt­raum SAVVY Con­tem­pora­ry eine Som­mer-Schu­le statt. 

Versteckt im Wedding (Teil 1)

Der Garten des Hotel Grenzfall. Foto: S. Ostertag
Foto: S. Ostertag

Der Wed­ding ist über­sicht­lich in ein paar Kieze ein­ge­teilt, dazu ein paar Parks und Plät­ze. Fer­tig ist das Bild vom grau­en Ghet­to am Rand der Ber­li­ner Innen­stadt. So scheint es zumin­dest. In Wirk­lich­keit ist der Wed­ding ein rie­si­ger grü­ner Dschun­gel vol­ler gro­ßer und klei­ner Beson­der­hei­ten. Die Klein­ode und höchst bemer­kens­wer­ten Schät­ze erschlie­ßen sich aber nicht jedem ober­fläch­li­chen Betrach­ter. Des­halb hel­fen wir mit unse­rer Serie ein biss­chen dabei, sie aufzuspüren. 

Eine maßgeschneiderte Schule für den Wedding

Ein oranges Treppenhaus verbindet die drei Etagen. Foto: Christian Kloss, urbanophil
Ein oran­ges Trep­pen­haus ver­bin­det die drei Eta­gen. Foto: Chris­ti­an Kloss, urbanophil

Ursprüng­lich war zwi­schen Put­bus­ser und Swi­ne­mün­der Stra­ße eine damals völ­lig neu­ar­ti­ge Schul­form geplant: das Ober­stu­fen­zen­trum (OSZ) Wed­ding. Doch dann kam alles anders. Die Bür­ger­re­dak­ti­on aus dem Brun­nen­vier­tel hat sich in der neu­es­ten Aus­ga­be des Kiez­ma­ga­zins brun­nen mit dem alten Schul­stand­ort beschäf­tigt und eine Rei­he von Bei­trä­gen ver­öf­fent­licht, die wir teil­wei­se übernehmen.