Die 11 schönsten Fabrikgebäude im Wedding

Serie - Die besten 11

Der Wed­ding, wie wir ihn heu­te ken­nen, ist ohne sei­ne Indus­trie­ge­schich­te undenk­bar. Aus einer klei­nen Vor­stadt Ber­lins wur­de dank der Fabri­ken und der Arbei­ter, die meist in fuß­läu­fi­ger Nähe in ärm­lichs­ten Ver­hält­nis­sen wohn­ten, eine dicht besie­del­te Groß­stadt mit zeit­wei­se über 300.000 Ein­woh­nern. Fabri­ken gab es übri­gens im Brüs­se­ler Kiez, im Afri­ka­ni­schen und im Eng­li­schen Vier­tel nicht – dort wird vor allem gewohnt. Und heu­te? Pro­du­zie­ren­des Gewer­be ist im Wed­ding kaum noch vor­han­den. Vie­le Fabri­ken wur­den abge­ris­sen, doch man­ches ist erhal­ten geblie­ben und wird heu­te ganz anders genutzt. Hier stel­len wir euch 11 davon vor – aber es gibt natür­lich noch unend­lich viel mehr davon.

Die Wende aus Sicht des RIAS TV

Cover Zeuge der Wende
Cover des Buches “Zeu­ge der Wen­de” von Ger­hard Specht. Gra­fik: Omnio-Verlag

„Kein Bild für RIAS“ hat Ger­hard Specht ein Kapi­tel sei­ner Erin­ne­run­gen an die Arbeit beim „Feind­sen­der“ über­schrie­ben. Der Rund­funk im ame­ri­ka­ni­schen Sek­tor (RIAS) war für die DDR-Behör­den die gefähr­lichs­te Rund­funk­an­stalt, der Erfolg der bei­den älte­ren RIAS-Radio­sen­der war im Osten enorm. Unter Jugend­li­chen war RIAS 2 ver­mut­lich Leit­me­di­um. Kein Wun­der, dass die Ver­ant­wort­li­chen in der DDR dem 1988 in der Vol­ta­stra­ße gestar­te­ten RIAS-Fern­se­hen (heu­te: Deut­sche Wel­le) so vie­le Stei­ne in den Weg leg­ten wie nur mög­lich. Ger­hard Specht beschreibt kon­kret, wie sei­ne Arbeit mit Hin­hal­te­tak­tik behin­dert wur­de. Kon­se­quenz: „Uns man­gel­te es schlicht an Bewegt­bild-Mate­ri­al von jen­seits der Mauer.“ 

„Spurensuche Armer Wedding“ – Erinnerungsorte der Armut

Denk­mal an der Stel­le der Schrippenkirche

Wie wohn­ten die Men­schen in „Mey­ers Hof“? Wer ging in die „Schrip­pen­kir­che“? Und an wen konn­ten sich obdach­lo­se Frau­en um 1900 wen­den? Die „Ber­li­ner Spu­ren­su­che“ lud am 15. August 2020 zu einer Füh­rung zur Geschich­te der Armut im Wed­ding an. Ein Dut­zend Inter­es­sier­te kamen, um sich bei schöns­tem Son­nen­schein vom His­to­ri­ker Ste­fan Zoll­hau­ser über das Leben armer Men­schen, über soli­da­ri­sches Mit­ein­an­der und Erin­ne­rungs­or­te der Armut infor­mie­ren zu las­sen. Unse­re Autorin war dabei.

Ohne Industrie kein Wedding

In den Osram-Höfen

Als 1861 das weit­ge­hend unbe­sie­del­te und vor allem land­wirt­schaft­lich oder gärt­ne­risch genutz­te Land nörd­lich der Stadt Ber­lin ein­ge­mein­det wur­de, erfolg­te dies gegen den Wil­len der Ber­li­ner Stadt­vä­ter. Mit der Bevöl­ke­rung auf dem Wed­ding und am Gesund­brun­nen woll­ten sie gar nichts zu tun haben, die­se wür­den bald städ­ti­sche Infra­struk­tur und Wohl­fahrt brau­chen. Das ließ hohe Kos­ten erwar­ten. Das war sehr kurz­sich­tig, denn die Gebiets­er­wei­te­rung ver­schaff­te der auf­blü­hen­den Indus­trie neue Erwei­te­rungs­flä­chen außer­halb der dicht bebau­ten Stadt. Und so stieg das vor­städ­ti­sche Gelän­de rund um Wed­ding und Gesund­brun­nen zu einer dicht bebau­ten Stadt vol­ler Arbeits­plät­ze auf.

DW TV: Aus’m Wedding in die Welt

„Made in Wed­ding“– Bier, Gin, Kunst, zwei Tage kalt fer­men­tier­ter Piz­za­teig, pro­du­ziert wird hier aller­hand. Aber nur sel­ten schaf­fen es wah­re Wed­din­ger Ori­gi­na­le über die Gren­zen Ber­lins oder sogar Deutsch­lands. Dabei gibt es einen wah­ren Export­schla­ger, der aus dem Wed­ding kommt und schon lan­ge sämt­li­che Lan­des­gren­zen über­wun­den hat. Aber kaum ein Wed­din­ger weiß, wovon hier die Rede ist: Die TV-Pro­duk­ti­on von Deut­sche Welle.

Unnützes Wedding-Wissen Teil 1

In die­ser Serie erfahrt ihr Din­ge, mit denen ihr beim Small-Talk über den Wed­ding und Gesund­brun­nen glän­zen könnt; Fun­facts, die bewei­sen, dass ihr vom Wed­ding mehr wisst als das Gerücht, er sei wie­der mal “im Kom­men”. Eine klei­ne Aus­wahl schrä­ger Infos, die man nicht zum Über­le­ben braucht, aber die es den­noch wert sind, erwähnt zu werden… 

Cantinerie: Mensa für Erwachsene

Cantinerie im AEG-Gelände - Foto Andrei Schnell
Ein­gang der Can­ti­ne­rie. Foto: And­rei Schnell

Can­ti­ne­rie heißt ein Restau­rant – man könn­te auch sagen, ein vor kur­zem eröff­ne­ter Spei­se­saal auf dem ehe­ma­li­gen AEG-Gelän­de. Die über 100 Sitz­plät­ze sind nötig, denn die Loka­li­tä­ten im Brun­nen­vier­tel sind zur Mit­tags­zeit schnell gefüllt. Offen­bar arbei­ten immer mehr Leu­te in dem heu­te als Tech­no­lo­gie­park bezeich­ne­ten Gebiet zwi­schen Vol­ta­stra­ße und Gus­tav-Mey­er-Allee. Die Can­ti­ne­rie gibt sich ita­lie­nisch und der Name ver­rät, dass es wie in einer Kan­ti­ne zugeht – nur eben ein klein wenig gehobener.