Warst auch schon mal besser, alte Dame BVG!

BVG Busbetriebshof. Entworfen von Jean Krämer. Foto Joachim Faust.

Liebe BVG, zu deinem 90. Geburtstag –am 10. Dezember 1928 wurde die BVG als Zusammenschluss von verschiedenen Verkehrsbetreibern gegründet und nahm dann am 1.1.1929 ihren Betrieb auf – ist Dir der Glanz abhanden gekommen. Hach, früher: Nur zwei Wochen lang rund um das Kriegsende 1945 war der Betrieb ganz eingestellt, nicht mal die Teilung in zwei Betriebe 1949 – 1991 legte die BVG wirklich lahm. Doch das Bild, das der im Besitz des Landes befindliche Verkehrsbetrieb im Moment abgibt, ist der einst so innovativen Verkehrsmetropole unwürdig.

Kapweg-Sperrung: Weniger Autos wären gut für alle

Kapweg
Kapweg

Meinung Nun ist es raus. Berlin muss bis Mitte nächsten Jahres Straßen für Euro 1-5-Diesel sperren. Bei der Umsetzung könnte es hapern. Prominentes Beispiel am nördlichen Rand des Wedding: Der Kapweg. 250 Meter lang, Ausfahrt eines Baumarkts, einer Tankstelle und einer Waschanlage. Dank Kapweg spart man sich die 450 Meter Umweg durch Reinickendorf. Genau diese kurze Straße soll nun gesperrt werden, die BVG wird sich freuen, werden doch die Busse an der Ecke Scharnweberstraße nun noch mehr im Stau stehen. Dafür kann man länger Flugzeugen beim Landen zusehen. Hat ja auch was.  Unser Autor fragt sich, wie sich das Problem mit den Fahrverboten lösen ließe.

Die Zukunft des Nahverkehrs im Wedding

Foto (c) Andi Weiland
S-Bahnhof Wedding (c) Andi Weiland

Nach Jahren des Sparens ist der Berliner Nahverkehr an einem Tiefpunkt angekommen: Bei der U-Bahn fehlen Fahrzeuge, die S-Bahn ist eine einzige Störung im Betriebsablauf, die Busse und Straßenbahnen stehen mehr im Stau als dass sie fahren. Der Senat hat das erkannt und plant wieder größer. Wir haben einmal zusammengestellt, was der neue Nahverkehrsplan für den Wedding bedeutet.

Hier soll sich im Radverkehr bald etwas tun

Es war eine schwere Geburt. Das Abgeordnetenhaus von Berlin hat aber tatsächlich Ende Juni die erste deutsche Mobilitäts-Verordnung verabschiedet, die zahlreiche Verbesserungen für Berlins Radfahrende vorsieht. Neben vielen ohnehin schon geplanten Maßnahmen gibt es auch einige Veränderungen, die sich auf den Wedding und seine unmittelbare Nachbarschaft auswirken.

Was wir über die neue S-Bahn zum Hauptbahnhof wissen

S-Ban-Brücke, fotografiert in der Tegeler Straße. Foto: HenselLassen wir mal alle Probleme beim Bau der als S 21 bezeichneten neuen S-Bahn-Linie außen vor, die zu Planungsänderungen, Bauzeitverlängerungen und provisorischen Zwischenlösungen geführt haben. Der Bau schreitet jetzt jedenfalls weiter voran und wir können uns auf eine neue S-Bahn-Verbindung vom und zum Hauptbahnhof freuen. Diese wird am Ende eine gute Milliarde Euro gekostet haben und könnte Ende 2020 eröffnet werden.