Schnitzeljagd und Poetry Slam im Sprengelkiez

In einem ver­steck­ten Wohn­zim­mer irgend­wo im Spren­gel­kiez ste­hen zwei Poe­ten zwi­schen 25 Men­schen und über­trump­fen sich mit gereim­ten Zei­len. Kei­ne hal­be Stun­de währt die Run­de, und die Ent­schei­dung wird gefällt – nur einer von bei­den wird eine Stun­de spä­ter im Fina­le ste­hen. In der Zwi­schen­zeit schnap­pen die Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er sich ihr Weg­bier und ver­tei­len sich in Grüpp­chen in den Kiez, auf der Suche nach Pfei­len und Rät­seln. Wer nicht Teil der Grup­pe ist, ahnt nicht, dass es sich um Publi­kum des ers­ten „Secret Slam“ handelt.


Wo es hingeht, weiß keiner

Denn das Wohn­zim­mer war nur eine von drei Loca­ti­ons, in denen die­ser außer­ge­wöhn­li­che Slam statt­fin­det. Wo es als Nächs­tes hin­geht? Eine geschlos­se­ne Knei­pe viel­leicht, das Hin­ter­zim­mer eines Spä­tis, einen ver­bor­ge­nen Kel­ler … bis sie ankom­men, weiß das kei­ner von ihnen. Zum Glück wei­sen den Teil­neh­men­den gehei­me Sym­bo­le den Weg – und wer das nächs­te Rät­sel zuerst löst, bekommt zur Beloh­nung Freischnaps am nächs­ten Ort. „Den Start­punkt erfährt man als Zuschauer*in erst weni­ge Stun­den vor­her per Mail“, erklärt Jes­ko Habert von den Kiez­poe­ten, der das neue For­mat ver­an­stal­tet. „Wir ver­ra­ten nur, dass alle Orte zu Fuß erreich­bar sind.“

Geheimnistuerei als Konzept

Der Slam-Ver­an­stal­ter und Mode­ra­tor hat schon 2015 einen Poe­try Slam eta­bliert, der mit dem Fai­ble fürs Geheim­nis­tue­ri­sche spielt: Den „Schall & Rauch Slam“, bei dem die Slam­me­rin­nen und Slam­mer mit einem anony­men Code­na­men hin­ter einer Schat­ten­wand auf­tre­ten. Inzwi­schen ist er mit sei­nem Slam aus dem Spren­gel­kiez (wo er lan­ge Zeit „Bei Ernst“ statt­fand) nach Moa­bit gezo­gen, wo das Fabrik­thea­ter in der Kul­tur­fa­brik den Schat­ten-Slam jetzt behei­ma­tet. Der „Secret Slam“ füllt jetzt die Wed­din­ger Lücke mit einer Mischung aus Poe­try Slam, Schnit­zel­jagd und Barhopping.

Intime Atmosphäre

„Ich will eine Show machen, die sich nicht wie eine Show anfühlt“, sagt Jes­ko Habert, der selbst auch als Poe­try Slam­mer aktiv ist. „Son­dern mehr wie ein Aben­teu­er, bei dem man der Kunst rich­tig nah kom­men kann.“ Die Inti­mi­tät hat ihren Preis: Um mit maxi­mal 25 Teil­neh­men­den die Auf­tre­ten­den fair bezah­len zu kön­nen, kos­tet eine Kar­te 25 Euro. Davon wer­den aber neben Kunst und Orga­ni­sa­ti­on auch noch Frei­ge­trän­ke für alle bezahlt. Und: Die ers­ten 8 Tickets gibt es mit 12 Euro Rabatt – ab 15. Novem­ber gibt es die Tickets nur im Vorverkauf.

Aktua­li­sie­rung: Der Secret Slam am bereits aus­ver­kauf­ten 10. März 2019 bleibt kei­ne ein­ma­li­ge Geschich­te, denn schon am 24. März gibt es einen Ersatztermin.

VVK 24.3. : https://www.eventbrite.de/e/secret-slam-tickets-51118644241

https://www.facebook.com/events/522139374974456/
Web: https://kiezpoeten.com/poetry-slam-berlin/#secret

Irgend­wo im Sprengelkiez…

weddingweiserredaktion

Die ehrenamtliche Redaktion besteht aus mehreren Mitgliedern. Wir als Weddingerinnen oder Weddinger schreiben für unseren Kiez.

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