Im Wedding leben Menschen mit ganz unterschiedlichen Geschichten, Religionen, Sprachen und Kulturen dicht beieinander. Doch manchmal erinnert eine Begegnung in der Dämmerung, im Hinterhof oder im Park daran, dass nicht nur Menschen zur Stadt gehören. Auch Wildtiere haben längst ihren Platz zwischen Häusern, Bäumen und Mülltonnen gefunden.


„Ja, warum zetern die Krähen denn so? Ein Waschbär sitzt im Baum!
Schönerer Anblick als die vielen Eichenprozessionsspinner-Nester“, schreibt uns unsere Leserin Cornelia aus dem Schillerpark.
Waschbären sind in Berlin keine Seltenheit. Die Tiere finden in der Stadt oft genug zu fressen. Als Allesfresser nutzen sie das, was gerade verfügbar ist: im Frühjahr eher Regenwürmer, Schnecken, Insekten, Mäuse oder auch junge Vögel, im Sommer und Herbst mehr Früchte und Samen. In der Stadt kommen Essensreste, offene Mülltonnen oder Komposthaufen hinzu.
Auch wenn Waschbären mit ihrer dunklen Augenmaske und den geschickten Vorderpfoten putzig wirken, bleiben sie Wildtiere. Grundsätzlich gelten sie nicht als aggressiv und greifen Menschen normalerweise nicht an. Anfassen, füttern, anlocken oder als Haustier halten sollte man sie trotzdem nicht, sie sind herrenlose Wildtiere. Wer Waschbären füttert, kann aber dazu beitragen, dass sie ihre Scheu verlieren und sich stärker an Häuser, Höfe und Gärten gewöhnen.
Der beste Umgang mit dem nächtlichen Besucher: Abstand halten, Mülltonnen gut schließen und keine Futterreste offen stehen lassen. So bleibt ein friedliches Nebeneinander möglich – auch wenn die Krähen im Baum hörbar anderer Meinung sind.




Morjen
letztes Jahr, Sonntag in der früh um 5 … ick mit Täs’chen Tee uff’n Balkon kieke staune Waschbärmutti mit einem Jungtier latschen uff „meiner“ Wiese rum …. unbezahlbar dieser Anblick
Windige Woche noch
Putzige Tiere. Ja, Abstand ist angeraten. Aber wo „waschen“ die Waschbären – ihrer Gewohnheit entsprechend – ihre Futterfunde vor dem Auffressen, wenn sie etwas in versiegelten Menschenmilieus finden? Diese putzigen schwarzen Händchen der racoons sollte man wirklich mal beoachtet haben.