Wildtiere in der Stadt: Der Waschbär

Foto: Wiki­me­dia Commons/Quartl

Im Wed­ding leben wir mit Hun­dert­tau­sen­den Mit­men­schen aller Reli­gio­nen, Haut­far­ben und Kul­tu­ren zusam­men. Aber manch­mal erin­nert uns eine Begeg­nung in der Däm­me­rung oder im Park dar­an, dass nicht nur Men­schen in der Stadt leben. Heu­te: Der Waschbär.

Wasch­bä­ren zäh­len zu den wild­le­ben­den her­ren­lo­sen Tier­ar­ten, die dem Jagd­recht unter­lie­gen. Außer­halb von Jagd­flä­chen ist eine Jagd­aus­übung aus Sicher­heits­grün­den gesetz­lich ver­bo­ten, eben­so wie das Auf­stel­len von Fallen.

Der Wasch­bär zählt, obwohl er Alles­fres­ser ist, zu den Raub­tie­ren. Die sen­si­blen Vor­der­pfo­ten wer­den zur Nah­rungs­su­che ein­ge­setzt. Dabei ist das Nah­rungs­spek­trum an das ört­li­che und jah­res­zeit­li­che Ange­bot in sei­nem Lebens­raum gebunden.

Im Früh­jahr bevor­zu­gen die Bären tie­ri­sche Nah­rung wie Regen­wür­mer, Schne­cken und Insek­ten, aber auch jun­ge Vögel und Mäu­se. Im Som­mer und Herbst über­wiegt pflanz­li­che Kost mit Früch­ten und Samen. Im Win­ter fas­ten die Tie­re. In der Stadt, wo das Nah­rungs­an­ge­bot das gan­ze Jahr über gege­ben ist, fin­det der Wasch­bär genü­gend Fressbares.

Kann ein Wasch­bär gefähr­lich werden?

Quel­le: SenUVK

Grund­sätz­lich sind Wasch­bä­ren nicht aggres­siv und grei­fen Men­schen nicht an. Doch sind und blei­ben sie Wild­tie­re. Man soll­te sie trotz aller Pos­sier­lich­keit nicht anfas­sen, füt­tern, anlo­cken oder gar als Haus­tier hal­ten. Als klei­ne Raub­tie­re sind sie in Situa­tio­nen, in denen sie sich ein­ge­engt füh­len, Angst oder Unsi­cher­heit spü­ren, durch­aus in der Lage, unan­ge­neh­me Biss­wun­den zu ver­ur­sa­chen. Ins­be­son­de­re ein Anlo­cken der Tie­re durch Füt­tern muss unbe­dingt ver­mie­den werden.

Über­trägt der Wasch­bär Krankheiten?

In Bran­den­burg war kein ein­zi­ges Tier mit dem Spul­wurm infi­ziert. Eben­so konn­ten im Harz bei kei­nem der unter­such­ten Tie­re Spul­wur­mei­er fest­ge­stellt wer­den. Die Gefahr einer Anste­ckung im Land Ber­lin ist daher sehr gering. Auch spie­len Wasch­bä­ren bei der Über­tra­gung der Toll­wut in Euro­pa bis­her kei­ne Rolle.

Der bes­te Schutz gegen den unge­be­te­ten Gast ist zunächst das Nah­rungs­an­ge­bot im Gar­ten und am Haus so gering wie mög­lich zu hal­ten. Vor allem soll­ten sie nicht gefüt­tert wer­den, da die­se dann oft dreist und aggres­siv wer­den kön­nen. Der Wasch­bär­be­stand wür­de dabei ledig­lich geför­dert und das Pro­blem grö­ßer. Durch umsich­ti­ges Ver­hal­ten ist ein fried­li­ches Neben- und Mit­ein­an­der mög­lich, ohne dass die Popu­la­tio­nen der Tie­re unkon­trol­liert anstei­gen können.

mit Mate­ri­al der Senatsverwaltung


1 Kommentar
  1. Wir hat­ten beu­lich bei der lan­gen Nacht der Muse­en das Ver­gnü­gen. Ein Wasch­bär hat­te es sich im Tele­skop der Archen­hold Stern­war­te gemüt­lich gemacht. Bis es in Betrieb ging und der Racker unbe­hol­fen raus­klet­ter­te. Schön, wenn man im Stadt­ge­biet auch sol­che Tie­re beob­ach­ten kann 🙂

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