Genossenschaftssupermarkt:
Neues vom SuperCoop: Es geht voran

Für die Anmietung der Räume und den Kredit bei der Bank braucht das Projekt mindestens 500 Genossenschaftsanteile.

Als eine ech­te Alter­na­ti­ve zu Dis­coun­tern und intrans­pa­ren­ten Super­märk­ten soll der koope­ra­ti­ve Lebens­mit­tel­han­del Super­Coop in den Wed­din­ger Osram-Höfen schon die­sen Som­mer Schritt für Schritt eröff­nen. Ziel ist es, allen Men­schen gute, fair gehan­del­te und gesun­de Pro­duk­te durch die Mit­ge­stal­tung eines neu­en Lebens­mit­tel­sys­tems zu ermög­li­chen. Ein­kau­fen kann nur, wer einen klei­nen Anteil der Genos­sen­schaft erwirbt. Koope­ra­ti­on, Teil­nah­me und Trans­pa­renz ist dabei die Basis des Gan­zen. Bereits knapp über 150 Mit­glie­der zählt die nach­bar­schaft­lich und gemein­schaft­lich orga­ni­sier­te Genos­sen­schaft und baut damit lang­sam aber sicher eine rich­ti­ge Com­mu­ni­ty auf. Wie das alles genau funk­tio­niert, haben wir bereits im Febru­ar auf dem Blog berichtet.

Die Planung nimmt ihren Lauf

In den letz­ten Mona­ten hat sich aber eini­ges getan. Nicht nur ist die Gemein­schaft durch regel­mä­ßi­ge Online-Ken­nen­lern­tref­fen und eine brei­te media­le Auf­merk­sam­keit um vie­le wei­te­re Mit­glie­der gewach­sen. Auch die Eröff­nungs­plä­ne wer­den immer kon­kre­ter. Den Osram-Höfen als Stand­ort für den gemein­schaft­li­chen Super­markt steht nicht mehr viel im Wege und schon jetzt zei­gen Vor­stand und Mit­glie­der regel­mä­ßig Prä­senz vor Ort, um inter­es­sier­ten Anwohner:innen Rede und Ant­wort zu ste­hen. Flei­ßig wird in nun­mehr 15 Arbeits­grup­pen zu ver­schie­de­nen The­ma­ti­ken recher­chiert, aus­ge­tauscht und umge­setzt. Von Admi­nis­tra­ti­on über Pro­dukt­be­schaf­fung, Kom­mu­ni­ka­ti­on, IT bis hin zu finan­zi­el­len und recht­li­chen Fra­gen hel­fen alle Genos­sen­schafts­mit­glie­der in den jewei­li­gen Grup­pen min­des­tens 3 Stun­den im Monat bei der Rea­li­sie­rung des Pro­jekts. Und das mit Erfolg: Schon jetzt steu­ert die Genos­sen­schaft auf die 200 Antei­le zu. Spä­tes­tens, wenn der Laden erst ein­mal die Pfor­ten öff­net, wird es dann auch viel ope­ra­ti­ver: Ware anneh­men, um- und auf­fül­len und kas­sie­ren, so Vor­stands­mit­glied Johan­na über zukünf­ti­ge Auf­ga­ben aller Mit­glie­der. Eben ein ganz klas­si­scher Super­mark­tall­tag, den es gemein­sam zu bewäl­ti­gen gilt. 

Foto: Super­Coop

Noch braucht es Unterstützung 

Doch ist das Ziel bis­her nicht erreicht. Für die geplan­te Umset­zung benö­tigt es noch wei­ter akti­ve Mit­glie­der, die mit unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven gemein­sam eine fai­re und nach­hal­ti­ge Zukunft gestal­ten wol­len. Denn nur in einer Gemein­schaft sind sol­che Zie­le umsetz­bar. Das Gene­rie­ren von wei­te­ren Antei­len hat den­noch auch ganz ratio­na­le Grün­de, wie Johan­na vom Super­Coop erzählt. “Wir haben uns das aus­ge­rech­net. Für die Anmie­tung der Räu­me und den Kre­dit bei der Bank brau­chen wir 500 Genos­sen­schafts­an­tei­le”. Wer inter­es­siert ist, kann bei einen der digi­ta­len Will­kom­mens­tref­fen dabei sein, die mehr­mals wöchent­lich statt­fin­den. Sams­tags von 10–14 Uhr und Mon­tags von 18–19 Uhr könnt ihr außer­dem direkt vor Ort in der Oudenar­der Stra­ße 16 hin­ter dem Poli­zei­ab­schnitt 17 mit eini­gen enga­gier­ten Gesich­tern in den Aus­tausch kom­men – und euch viel­leicht auch direkt einen Anteil sichern! Um schnellst­mög­lich die 500er-Mar­ke zu errei­chen, haben sich die Initiator:innen aber noch etwas ganz beson­de­res überlegt.

Startschuss für’s Crowdfunding

Foto rechts: SuperCoop

Mit 500 Unterstützer:innen konn­te die ers­te gemein­schaft­lich orga­ni­sier­te Crowd­fun­ding-Kam­pa­gne 2019 den Pro­to­typ des Super­Coop finan­zie­ren. Das Super­markt-Modell konn­te getes­tet, ange­passt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den. Auf die­ser Grund­la­ge wird es jetzt ernst, denn mor­gen geht die zwei­te Kam­pa­gne mit einem gro­ßen Online-Event an den Start. 

Von 19–20:30 Uhr erwar­ten euch Hin­ter­grund­in­fos und Geschich­ten rund um Super­Coop. Ihr lernt so nicht nur all die ver­schie­de­nen Men­schen hin­ter dem Pro­jekt ken­nen, son­dern auch span­nen­de Gäs­te, die im Wed­ding bekannt sind wie bun­te Hun­de: Maria vom Him­mel­beet, Sükran Altunk­aynak vom Quar­tiers­ma­nage­ment Pankstra­ße, Karen Woh­lert vom Baum­haus Ber­lin, Gül­can Nitsch von Yeşil Çem­ber, sowie Bea­tri­ce Walt­hall von der Vaga­bund Braue­rei dis­ku­tie­ren mit euch, wie Enga­ge­ment in der Nach­bar­schaft zu einer fai­ren Gesell­schaft und einer guten Ernäh­rung für alle bei­tra­gen kön­nen. Hier könnt ihr euch anmel­den: die Plät­ze sind aller­dings begrenzt und schon jetzt fast belegt. 

Super­Coop – dein koope­ra­ti­ver Super­markt in Ber­lin
Oudenar­der Stra­ße 16, 13347 Ber­lin-Wed­ding
E‑Mail: contact@supercoop.de

Charleen Effenberger

Mag den Wedding und das Schreiben - und die Kombination aus Beidem. Seit 2017 hier vor Ort möchte sie bleiben; nicht zuletzt um dabei sein zu können, wenn der Wedding endlich kommt.

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