Das Wichtigste der Woche im Wedding

Motorräder vor einem Bus16.11.2019 Während niemand so wirklich weiß, wann und wie ein Fahrradstreifen auf der Müllerstraße kommt – Anfrage an das Bezirksamt wurde von der Stadtteilvertretung Müllerstraße eingereicht – zieht sich auch das Einrichten von Busspuren immer weiter hinaus. Geplant war in der Prinzenallee, hier verkehrt unter anderem der M27, eine Spur einzurichten, ebenso auf Teilstrecken der Müllerstraße am U-Bahnhof Seestraße. Das wird in 2019 nichts mehr, doch so schnell wie möglich in 2020, verspricht die BVG gegenüber der Berliner Zeitung. Wir haben die Wartezeit genutzt und uns mal die Umsteigesituation an den Weddinger Bahnhöfen angeschaut.

30 Jahre Mauerfall gefeiert

Der 9. November ist auf besondere Weise mit der deutschen Geschichte verbunden. 1918 das Ende der Monarchie, 1938 die Reichspogromnacht – als vorläufiger, sich lange vorher anbahnender negativer Höhepunkt vor dem, was danach folgen sollte. Bis zu dem Tag, welcher aus dem geteilten Deutschland wieder eins machen sollte, auch wenn diese Tragweite am Abend des 9.11.89 noch nicht abzusehen war.

Natürlich oft erwähnt, wenn es um das Ende der DDR geht, ist der Grenzübergang Bornholmer Straße auf der Bösebrücke. Hier fiel damals der erste Schlagbaum, wurden die ersten Bürger in den Westen gelassen, um einfach mal zu gucken. Bei der offiziellen Berliner Festivalwoche wurde diese historisch bedeutsame Stelle ausgelassen, doch zum Glück fanden viele kleinere Events statt: eine Ostauto-Parade, ein Treffen der Bezirksbürgermeister von Mitte und von Pankow, ein Feuerwerk der Bornholmer Kleingartenanlagen und vieles mehr. Und so war es dann doch ein feierlicher 30. Geburtstag auf der Bösebrücke.

Berlin wächst, der Wedding wächst und die Schulen müssen da mithalten. An der Ecke Chausseestraße/Boyenstraße wurde nun mit dem Bau eines neuen Schulgebäudes begonnen. Auf dem Gelände befindet sich bereits ein Schulgebäude in Modulbauweise, außerdem soll eine neue Turnhalle für die Schüler und die Anwohner entstehen. Mehr weiß die Berliner-Woche.

Der Berliner Obdachlosenhilfe e.V. hat ihren Sitz in der Lynarstraße im Wedding und sollte in diesem Jahr vom Bezirksamt Mitte den Ehrenamtspreis 2019 verliehen bekommen. Die Obdachlosenhilfe hat dankend abgelehnt. Begründung: Die Berliner Obdachlosenhilfe sei maßgeblich damit beschäftigt, „ehrenamtlich Aufgaben zu erfüllen, die der Bezirk vernachlässigt“. Es sei zynisch, „dass der Bezirk nun mit großer Geste einen Preis an unseren Verein verleihen möchte“ (Morgenpost)

Analog dazu eröffnete jüngst eine Ausstellung in der Oudenarder Straße mit dem Thema MITTEN DRIN DRAUßEN – Ohne Obdach in der Stadt. Zu sehen bis zum 20.12. Mehr Infos in der taz.

Wer im Winter nicht nur stur seine Bahnen im Schwimmbecken ziehen will, der könnte ja mal überlegen, es in Zukunft im Synchronschwimmen zu versuchen. Wieso dieser Hinweis? Der SC Wedding ist Berlins einziger Sportverein mit einer Synchronschwimm-Abteilung und lädt als Gastgeber zu den Deutschen Meisterschaften ein. Mehr in der Morgenpost.

Übrigens hat Deutschlands größte Traglufthalle über den Außenbecken des Kombibads Seestraße jetzt Richtfest gefeiert – im Dezember geht’s mit dem Badebetrieb los, meldet der Tagesspiegel und zeigt, wie spektakulär schön das von innen aussieht. Unter der kuscheligen Steppdecke soll allerdings nur das Schul- und Vereinsschwimmen stattfinden.


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