Unnützes Wedding-Wissen Teil 1

In dieser Serie erfahrt ihr Dinge, mit denen ihr beim Small-Talk über den Wedding und Gesundbrunnen glänzen könnt; Funfacts, die beweisen, dass ihr vom Wedding mehr wisst als das Gerücht, er sei wieder mal „im Kommen“. Eine kleine Auswahl schräger Infos, die man nicht zum Überleben braucht, aber die es dennoch wert sind, erwähnt zu werden…

Cantinerie: Mensa für Erwachsene

Cantinerie im AEG-Gelände - Foto Andrei Schnell
Eingang der Cantinerie. Foto: Andrei Schnell

Cantinerie heißt ein Restaurant – man könnte auch sagen, ein vor kurzem eröffneter Speisesaal auf dem ehemaligen AEG-Gelände. Die über 100 Sitzplätze sind nötig, denn die Lokalitäten im Brunnenviertel sind zur Mittagszeit schnell gefüllt. Offenbar arbeiten immer mehr Leute in dem heute als Technologiepark bezeichneten Gebiet zwischen Voltastraße und Gustav-Meyer-Allee. Die Cantinerie gibt sich italienisch und der Name verrät, dass es wie in einer Kantine zugeht – nur eben ein klein wenig gehobener.

Ein Spaziergang durch Gesundbrunnen

St Paul BadstraßeUnser Rundgang beginnt an der Badstraßenbrücke über die Panke. Wir biegen in die Badstraße ein, wo es auf dem Abschnitt bis zur Pankstraße noch eine geschlossene gründerzeitliche Bebauung mit reich verzierten Wohnhäusern gibt (z.B. Vorderhaus des Marienbads Badstraße 35-36; aus dem Jahr 1904/05 mit einer Hermes-Skulptur über einem Bogen). Ein stilprägender Kirchenbau ziert die Ecke Badstraße/Pankstraße. Die St.Pauls-Kirche von 1835 wurde als eine von vier Nordberliner Kirchen durch Karl Friedrich Schinkel geplant. Der klassizistisch-nüchterne Hallenbau wurde erst 1889/90 um einen Glockenturm und 1910/11 durch ein Gemeindehaus ergänzt. Da die Kirche im Zweiten Weltkrieg ausgebrannt war, wurde sie äußerlich originalgetreu, innen aber von 1952-57 im zeitgenössischen Stil wieder aufgebaut (Architekt H.Wolff-Grohmann). Dieser steht als Zeugnis der Architektur der 1950er Jahre selbst unter Denkmalschutz.